Die Eintracht-Spieler bejubeln das 2:1 durch Evan N'Dicka

Dank eines Treffers in der Nachspielzeit feiert Eintracht Frankurt den ersten Heimsieg der Saison. Das war verdient, aber eigentlich hätte man schon früher den Deckel draufmachen müssen, waren sich die Beteiligten einig.

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Die Pressekonferenz nach dem Union-Spiel

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Eintracht Frankfurt hat am Sonntag den ersten Heimsieg der Saison gefeiert. Gegen Union Berlin setzten sich die Hessen dank Toren von Djibril Sow (22. Minute) und Evan N'Dicka (90.+5) mit 2:1 (1:0) durch. Max Kruse erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich per Foul-Elfmeter (62.). Die Stimmen zum Spiel.

Oliver Glasner (bei DAZN): Wir haben eine großartige erste Halbzeit gespielt. Da muss es eigentlich schon 2:0 oder 3:0 für uns stehen. Dann leisten wir uns eine Unaufmerksamkeit und es steht 1:1. Aber wir haben gefightet und nie aufgegeben. Wir haben nach dem Elfmeter ein bisschen gebraucht, aber dann wieder die Schlagzahl erhöht. Evan N’Dicka war ja schon drei, vier Mal mit da vorne dabei. Wenn du so beharrlich bist, wirst du auch belohnt. Das war am Ende verdient, aber Wahnsinn.

Djibril Sow: Diese emotionalen Enden sind wir jetzt schon gewohnt, das kam gar nicht so überraschend… Nein, Spaß beiseite: Wir haben es wieder unnötig spannend gemacht. Wir haben eine sehr, sehr gut erste Halbzeit gespielt. Das 1:1 durch den Elfmeter war dann wieder etwas unglücklich. Aber die Moral war einfach wieder unglaublich. Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Das gibt Antrieb für die nächsten Wochen. Es ist schon fast peinlich, dass ich zwei Jahre kein Tor geschossen habe. Die Jungs sagen mir schon immer: "Schieß doch einfach wie im Training!" Jetzt bin ich froh, dass wir unter der Woche mal verschnaufen können.

Urs Fischer (Trainer Union Berlin, bei DAZN): Vor dem 2:1 hat Frankfurt alles nach vorne geworfen und wir haben es nicht gut verteidigt. Ich habe die Frankfurter so dominant und mit viel Tempo erwartet. Aber wir waren in der ersten Hälfte einfach nicht gut, sie waren besser in allen Belangen, aggressiver und läuferisch überlegen. Wir sind immer einen Schritt zu spät gekommen und haben nicht gut umgeschaltet.

Timothy Chandler: Das ist einfach unglaublich. Wir sind momentan wirklich die Last-Minute-Eintracht. Da sieht man einfach, wie es im Team stimmt und wie es im Kopf stimmt, dass wir nie den Kopf in den Sand stecken. Gerade in der ersten Halbzeit hätten wir viele Konter noch besser ausspielen können, dann hätten wir eher etwas Ruhe ins Spiel bringen können. Aber ich muss wieder sagen, dass ich stolz auf die Jungs bin. Wir haben wieder Moral gezeigt. So geht es bergauf.

Kevin Trapp (bei DAZN): Wir hatten genügend Chancen heute, das Spiel vorher klar zu machen. Das darf man kritisieren, aber wenn man das Ding in der Nachspielzeit gewinnt, ist es erst mal egal. Wir können aber nicht darauf vertrauen, dass das immer so klappt.

Bastian Oczipka (Union Berlin): Wir sind in der Partie nicht gut drin gewesen, aber wir haben uns reingekämpft. Wir wollten das 1:1 über die Zeit bringen, aber ich weiß natürlich, wie das hier in Frankfurt mit dem Publikum ist, wenn es in die letzten Minuten geht. Das ist halt extrem bitter, dass wir die Flanke da nicht verhindern können in der letzten Minute. Das wirft uns aber in keiner Weise um. Wir sind mental stark und am Freitag geht es schon wieder weiter.

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Frankfurt - Union Berlin 2:1 (1:0)

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hasebe, Ndicka - Chandler, Jakic, Sow, Kostic, Lindström (77. Ache), Kamada – Borré (68. Paciencia)

Union Berlin: Luthe - Friedrich,  Knoche, Baumgartl - Khedira (58. Ryerson), Trimmel, Oczipka (90. Gießelmann), Haraguchi  (58. Becker), Prömel  - Awoniyi (76. Voglsammer), Kruse (76. Öztunali).

Tore: 1:0 Sow (22.), 1:1 Kruse (62./FE), 2:1 Ndicka (90.+5)
Gelbe Karten: - / Knoche, Prömel, Becker

Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)
Zuschauer: 24.000       

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