David Abraham (li.) und Makoto Hasebe

Nach dem Sieg gegen Schalke haben Spieler und Verantwortliche von Eintracht Frankfurt eigentlich nur ein Thema: den Abschied von David Abraham. Wäre da nicht der Doppelpack von Luka Jovic. Die Stimmen.

Die Frankfurter Eintracht hat am Sonntag einen 3:1-Sieg gegen Schalke gefeiert. Andre Silva (28.) schoss die Hessen in Führung, Matthew Hoppe (29.) erzielte den Ausgleich. Für die Entscheidung sorgte nach dem Seitenwechsel Rückkehrer Luka Jovic mit einem Doppelpack (72./90.+1). Nach Abpfiff wurde es emotional - schließlich war es das letzte Spiel von Kapitän David Abraham.

David Abraham: Eine lange Reise geht zu Ende. Ich bin froh, dass ich meine Karriere hier bei der Eintracht beenden konnte, wo ich so viel gegeben und so viel bekommen habe. Ich hätte mich liebend gern von den Fans verabscheidet, leider ging das nicht. Wenn die Fans zurück ins Stadion kommen, dann komme ich auch nochmal zurück. Ich kann nur danke sagen, für die Unterstützung. (bei Sky)

Adi Hütter: Es ist ein Wechselbad der Gefühle - auf der einen Seite freue ich mich extrem, dass wir verdiente drei Punkte gemacht haben, auf der anderen Seite weiß ich, dass wir mit David Abraham den Kapitän, den Leader und die Spaßkanone verlieren. Ich wollte mich einfach noch einmal bei ihm bedanken. Wir haben viele schöne Stunden miteinander verbracht, wo wir über alles geredet haben.

Makoto Hasebe: Es war kein einfaches Spiel, aber ein verdienter Sieg. Es war ein schöner Abschied von David. Als Mensch ist er top. Er ist schon 34 und noch immer topfit. Wir haben fast sechs Jahre zusammengespielt und viele emotionale Momente erlebt. Ich bin sehr traurig, aber auch sehr stolz, dass ich mit ihm zusammmengespielt habe.

Fredi Bobic: Es ist emotional, wenn ein toller Mensch und ein überragender Fußballer uns verlässt. Er ist ja nicht umsonst hier Kapitän gewesen für lange Zeit. Das Spiel war wie ein Film mit Happy End. Das letzte Spiel seiner Karriere, wir gewinnen und ich glaube er hat keinen Zweikampf verloren. Luka Jovic hat nicht so viele Ballkontakte gehabt, aber die, die er hatte, waren sehr effektiv. Der Film war genau so geschrieben. Er hat eine Extraklasse und die Luft hier, tut ihm gut.

Djibril Sow: Ich habe Luka Jovic vor dem Spiel gefragt, wie viele Tore er macht. Er hat gesagt: 'Wenn ich 15 Minute spiele, dann eins.' Und dann haben ich ihm gesagt, wenn er 30 spielt, dann muss er zwei Tore machen. Das hat er gemacht. Dafür geb ich ihm diese Woche etwas. David Abraham ist ein großer Spieler für Eintracht Frankfurt. Er wird uns auf dem Platz fehlen, aber noch mehr in der Kabine.

Christian Gross (Trainer FC Schalke): Frankfurt hat uns sehr unter Druck gesetzt und am Ende hat es auch gegen Luka Jovic nicht gereicht. Er hat enorme Qualität. Wir müssen aber auf uns schauen. Wir haben viel zu tun und müssen konzentriert weiterarbeiten. Es ist kein Sprint sondern ein Marathon.