Sébastien Haller im Zweikampf mit Niklas Süle
Sébastien Haller hatte im Sturmzentrum einen schweren Stand. Bild © picture-alliance/dpa

Nach der deutlichen Supercup-Schlappe gegen die Bayern gab es bei der Frankfurter Eintracht am Sonntag nichts schönzureden. Die Spieler übten sich in Selbstkritik, die Münchener wurden mit Lob überschüttet.

Eintracht Frankfurt hat das Spiel um den Supercup am Sonntag mit 0:5 (0:2) gegen Bayern München verloren. Robert Lewandowski (21. Minute, 26., 53.), Kingsley Coman (64.) und Thiago (85.) trafen für den deutschen Meister.

Adi Hütter - Eintracht Frankfurt
Eintracht-Trainer Adi Hütter Bild © hessenschau.de

Adi Hütter: Zum Schluss war es nicht angenehm. Da muss man den Bayern zu einem verdienten Sieg gratulieren. Mit dem 0:1 war der Schwung ein bisschen weg. Das 0:2 war der Knackpunkt. In der zweiten Hälfte hatten wir keinen Zugriff mehr. Das war fast schon peinlich. Oder eher: unangenehm. Was man heute gesehen hat, ist sicherlich nicht die Stärke und Qualität, die die Mannschaft hat.

Sébastien Haller: Ich habe nicht häufig 0:5 verloren in meinem Leben. Heute tut das schon weh. Sie waren einfach besser. Wir haben heute nicht mehr verdient. Aus meiner Sicht waren das nicht die ganz klaren Chancen, aber das ist deren Qualität, dass sie sofort die erstbeste Möglichkeit nutzen. Nach dem 0:2 waren wir nicht mehr so stabil wie zu Spielbeginn.

Eintracht-Abwehrmann Danny da Costa
Eintracht-Abwehrmann Danny da Costa Bild © Imago

Danny da Costa: Wir haben es am Anfang, bis zum 0:1 noch ganz ordentlich gemacht. Wir standen kompakt, haben richtig Druck gemacht. Aber nach dem 0:1 haben wir genau das vermissen lassen und die Räume wurden immer größer. Danach hat uns der Mut gefehlt. Und dann sieht man, dass die Bayern die Fehler gnadenlos ausnutzen. Das hat nichts damit zu tun, dass wir nicht eingespielt sind. Viele Neue standen gar nicht auf dem Platz und wir hatten sechs Wochen Vorbereitung. Vielleicht hat es an der Kommunikation ein bisschen gefehlt. Jetzt haben wir eine Woche Zeit, das aufzuarbeiten.

Niko Kovac (Bayern-Trainer): Glückwunsch an meine Mannschaft. In der zweiten Hälfte haben wir den Ball schön laufen lassen. Ein verdientes Ergebnis. Ich habe schon Mitgefühl mit meinen ehemaligen Spielern und dem Club. Man darf das Spiel nicht überbewerten auf Seiten der Eintracht und sie müssen schauen, woran es gelegen hat. Ich bin mir trotzdem sicher, dass sie eine gute Saison haben werden.

de Guzman auf der Ersatzspielerbank
Jonathan de Guzman Bild © Rhode/Storch

Jonathan de Guzmán: Wir haben in der ersten halben Stunde gut gekämpft. Aber nach dem zweiten Tor haben wir unseren Kampfgeist etwas verloren – nach dem dritten sind wir dann eingebrochen. Wir haben gegen ein sehr starkes Team gespielt. Man darf Bayern München nicht unterschätzen. Sie waren die bessere Mannschaft. Es waren mentale Schwächen – und die wurden bestraft.

Sendung: hr-iNFO, 12.08.2018, 22.30 Uhr