Adi Hütter beim Training von Eintracht Frankfurt

Kurz-Urlaub, Länderspielpause, Europa League: Wieder einmal hat Eintracht Frankfurt eine ungewöhnliche Vorbereitung. Trainer Adi Hütter ist dennoch mit seinem Team zufrieden. Sehr sogar.

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Eigentlich kennt es Adi Hütter nicht anders. Eine ganz normale, einfache Vorbereitung bei Eintracht Frankfurt? Die ist dem Österreicher noch nicht untergekommen. Großer Umbruch und eigene Ankunft 2018, Europa-Tour im August 2019 - und nun, 2020, das Coronavirus und all seine kleineren und größeren Folgen. Nur eines, das ist diesmal neu für Hütter: der Zustand seines Teams. Und das im positiven Sinn.

"Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft gut eingespielt ist und die Neuen gut integriert wurden", urteilte Hütter am Freitag nach der zweiten vollen Vorbereitungs-Woche nach dem Kurz-Urlaub. Ganz ohne große Kennlern-Tage, ganz ohne Trainingslager. Alles nicht drin in dieser Corona-Zeit. "Trotz allem habe ich das Gefühl, dass die Mannschaft intakt ist und gut arbeitet", so der Eintracht-Coach.

Länderspielpause "nicht so tragisch"

Ein Umstand, der für die Frankfurter noch Gold wert sein könnte. Denn nach dem Test bei Ajax Amsterdam (Samstag, 19 Uhr) beginnt die große Reisewelle, dann verlassen elf Nationalspieler die Eintracht in Richtung der jeweiligen Landesauswahl. Eine Länderspielpause in der Vorbereitung, sogar direkt vor dem Pflichtspielstart - ja, auch das gehört zu dieser Corona-Vorbereitung.

Es wäre verständlich, würde ein Bundesliga-Trainer wie Hütter nun Zeter und Mordio in Richtung Verbände schreien. Nicht so aber der Eintracht-Coach. Er weiß: Das geht nun einmal allen so. Und er erkennt beim Blick auf seine Truppe: "Wir haben keine komplett neue Mannschaft. Es ist nicht so tragisch mit der Länderspielpause."

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Stellschrauben? Gibt es nicht viele

Es bleibt bei ihm dabei: Klar, die Vorbereitung ist ungewöhnlich, klar, man muss sich anpassen - aber sie verläuft gut. Erstaunlich gut. "Ich habe nicht das Gefühl, dass wir an vielen Stellschrauben drehen müssen, um sagen zu können, dass wir so in die neue Saison gehen können", erklärte der 50-Jährige.

Dazu kommt: Hütter ahnt, dass die personelle Konstanz bei der Eintracht den Hessen einen Vorteil bringen könnte. Besonders zum Start in die neue Saison. "Ich habe das Gefühl, dass es einfach durchgehend weiterläuft", merkte er an und schielt dabei auch zur Konkurrenz: "Da geht es vielleicht anderen Mannschaften nicht so wie uns."

Die Eintracht kommt aus einer Sommer-Vorbereitung und hat einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz? Das wäre beim Blick auf die vergangenen Jahre wirklich etwas Neues. Aber was ist schon altbekannt in dieser Zeit - und in dieser Vorbereitung.