Steven Zuber Stefan Ilsanker Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt ist in der Bundesliga auf Kurs Champions League und spielt ansehnlichen Fußball. Durch diesen Höhenflug hat es der eine oder andere im Kader der Hessen aktuell sehr schwer.

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Luka Jovic und Filip Kostic umarmen sich.
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Eintracht Frankfurt eilt in der Bundesliga aktuell von Sieg zu Sieg. Die Hessen befinden sich auf einer Erfolgswelle, die den Verein sogar auf Rang vier in der Tabelle gespült hat. Dazu kommt: Das Team von Trainer Adi Hütter spielt auch noch mehr als ansehnlichen Fußball. Zu jammern gibt es gerade nicht viel. Zumindest für die Spieler, die auf dem Platz stehen. Manch anderer ist durch die Erfolgswelle jedoch auf der Bank gelandet - und dürfte dort auch so schnell nicht wegkommen. Sie sind die Verlierer des Höhenflugs.

Stefan Ilsanker

Stefan Ilsanker

Stefan Ilsanker ist derjenige, den man getrost als ersten in dieser Aufzählung nennen kann. Der Österreicher, zu Beginn der Saison noch absolute Stammkraft, hat seinen Platz in der ersten Elf schon seit geraumer Zeit verloren. Das letzte Mal von Beginn an durfte der Defensiv-Allrounder beim 1:2 in Wolfsburg agieren. Eintracht-Fans werden sich erinnern: Das war das letzte wirklich schlechte Bundesliga-Spiel der Hessen.

Seitdem setzt Coach Hütter auf einen anderen, spielerischeren Ansatz. Mit Kreativität im Mittelfeld wollen die Frankfurter für mehr Esprit und Finesse auf dem Platz sorgen. Ilsanker ist da aktuell nicht gefragt. Auch in den nächsten Spielen dürfte sich das nicht ändern. Wahrscheinlich ist der 31-Jährige erst dann wieder ein Thema, wenn die Frankfurter - möglicherweise gegen starke Gegner wie Bayern oder Leipzig - eine defensivere Herangehensweise wählen.

Steven Zuber

Steven Zuber

Steven Zuber hat es aktuell ebenfalls schwer. Dass der Neuzugang sowieso eher als Backup von Filip Kostic eingeplant war, steht außer Frage. Dass der Schweizer mittlerweile aber komplett außen vor ist, hätte der 29-Jährige wohl selbst nicht gedacht. Seinen letzten Kurzeinsatz hatte er beim Sieg Anfang Januar gegen Mainz.

Danach? Stand er vier Mal im Kader, ohne auch nur ein Minütchen spielen zu dürfen. Wenn Hütter derzeit offensiv neuen Schwung benötigt, wechselt er lieber Ajdin Hrustic, den anderen Sommer-Neuzugang, ein. Als Zuber zudem im DFB-Pokal in Leverkusen für Amin Younes eingewechselt wurde, konnte er keine Werbung in eigener Sache machen.

Almamy Touré

Almamy Touré

Almamy Touré ist schon läger außen vor. Erik Durm hat dem Franzosen den Rang abgelaufen und macht seine Sache ordentlich. Und wenn der Weltmeister von 2014 mal fehlt, steht nicht automatisch Touré auf dem Platz. Gegen Freiburg beim 2:2 durfte er spielen, gegen Berlin (3:1) begann Aymen Barkok hinten rechts.

Touré, der bei den ersten sieben Ligaspielen sechs Mal in der Startelf stand, ist immer noch zu oft Bruder Leichtfuß. Kontrahent Durm hingegen absolviert seinen Part deutlich konservativer - und mit merklich weniger Fehlern. Das letzte Wort ist hier aber sicher nicht gesprochen, Touré könnte bald eine erneute Chance erhalten. Dass er es kann, bewies Touré zuletzt gegen die Hertha, als er mit einer Flanke den Treffer von Martin Hinteregger vorbereitete.

Sebastian Rode

Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt im Spiel gegen Borussia Dortmund

Dass Sebastian Rode in dieser Liste auftaucht, hätte vor ein paar Wochen kaum jemand gedacht. Dann kam dem Ur-Hessen jedoch eine kleine Verletzung dazwischen - und prompt war er seinen Stammplatz los. In Bielefeld und gegen Berlin saß er nur noch auf der Bank - Makoto Hasebe hatte zuvor seine Sache so gut gemacht, dass Hütter keinen Grund zum Wechseln sah.

Klar ist auch, dass Rode bald wieder seine Chance bekommen dürfte. Gesetzt ist er aber nach seiner Verletzung - und weil es auch ohne ihn so gut lief - nicht mehr. Und das ist auch für Immerspieler Rode etwas Neues.