Die Choreografie der Eintracht-Fans vor dem Spiel gegen Lazio Rom
Die Eintracht-Fans sind heiß auf Europa. Bild © picture-alliance/dpa

Für die Frankfurter Eintracht beginnt am Donnerstag die K.o.-Phase in der Europa League. Für das Hinspiel bei Schachtar Donezk sollten sich die Fans nicht nur wegen des starken Gegners warm anziehen.

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Eintracht-Torwart Kevin Trapp beim Spiel in Hoffenheim

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Trapp: "Eine Mannschaft, auf die wir uns freuen können"

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Vorhang auf für das Sechzehntelfinale in der Europa League. Und mittendrin die Frankfurter Eintracht, die nach dem Durchmarsch in der Gruppenphase nun in den ersten beiden K.o.-Spielen auf Schachtar Donezk trifft. Das Hinspiel steigt am Donnerstag in Charkiw, das Rückspiel am 21. Februar in Frankfurt.

Auf was für ein Wetter müssen sich Spieler und Fans in der Ostukraine einstellen? Wer pfeift das Spiel? Hat sich der bisherige Champions-League-Teilnehmer noch einmal verstärkt? Auf diese und weitere Fragen geben wir hier die Antworten.

Ist es wirklich ein Vorteil, zuerst auswärts zu spielen? 

Die UEFA gewährt den Gruppensiegern das vermeintliche Privileg, das Rückspiel im eigenen Stadion austragen zu dürfen. Gegen Porto vor fünf Jahren schied die Eintracht trotz gleicher Konstellation aus. Mathematisch gesehen kann es sogar ein Nachteil sein, denn im Falle einer Verlängerung hätte Donezk in Frankfurt 30 Minuten mehr Zeit für das höher gewichtete Auswärtstor.

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DAS SPIEL IM SOCIAL RADIO

Der hr berichtet mit einem Social Radio von der Partie der Eintracht bei Schachtar Donezk. Am Donnerstag geht es um 20.59 Uhr mit der hr-iNFO-Vollreportage los. Mitkommentieren und Fragen stellen ist erwünscht.

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Hoffnung macht allerdings der Blick auf das Sechzehntelfinale der vergangenen Saison: Damals kamen 13 von 16 Teams eine Runde weiter, die im Hinspiel auswärts antreten mussten.

Was hat sich personell bei Schachtar getan?

Einen Mega-Transfer konnte Schachtar in der Winterpause zwar nicht präsentieren. Aber immerhin legten die Ukrainer sechs Millionen Euro für Nachwuchsverteidiger Manor Solomon auf den Tisch. Der 19-Jährige aus Israel wechselte aus seiner Heimat zu Donezk. Außerdem angelte sich Schachtar das brasilianische Talent Marcos Antonio für 3,5 Millionen.

Insgesamt holte Donezk sechs Spieler, von denen allerdings nur zwei für die Europa League nachnominiert wurden. Verlassen haben den ukrainischen Serienmeister indes zwei Profis. Sportlich ist vor allem 10-Millionen-Abgang Yaroslav Rakytskyi ein großer Verlust. Er verdient seine Brötchen jetzt in Russland, wohin auch Oleg Danchenko wechselte.

Welche Spieler wurden für die EL nachnominiert?

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Maximal drei Profis durften die Teilnehmer am Sechzehntelfinale der Europa League nachnominieren. Bei der Eintracht tauchten auf der sogenannten A-Liste namentlich die Winter-Zugänge Sebastian Rode und Martin Hinteregger sowie Timothy Chandler neu auf. Bei Chandler hat Trainer Adi Hütter die berechtigte Hoffnung, dass der lange verletzte Flügelflitzer demnächst wieder einsatzfähig ist. Nicht mehr im Kader stehen die Abgänge Deji Beyreuther, Noel Knothe, Francisco Geraldes und Nicolai Müller.

Auch bei Schachtar wurde der Kader nochmals nachjustiert. Die beiden Neuen Mano Salomon und Valeriy Bondarenko und der bisher nicht berücksichtigte Maksym Malyshev stehen neu auf der Liste. Gestrichen wurden stattdessen die beiden Abgänge Oleg Danchenko und Yaroslav Rakytskyi sowie Marquinhos Cipriano.

Wie wird das Wetter in Charkiw?

In einem Wort: bitterkalt. Das Spiel wird um 22 Uhr Ortszeit (21 Uhr deutscher Zeit) angepfiffen. Beim Anpfiff werden Temperaturen von minus 7 Grad Celsius erwartet. "Im Februar in der Ukraine zu spielen, ist nicht so toll. Wir haben mit Leverkusen gegen Charkiw damals bei minus 17 Grad gespielt", sagte Danny da Costa unmittelbar nach der Auslosung. Zumindest ihn dürften die Temperaturen dieses Mal also eher positiv überraschen.

Wer pfeift das Spiel am Donnerstag?

Die Partie wird von einem englischen Schiedsrichter geleitet: Anthony Taylor führt das Gespann an. Der 40-Jährige hat in der Hinrunde zwei Spiele mit deutscher Beteiligung in der Champions League gepfiffen: Das 1:0 von Schalke 04 bei Lokomotiv Moskau und den 4:0-Sieg der Dortmunder gegen Atlético Madrid.

Wie viele Fans werden erwartet?

Als Kassenknüller entpuppt sich die Partie in Charkiw bislang nicht. Wer die Eintracht noch spontan in die Ukraine begleiten möchte, kann sich vor Ort mit genügend Karten eindecken. Bis Mittwoch waren noch über 11.800 Tickets zu haben – bei einem Fassungsvermögen von 40.000 Zuschauern wird die Begegnung nicht ausverkauft sein.

Selbst die Spiele in der Gruppenphase der Champions League fanden nicht vor vollen Rängen statt, gegen Hoffenheim kamen 28.300 Zuschauer ins Metalist-Stadion. Mehr dürften es nun auch gegen die Eintracht nicht werden, die von 3.000 reisefreudigen Fans nach Charkiw begleitet wird. Wenn es nicht so schwierig wäre, in die Ostukraine zu kommen, hätten sicherlich ein paar Tausend mehr die Frankfurter in Charkiw angefeuert.

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zum Video Eintracht auf dem Weg nach Charkiw

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