Martin Hinteregger muss gegen Augsburg verletzt raus.
Martin Hinteregger muss gegen Augsburg verletzt raus. Bild © Imago Images

Durch die Verletzungen von Sébastien Haller und Martin Hinteregger bleiben Trainer Adi Hütter kaum noch einsatzbereite Spieler für die Europa League. Mit welcher Aufstellung könnte der Coach das Rückspiel gegen Benfica Lissabon angehen?

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Nein, wirklich viele sind nicht mehr übrig. Von den 25 Spielern, die Eintracht Frankfurt für die Europa League gemeldet hat, fehlen aktuell gleich mehrere verletzt: Taleb Tawatha, Timothy Chandler, Marc Stendera, Sébastien Haller und Martin Hinteregger. Evan N'Dicka ist nach dem Platzverweis im Hinspiel gesperrt, Marco Russ erst frisch wieder im Mannschaftstraining. Alleine das schränkt die Auswahl für eine mögliche Aufstellung bereits stark ein.

Nelson Mandela Mbouhom, der auf der B-Liste steht und entsprechend für das Spiel gemeldet werden könnte, spielt im aktuellen Kader gar keine Rolle. Von den drei Torhütern (die allesamt fit sind) werden nur zwei in den Kader kommen. Die Feldspieler Branimir Hrgota, Almamy Touré und Tuta sind zwar fit, aber in der Europa League nicht spielberechtigt. Bleiben nur noch 14 Akteure, aus denen Trainer Adi Hütter für die Aufholjagd nach der 2:4-Pleite im Hinspiel gegen Benfica Lissabon am Donnerstag (ab 21 Uhr im Social Radio) auswählen kann.

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Was sind seine Optionen? Außer auf der Torhüterposition ist wohl noch alles offen, ein Überangebot an Spielern herrscht derzeit nur im Mittelfeld. Besonders in der Defensive herrscht akute Personal-Not. Hier kommen drei mögliche Varianten für eine Eintracht-Startaufstellung.

Variante 1: Positionsgetreue Wechsel

Im Vergleich zum Spiel gegen Augsburg muss Hütter Touré und Hinteregger ersetzen, wobei ihm auch der gesperrte N'Dicka nicht zur Verfügung steht. Sicher dürfte sein, dass Kapitän David Abraham wieder in die Abwehr rückt. Als zweiten nominellen Innenverteidiger hat die Eintracht nur noch Simon Falette. Ein Risiko, denn der Franzose war zuletzt häufig nicht mal mehr im Kader und hat im Januar gegen Bremen sein bislang letztes Pflichtspiel bestritten. Ob der wieder frisch ins Training eingestiegene Russ schon bereit für einen Startelfeinsatz ist, scheint fraglich. Die Wahrscheinlichkeit für einen Platz im Kader ist jedoch hoch.

Aber auch andere personelle Experimente wie etwa Jetro Willems oder Lucas Torró in der Innenverteidigung bieten sich gegen das offensivstarke Benfica nicht wirklich an. Im besten Fall wird Hinteregger kurzfristig doch für das Spiel fit, nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen Augsburg erscheint das aber wenig wahrscheinlich.

Mögliche Aufstellung gegen Benfica
Bild © hessenschau.de

Variante 2: Systemumstellung in der Abwehr

Hütter hat die Dreier-Abwehrkette plus zwei offensive Außen in Frankfurt in dieser Saison zum Erfolgsmodell gemacht. Nun könnte er sie wieder opfern. Denkbar wäre eine Viererkette mit da Costa, Abraham, Hasebe und Kostic, in der sich die beiden Außenverteidiger jedoch mehr als sonst um die Defensive kümmern müssten. Allerdings wäre dadurch die Möglichkeit gegeben, einen weiteren offensiven Spieler zu bringen - oder Kostic weiter nach vorne zu ziehen und ihn hinten durch Willems zu ersetzen.

Mögliche Aufstellung gegen Benfica
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Variante 3: Stürmer-Rotation

Mit Sébastien Haller fehlt vorne der vielleicht wichtigste Mann der bislang so erfolgreichen Rückrunde. Goncalo Paciencia hat ihn zuletzt gut ersetzt und ist deshalb erneut ein Kandidat für die Startelf. Bei der benötigten Offensivpower sollten gegen Benfica aber auch Luka Jovic und Ante Rebic alle Freiheiten besitzen. Deshalb könnte Hütter in seiner gewohnten Grundordnung auch Paciencia zunächst auf die Bank setzen und mit Jonathan de Guzmán oder Mijat Gacinovic einen offensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler zur Spielgestaltung aufbieten. Der Vorteil: Je nach Spielverlauf könnte der Trainer im Sturm noch von der Bank nachlegen, wenn weitere Tore gebraucht werden.

Mögliche Aufstellung gegen Benfica
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