Was! Für! Ein! Spiel! Nach einem verdienten Sieg gegen RC Straßburg darf sich Eintracht Frankfurt wieder auf die Gruppenphase der Europa League freuen. Und das nach drei Toren und zwei Roten Karten in einer umkämpften Partie.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Frankfurt erreicht Europa-League-Gruppenphase

Da Costa und Kostic jubeln
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Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat sich zum zweiten Mal in Folge für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter gewann am Donnerstag das Play-off-Rückspiel gegen RC Straßburg aus Frankreich mit 3:0 (1:0) und machte damit die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel vor einer Woche wett.

In einer turbulenten Partie brachte Straßburgs Stefan Mitrovic die Hausherren mit einem Eigentor in Führung (26. Spielminute). Filip Kostic (60.) und Danny da Costa (66.) erzielten die weiteren Treffer. Frankfurts Ante Rebic (44.) und RC-Profi Dimitri Liénard (55.) sahen jeweils die Rote Karte. Die Auslosung der Gruppenphase findet am Freitag ab 13 Uhr in Monaco statt. hessenschau.de berichtet im Liveticker.

Rebic erst wie entfesselt...

Mit ganz viel Dampf, lautstarker Unterstützung der Fans auf den Rängen und einem wie entfesselt wirkenden Rebic startete die Eintracht in die Begegnung. Pressing und Gegenpressing der Hessen funktionierten spätestens ab der Mittellinie, frühe Frankfurter Offensivaktionen waren die Folge. Die beste Möglichkeit der Anfangsphase vergab Martin Hinteregger, dessen Linksschuss nur knapp am rechten Torpfosten vorbeizischte (17.).  

In der Folge entwickelte sich ein hitziges und in vielen Belangen emotionales Play-off-Rückspiel. Zunächst ging die Eintracht, die über weite Strecken die spielerisch bessere Mannschaft war, verdientermaßen in Führung. Der lauffreudige Rebic zog von der linken Außenbahn in die Mitte, sein Schuss wurde von Mitrovic unglücklich ins eigene Tor abgefälscht – 1:0 (26.).

... dann etwas übermotiviert

Ab diesem Zeitpunkt war das Match weniger fußballerisch, dafür aber kämpferisch geprägt. Nachdem Gonçalo Paciência Glück hatte und trotz eines Ellenbogenschlags in den Magen seines Gegenspielers nicht vom Platz geschickt wurde (32.), sah kurz darauf der nun übermotivierte Rebic die Rote Karte (44.). Das aber höchst umstritten.

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Der Kroate traf im Sprint zum Ball zwar Straßburgs zu Boden gehenden Torhüter Matz Sels am Körper – das allerdings weder mit einem klar gestreckten Bein noch mit einer anderweitig erkennbar bösen Absicht. Fazit: Gelb hätte gereicht. Und die Wogen vermutlich geglättet.

Auch Liénard sieht Rot

Stattdessen schaukelten sich die Emotionen zwischen beiden Mannschaften, zwischen Profis auf dem Rasen und Zuschauern im Stadion weiter hoch. Kurz nach dem Halbzeitpfiff kam es auf dem Weg in den Spielertunnel zu Tumulten, Kostic stürmte auf Sels zu, der seit der Szene mit Rebic alles andere als ein Publikumsliebling war. Ob es wenigstens nach dem Seitenwechsel mit Fußball weiterging? Zunächst nicht.

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Den nächsten unsportlichen Höhepunkt setzte der Straßburger Liénard, der (diesmal korrekterweise) nach einer Tätlichkeit gegen Dominik Kohr frühzeitig unter die Dusche musste (55.). Zehn gegen zehn also – und viel Platz für den rollenden Ball.

Kostic und da Costa machen alles klar

Nachdem Kostic für das 2:0 noch per Zauber-Freistoß aus gut 20 Metern Torentfernung sorgte (60.), machte da Costa nur sechs Minuten später nach einer der wenigen flüssigen Kombinationen dieser Partie den Deckel drauf. Eintracht Frankfurt darf sich wieder auf stimmungsvolle Abende in der Gruppenphase der Europa League freuen.

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Eintracht Frankfurt - Racing Straßburg 3:0 (1:0)

Frankfurt: Trapp - Hinteregger, Hasebe, Touré - Kostic, Rode (90. Joveljic), Kohr (75. Fernandes), da Costa - Kamada - Rebic, Paciencia  (83. Gacinovic)                            

Straßburg: Sels - Kone (69. da Costa), Mitrovic, Djiku - Lienard - Lala, Carole - Martin, Thomasson (89. Bellegarde) - Zohi, Ajorque (88. Mothiba)

Tore: 1:0 Mitrovic (26./ET), 2:0 Kostic (60.), 3:0 da Costa (66.)
Gelbe Karten: Hintereger, Hasebe, Fernandes - Thomasson
Rot: Rebic (44.) - Liénard (55.)

Schiedsrichter: Grinfeld (Israel)     
Zuschauer: 47.000 (ausverkauft)     

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