Makoto Hasebe von Eintracht Frankfurt

Gegen die Bayern und in Freiburg saß Makoto Hasebe nur auf der Bank. Durch die siebenwöchige Sperre von Kapitän Abraham rückt der Japaner nun wieder in den Mittelpunkt. Thematisch möchte Hasebe die Abraham-Affäre schnellstmöglich abhaken.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Makoto Hasebe will Abraham-Affäre abhaken

Makoto Hasebe im Spiel gegen Inter Mailand
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Als in Freiburg der Tumult losbrach, behielt Makoto Hasebe die Nerven. Fast alle Eintracht-Ersatzspieler stürmten nach dem Abraham-Bodycheck gegen Trainer Christian Streich auf den Platz Richtung Epizentrum der folgenden Rangelei. Wahlweise, um mitzurangeln, oder, um Schlimmeres zu verhindern. Nicht so Hasebe. Der Japaner hielt sich klug im Hintergrund.

Hasebe möchte Abraham-Thema abhaken

Die Folgen des Remplers von Eintracht-Kapitän Abraham sind bekannt. Das DFB-Sportgericht verhängte am Mittwoch eine siebenwöchigen Sperre gegen den Argentinier. Auch wenn die Eintracht Berufung gegen das Urteil eingelegt hat, ist für Abrahams Abwehrkollegen Hasebe das Thema nun erledigt. "Für uns ist das jetzt vorbei, auch in der Kabine reden wir nicht mehr drüber", sagte Hasebe dem hr-sport. Wichtig sei, dass sich Abraham bei allen Beteiligten entschuldigt hätte.

Makoto Hasebe kennt das mit dem überbordenen Gefühlen auf dem Platz: "Emotionen gehören beim Fußball dazu." Während der Japaner abseits des Spielfeldes oft schüchtern und zurückhaltend wirkt, ist er im Spiel fast immer da, wo etwas abgeht. Keine Rudelbildung ohne Hasebe. Und auch zu den Schiedsrichtern hat der 35-Jährige ein "enges" Verhältnis. Gibt es beim Unparteiischen etwas zu Reklamieren oder Diskutieren: Hasebe ist am Start.

Abraham-Sperre macht Hasebe wieder zum Abwehrchef

Durch die siebenwöchige Sperre für Abraham wird Einracht-Trainer Adi Hütter seine Innenverteidigung umbauen müssen. Während Hasebe zuletzt bei den Spielen gegen Bayern München und in Freiburg 90 Minuten lang auf der Bank saß, führt nun kein Weg an ihm vorbei. Schon im nächsten Bundesliga-Spiel gegen Wolfsburg (23. November) wird Hasebe mit hoher Wahrscheinlichkeit als Abwehrchef ins Zentrum der Dreierkette zurückkehren. Defensiv-Allrounder Martin Hinteregger würde dann auf die rechte Seite rücken, Evan N'Dicka folglich auf die linke.

"Ich bin bereit", sagt Hasebe und muss lachen. Man habe in der Abwehr noch genügend Qualität, auch wenn Abraham ein wichtiger Spieler sei. Für die nähere Zukunft ist Hasebe optimistisch, auch wenn die derzeitige Länderspielpause ein zweischneidiges Schwert sei. "Diese Pause nach den Niederlage in Lüttich und Freiburg ist zum einen natürlich bitter. Andererseits erholen wir uns nach den vielen Spielen. Dann heißt es Gasgeben bis zur Winterpause." Läuft alles normal, wird Hasebe bei vielen der verbliebenen sechs Bundesliga-Spiele für seine Eintracht auf dem Platz stehen.