Rhode Steubing
Wolfgang Steubing Bild © Rhode/Storch

Hohe Ablösen, gefragte Leihspieler und Gerüchte um namhafte Abgänge - die aktuelle Transferperiode hat für Fans und Verantwortliche der Frankfurter Eintracht viel zu bieten. Für Aufsichtsratsboss Wolfgang Steubing ist vor allem ein Deal ein "Einschnitt".

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Luka Jovic jubelt

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Eintracht-Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing hat den 60-Millionen-Euro-Transfer von Luka Jovic als "markanten Einschnitt in der Transferpolitik" des Clubs bezeichnet. "Eine solche Einnahme ist einmalig", sagte er im Interview mit dem kicker. "Wir werden aber weiterhin eine Transferpolitik mit Augenmaß betreiben und solide wirtschaften."

Zu eben jener Transferpolitik könnte auch die Verpflichtung von Martin Hinteregger gehören, der binnen weniger Monate bei der Eintracht vom Leihspieler zur Stammkraft avancierte. "Er ist ein Stabilisator unserer Mannschaft", betonte Steubing. Dennoch werde der Transfer des Publikumslieblings, der aktuell noch beim FC Augsburg unter Vertrag steht, alles andere als einfach. "Stefan Reuter ist ein harter Verhandlungspartner. Das kann sich noch hinziehen. Für uns wäre das eine der teuersten Verpflichtungen."

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Wolfgang Steubing

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Ähnlich kostspielig könnte auch ein langfristiges Engagement von Keeper Kevin Trapp werden. Ein Angebot der Eintracht soll Trapps Club Paris St. Germain bereits vorliegen. "Doch auch bei dieser Personalie rechne ich eher nicht mit einer schnellen Entscheidung", sagte Steubing.

Vertrauen in Bobics Arbeit

Doch nicht nur mögliche Verpflichtungen, auch eventuelle Abgänge beschäftigen den Club. Nachdem Stürmer Ante Rebic das Interesse anderer Top-Vereine geweckt haben soll, äußerte Steubing sein volles Vertrauen in die Arbeit von Sportvorstand Fredi Bobic. "Er ist doch genauso daran interessiert wie ich, dass nicht alle weggekauft werden. Aber es gehört immer auch der Spieler dazu: Ich habe doch nichts davon, jemanden zu halten, der keine Lust hat und dann schlecht spielt", erklärte Steubing.

Zuletzt hatte die Bild berichtet, dass neben Inter Mailand auch Atletico Madrid Interesse an Rebic haben soll. Demnach rechne der Verein mit einem Transfer des 25-Jährigen, der rund 40 Millionen Euro einbringen soll.

Kritik an Ausgaben für Spielerberater

Deutliche Worte fand Steubing für die Zahlungen an Spielerberater. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte die Summe, die die deutschen Proficlubs an Spielerberater zahlten, zuletzt auf knapp 200 Millionen Euro beziffert. "Das ist absolut überzogen", betonte er im, Interview mit dem kicker. "Von diesem Geld könnten vier, fünf Bundesligisten ihren kompletten Kader bezahlen. Zu viel Geld geht in die falsche Richtung, es müsste mehr im Sport bleiben."