Wann kommt Timothy Chandler wieder auf die Beine?
Wann kommt Timothy Chandler wieder auf die Beine? Bild © Foto Hübner

Wird Timothy Chandler für die Rückrunde fit? Trainer Adi Hütter wird genau prüfen müssen, ob die Eintracht die Rückrunde erneut nur mit Danny da Costa auf der rechten Verteidigerseite bestreiten könnte.  

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Der Ball steht bei Eintracht Frankfurt in diesen Tagen in Bradenton an der amerikanischen Ostküste in der IMG Academy im Mittelpunkt des Geschehens. 26 Feldspieler und drei Torhüter bereiten sich in Florida bei angenehm frühlingshaften Temperaturen auf den Rückrundenstart gegen den SC Freiburg vor. Allerdings läuft ein Spieler, der nach langer Verletzungspause näher herangeführt werden sollte, bislang nur nebenher: Timothy Chandler.

Chandler-Comeback noch nicht absehbar

"Er macht schon phasenweise bei den Passübungen mit und ich hoffe, dass er vielleicht schon bald an den Spielformen teilnehmen kann", zeigte sich Trainer Adi Hütter noch unschlüssig. Er selbst könne nicht "entscheiden, wann er fit ist. Aber dafür haben wir unsere Physiotherapeuten."

Doch je länger der US-Amerikaner, der sich in der Sommervorbereitung schwer am Knie verletzte und seitdem ausfällt, nur individuell trainiert, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass er in der Rückrunde tatsächlich eine ernsthafte Alternative werden kann. Die Eintracht steht hier vor einer zentralen Frage: Könnte sie die Rückrunde ohne Ersatz für Danny da Costa bestreiten?

Alleinunterhalter da Costa

Im ersten Halbjahr der Saison lief es für die Frankfurter mit da Costa als Alleinunterhalter auf der rechten Verteidigerseite gut. Der 25-Jährige verpasste nach zwei Auswechslungen in Bundesliga und Europa League nur knapp 45 Minuten, ansonsten stand er in 23 von 25 Pflichtspielen über die volle Distanz auf dem Feld. Wenn da Costa am Boden liegen blieb und sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Bein packte, hielt nicht nur Hütter die Luft an.

Einen Backup gibt der Kader nicht her, auch die Option Carlos Salcedo als Notnagel wird als nicht optimal eingestuft. Hütter wird bei Chandler daher genau hinsehen und im Januar sicherlich noch einige Gespräche mit dem Nationalspieler führen. Das Eigengewächs der Eintracht wird genau in seinen Körper hineinhören und einschätzen müssen, ob er dem Team bald schon helfen kann.

Eintracht schaut sich möglicherweise um

Dem Trainer ist das Risiko offenbar zu groß. Er kündigte deshalb an, den Transfermarkt im Blick halten zu wollen: "Wenn es so sein sollte, dass es bei Timmy noch länger dauert, werden wir die Köpfe zusammenstecken und diskutieren, ob wir etwas machen oder nicht." Im Sommer hatte die Eintracht bereits intensiven Kontakt zu Kevin Mbabu von Hütters Ex-Club Young Boys Bern, allerdings kam der Wechsel nicht zustande. Möglicherweise gerät der bis 2020 gebundene Schweizer in diesen Wochen noch einmal in den Fokus der Eintracht.