Ulm bejubelt den Sieg über die Eintracht
Der SSV Ulm schmeißt Eintracht Frankfurt aus dem DFB-Pokal. Bild © Imago

Für Pokalsieger Eintracht Frankfurt ist die Saison im DFB-Pokal bereits nach einer Partie beendet. Die Hessen verlieren nach schwacher Leistung bei Regionalligist SSV Ulm. Gleich zweimal steht der Pfosten im Weg.

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Nach zwei Final-Teilnahmen in Folge hat es die Frankfurter Eintracht in dieser Saison schon in der ersten Runde erwischt. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter blamierte sich am Samstag bei Regionalligist SSV Ulm bis auf die Knochen und muss den DFB-Pokal ab sofort in der Zuschauerrolle verfolgen. Der Titelverteidiger verlor mit 1:2 (0:0), mehr als zwei Pfostentreffer und ein Last-Minute-Tor brachten die Hessen nicht zu Stande. Der Fehlstart in die Saison ist perfekt.

Eintracht zunächst im Glück

Los ging es in Ulm mit einer Frankfurter Schrecksekunde: Nach nicht einmal einer Minute musste sich die Eintracht bei Keeper Frederik Rönnow und der Latte bedanken, dass es nicht früh 1:0 für die Gastgeber stand. Der Ulmer Rechtsverteidiger Lennart Stoll hatte abgezogen, der viel gescholtene Rönnow glänzend reagiert.

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Fischer im heimspiel!

Eintracht-Präsident Peter Fischer ist am Montag im heimspiel! zu Gast. Ab 23.15 Uhr spricht Moderator Markus Philipp über das bittere Pokal-Aus, den Start von Trainer Adi Hütter und die anstehende Bundesliga-Saison.

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Der Regionalliga-Spitzenreiter hielt auch im Anschluss gut mit und stellte die Eintracht immer wieder vor Probleme, der oft zitierte Klassenunterschied war nicht zu erkennen.

Hessische Torgefahr gab es erst gegen Ende der ersten Hälfte. Luka Jovic, der gemeinsam mit Sebastien Haller in der Spitze auflief, traf nach schöner Vorarbeit von Danny Da Costa den Pfosten (36.). Kurz später wackelte dann das Ulmer Tornetz. Da Jovic jedoch im Abseits stand, zählte der Treffer zu Recht nicht (40.).

Zweite Hälfte gehört Ulm

Kurz nach dem Seitenwechsel durfte dann tatsächlich der Außenseiter jubeln. Nach einem von Neuzugang Lucas Torro verschuldeten Freistoß stieg Ardian Morina am höchsten und köpfte an den Pfosten. Den Abpraller verwertete Steffen Kienle zur alles andere als unverdienten Ulmer Führung (48.).

Gleich doppeltes Pech gab es hingegen auf anderen Seite: Zunächst zählte der vermeintliche Ausgleich von Haller wegen einer Abseitsposition nicht (60.), dann rettete erneut das Aluminium für den Viertligisten: Dieses Mal scheiterte Torro mit einem Kopfball am Pfosten.

Und so kam es, wie es kommen musste: Nach einem perfekt vorgetragenen Ulmer Konter entwischte Vitalij Lux Gegenspieler Carlos Salcedo und schob zur Entscheidung ein (74.). Neuzugang Goncalo Paciencia gelang in der 90. Minute zwar noch der Anschlusstreffer, am Frankfurter Pokal-Debakel änderte aber auch das nichts mehr.

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SSV ULM 1846 – EINTRACHT FRANKFURT 2:1 (0:0)

Ulm: Ortag - Stoll, Krebs, Reichert, Schindele - Campagna - Gutjahr, Morina, Nierichlo - Kienle (82. Hoffmann), Lux  (79. Braig)

Frankfurt: Rönnow - Hasebe, Abraham,  Salcedo (78. Müller) - da Costa, Torro (83. Paciencia), de Guzman, Willems (70. Blum), Gacinovic- Haller,Jovic

Tore: 1:0 Kienle (48.), 2:0 Lux (75.), 2:1 Paciencia (90.)
Gelbe Karten: Campagna / Salcedo, Paciencia, Gacinovic

Schiedsrichter: Gerach (Landau)
Zuschauer: 18.440    

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