Armin Reutershahn
Armin Reutershahn ist am Montag um 23.15 Uhr zu Gast im hr heimspiel! Bild © Imago Images

1000 Pflichtspiele hat Eintracht Frankfurts Co-Trainer Armin Reutershahn absolviert. Ausgerechnet vor dem Halbfinale gegen Chelsea schwächelt seine Mannschaft plötzlich. Reutershahn gibt deswegen ein passendes Motto vor.

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Als Armin Reutershahn im Juli 1991 sein erstes Spiel als Co-Trainer bestritt, an der Seite von Friedhelm Funkel für Bayer Uerdingen, war die Fußballwelt auch in England noch eine andere. Der mittlerweile schwerreiche FC Chelsea erholte sich gerade von einer echten Seuchensaison, die er trotz der beiden ersten Millionentransfers nur auf dem elften Platz beendete, hinzu kamen zwei peinliche Pleiten gegen unterklassige Gegner in beiden englischen Pokalwettbewerben.

1000 Spiele später wartet auf Armin Reutershahn ein FC Chelsea, das 2019 hat mit jenem von 1991 nicht mehr viel gemein hat: Stammgast in der Champions League, Stars en masse, Titel noch und nöcher. Ein echtes Karrierehighlight für Reutershahn: "Wir treffen auf eine top Mannschaft, die vor allem vorne überragend besetzt ist. Es wird enges Spiel, wir müssen Geduld haben. Wir freuen uns auf das Halbfinale", so Reutershahn im hr heimspiel! des hr-Fernsehens.

"Müdigkeit gibt‘s jetzt nicht."

Dass seiner Mannschaft ausgerechnet in den entscheidenden Wochen ein wenig die Luft auszugehen scheint, wischt Reutershahn weg. "Es spielt sich alles im Kopf ab", so der 59-Jährige. Aus den letzten drei Bundesligaspielen holte die Eintracht nur zwei Punkte. Nach dem 0:0 am vergangenen Wochenende gegen Hertha BSC sei man "schon enttäuscht gewesen über die Art und Weise, wie wir gespielt haben. Es geht jetzt darum, sich zu konzentrieren, fokussieren, viel zu regenerieren.", so Reutershahn, der direkt das Motto für die kommenden Spiele vorgibt: "Müdigkeit gibt‘s jetzt nicht."

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Zumal der Gegner aus London noch müdere Beine haben dürfte als die Hessen, schließlich haben die Engländer bereits 58 Pflichtspiele in den Knochen. Für Reutershahn ohnehin alles Alibi: "Man kann sich viel einreden. Wenn ich morgens aufstehe und denke ich bin müde, dann bin ich irgendwann auch müde."

„Wir sehen das Endspiel, wir wollen nach Baku.“

Der Druck sei viel eher ein positiver. "Wer hätte das vor der Saison gedacht, dass wir drei Spieltage vor Schluss die Chance haben, Champions League zu spielen. Dass wir die Gruppenphase der Europa League überstehen, Donezk, Mailand und Lissabon ausschalten. Warum soll uns das nicht gegen Chelsea auch gelingen?", so Reutershahn.

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Klar ist: Nach 1000 Spielen macht dem Mann so schnell nichts mehr Angst, auch nicht Chelseas Millionentruppe um Starspieler Eden Hazard, die natürlich eine "richtig gute Mannschaft sind. Aber wir haben auch schon andere gute Mannschaften gehabt. Wir sehen das Endspiel, wir wollen nach Baku."

Das Finale wäre das 1006. Spiel

Sollte das klappen, wäre das Europa-League-Finale das 1006. Pflichtspiel von Reutershahn. "Ich hätte nie gedacht, dass ich heute noch auf dem Platz stehe, und dann auch noch mit dem DFB-Pokal und den ganzen tollen Erlebnissen bei der Eintracht." Und wer weiß, vielleicht kommt im 1006. Spiel ein historisches Erlebnis dazu.