Adi Hütter

Gegen Schalke fehlen der Eintracht in Sébastien Haller, Mijat Gacinovic und wohl auch Sebastian Rode drei wichtige Spieler. Trainer Adi Hütter muss improvisieren - und könnte einen Routinier mal wieder im System verschieben.

Ein Fan der Rotation ist Adi Hütter eigentlich nicht. Ein, zwei Wechsel in der Startformation? Ja. Mehr aber lieber nicht. Gegen Schalke 04 ist der Eintracht-Coach am Samstag (15.30 Uhr) aber zur mittelgroßen Rotation gezwungen. Der Grund: Sébastien Haller und wohl auch Sebastian Rode fallen verletzt aus. Dass Mijat Gacinovic auch nicht rechtzeitig fit wird, macht die Sache nicht gerade leichter. Wie die Frankfurter nun spielen? Das entscheidet sich erst kurzfristig.

Denn der Coach der Eintracht behält seine Planung für sich, geht die möglichen Alternativen noch einmal genau durch. "Über die Nacht werde ich mir meine Gedanken machen, wer auf welcher Position spielt und in welcher Grundordnung", so Hütter. Die wichtigsten Fragen dabei: drei Stürmer oder zwei? Zwei Abräumer auf der Sechs oder einer? Hasebe im defensiven Mittelfeld oder als Libero?

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die komplette Eintracht-Pressekonferenz vor dem Spiel auf Schalke

Adi Hütter
Ende des Audiobeitrags

Platz neben Fernandes ist verwaist

Die zentrale Frage dreht sich um den Angriff. Denn den Sturm muss der 49-Jährige so oder so umstellen. Die simpelste Möglichkeit wäre, Goncalo Paciencia für Haller zu bringen. Ein Eins-zu-eins-Tausch. Ante Rebic würde in diesem Fall wieder hinter die Doppelspitze rutschen. Setzt Hütter nicht auf Paciencia, könnte Jonathan de Guzmán ins Team rutschen. Der Mittelfeld-Allrounder wäre jedoch auch eine Möglichkeit für die Position neben Gelson Fernandes auf der Doppel-Sechs.

Weitere Informationen

Eintracht im heimspiel!

Das Spiel der Eintracht ist auch Thema in den heimspiel!-Sendungen des hr-fernsehens am Samstag (17.15 Uhr) und am Sonntag (22.05 Uhr). Am Montag (23.15 Uhr) ist Ex-Eintracht-Trainer Felix Magath zu Gast im Studio.

Ende der weiteren Informationen

Denn dieser Platz ist am Samstag wohl auch verwaist. Durch den nahezu sicheren Ausfall von Rode fehlt im Maschinenraum der Eintracht ein Nebenmann von Fernandes. Hier kommen gleich mehrere Spieler in Frage: Jetro Willems, ebenjener de Guzmán oder Lucas Torró. Der lange Zeit verletzte Spanier wird definitiv wieder im Kader der Frankfurter sein. Das bestätigte Hütter bereits am Freitag.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Beide sicher nicht dabei"

Adi Hütter
Ende des Audiobeitrags

Hütter: "Es lässt sich kein Spieler hängen"

Eine weitere Möglichkeit für die Rode-Position: Makoto Hasebe. Der Japaner könnte mal wieder im zentralen Mittelfeld aushelfen. In diesem Fall wäre sein Platz in der Dreierkette frei - die Chance für David Abraham. Der Kapitän trainiert seit zwei Wochen wieder komplett mit. Würde Hasebe auf die Sechs rücken, wäre Martin Hinteregger als Libero die erste Wahl und Abraham sein Nebenmann.

Egal, wie es Hütter am Ende angeht, bei einer Sache kann er sich sicher sein: Rotation erzeugt Energie. Denn der Eintracht-Coach weiß zu berichten: "Es lässt sich kein Spieler hängen. Wichtig ist, dass die, die nicht spielen, im Training Druck aufbauen – und das tun sie." Stimmt das, ist es am Ende gar nicht so wichtig, für welche Aufstellung sich Hütter entscheidet. Dann funktioniert die Rotation so oder so.