Eintracht-Mittelfeldspieler Ajdin Hrustic trifft hier technisch perfekt zum 2:1.

Ajdin Hrustic hat sich mit zwei Treffern im Testspiel gegen RC Straßburg in den Fokus geschossen. Der Australier kann in dieser Verfassung ein wichtiger Faktor für Trainer Oliver Glasner werden.

Audiobeitrag

Audio

Audioseite Eintracht verliert Test gegen Straßburg

Ajdin Hrustic jubelt im Spiel gegen Straßburg.
Ende des Audiobeitrags

Es lief die sechste Minute im Duell zwischen Eintracht Frankfurt und RC Straßburg. Nach einem langen Ball setzte Filip Kostic die gegnerische Abwehr unter Druck und erzwang so einen unkontrollierten Kopfball in die Mitte. Die Eintracht schaltete sofort in den "One-Touch-Modus" um. Torschütze Ajdin Hrustic erklärte den Führungstreffer nach Abpfiff: "Ich habe den Ball sofort auf Amin Younes gespielt und er hat Filip geschickt. Ich habe gesehen, dass es am zweiten Pfosten viel Raum gab. Daichi Kamada ist zum ersten Pfosten gegangen, ich habe aufgezogen und wusste, dass die Flanke dorthin kommt."

Hrustic überzeugt mit einem Doppelpack

Der Australier streute ein Sonderlob ein: "Wir alle kennen Filip und seinen großartigen linken Fuß. Großes Kompliment an ihn. Er hat geflankt und ich konnte das Tor mit dem rechten Fuß erzielen." Das Duo zeichnete sich auch verantwortlich für den zweiten Treffer, diesmal verwertete Hrustic ein flaches Zuspiel in den Rückraum mit seinem starken linken Fuß.

Frisch geduscht und eingepackt in einem T-Shirt mit dem Aufdruck "Air Jordan" blickte der 25-Jährige auf einen starken Auftritt zurück. Gelingen ihm so große Sprünge wie dem früheren Weltklasse-Basketball Michael "Air" Jordan? Das wäre nach zwei Wochen im Mannschaftstraining und einem guten Auftritt noch zu weit gefasst.

Glasner lobt Hrustic

Aber Hrustic schickt sich an, zum ersten echten Gewinner der Vorbereitung unter dem neuen Trainer Oliver Glasner aufzusteigen. Natürlich haben auch schon die neuen Youngster wie Ali Akman, Fabio Blanco oder Rodrigo Zalazar in den ersten Wochen verheißungsvolle Ansätze gezeigt.

Doch der bereits im Endspurt der vergangenen Saison auffällige Hrustic war bei einem ernstzunehmenden Test voll da, er zeigte bei der Niederlage unabhängig seines Doppelpacks eine starke Partie im zentralen Mittelfeld. "Er hat eine sehr positive Entwicklung genommen. Ajdin ist wahnsinnig ehrgeizig. Er versucht Dinge, die wir ihm an die Hand geben, umzusetzen", lobte Glasner seinen Schützling.

Kandidat für die Startelf?

Hrustic habe als Absicherung geglänzt und das Spiel zugleich zum richtigen Zeitpunkt beschleunigt und zudem noch wichtige Zweikämpfe gewonnen: "Er hatte mehrere Aufgaben zu erledigen. Das Sahnehäubchen sind dann solche Tore aus dem Rückraum." Die deutlich bessere erste Halbzeit wird eng mit seinem Namen verbunden, erst nach vielen Wechseln stotterte der Eintracht-Motor. Ist der Nationalspieler damit automatisch ein Kandidat für die erste Elf?

"Du hast keine Garantie auf die Startelf, außer du spielst wie Kostic und bereitest 15 bis 20 Tore vor. Aber ich gebe alles, was ich kann", wehrte Hrustic zwar ab. Doch das Potenzial ist unbestritten erkennbar. Der Mittelfeldspieler hat körperlich deutlich zugelegt, er wirkt selbstbewusster und zielstrebiger in seinen Aktionen.

Flexibilität als großer Vorteil

Und die Flexibilität ist dabei ein nicht zu unterschätzender Faktor. "Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt. Es ist mir egal, ob im defensiven, zentralen, offensiven Mittelfeld oder auf dem Flügel. Ich bin für alles offen", betonte Hrustic. In neuer Rolle jedenfalls scheint er derzeit gut aufgehoben. Und wenn Hrustic dann noch trifft, kann er zukünftig sehr wertvoll werden für die Eintracht.