Ante Rebic im Einsatz für die kroatische Fußball-Nationalmannschaft
Bei der Eintracht hoffen sie alle, dass Ante Rebic mit Kroatien das Finale erreicht. Bild © picture-alliance/dpa

Ante Rebic ist der letzte Eintracht-Profi, der noch bei der WM dabei ist. Seine Teamkollegen nehmen sich am Mittwoch im Trainingslager Zeit, um ihn gemeinsam vor dem Fernseher anzufeuern.

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"Einer für alle, alle für einen." Das Motto der drei Musketiere gilt in leicht abgewandelter Form zurzeit auch bei der Frankfurter Eintracht. Einer, das ist Ante Rebic, der sich als einzig verbliebener Eintracht-Profi noch Hoffnungen auf den Gewinn der Weltmeisterschaft in Russland machen darf. Alle anderen sind im Trainingslager in den USA und drücken dort gemeinsam ihrem Teamkollegen die Daumen. Alle für Ante.

In Salt Lake City wird der Mittwoch in etwa so ablaufen: Um 10 Uhr Ortszeit (18 Uhr deutscher Zeit) steht das erste Training auf dem Programm. Zweieinhalb Stunden später versammelt sich die komplette Mannschaft plus Staff dann erneut – vor dem Fernseher.

Rebic "hat den Titel verdient"

"Wir schauen zusammen. Das ist doch eine schöne Uhrzeit", kündigte Sportvorstand Fredi Bobic im Gespräch mit dem hr-sport an. Dass das Team ihrem "Bruda" dabei kräftig die Daumen drückt, versteht sich von selbst. "Wir wünschen uns, dass er ins Finale einzieht und noch einen Pokal holt", sagte Verteidiger Timothy Chandler, der sich mit den USA nicht für die WM qualifizieren konnte.

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Neid oder Eifersüchteleien haben im Eintracht-Kollektiv keinen Platz. "Ante ist echt ein super Junge, hat letztes Jahr ein Riesenjahr bei uns gehabt und zeigt jetzt einfach bei der WM, wie gut der Junge eigentlich ist", so Außenbahnspieler Danny da Costa. Den WM-Titel habe sich Rebic "auf jeden Fall verdient".

Eintracht schickt "Posts oder Fotos"

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Ante Rebic bejubelt seinen Treffer gegen Argentinien

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ante Rebic in aller Munde

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Schon von Turnierbeginn an haben Frankfurts Profi-Kicker Ante Rebic Mut zugesprochen, Glück gewünscht und ihn nach jedem Tor und Sieg gefeiert. "Ich glaube, wir schreiben ihm jeden Tag und er erzählt, wie toll und wie geil das alles für ihn ist", erzählte da Costa. Sportvorstand Bobic lobte in diesem Zusammenhang die sozialen Medien. Da würde die Eintracht dem Ante immer "Posts – wie man heutzutage sagt –" schicken oder Fotos. "Er antwortet auch immer. Der schaut da schon drauf und freut sich drüber."

Dass auch andere Vereine ganz genau "drauf schauen", was Rebic da bei der WM so veranstaltet, könnte für die Eintracht noch zum Problem werden. Denn auch wenn noch keine Anfragen oder Angebote für den Kroaten bei den Hessen eingegangen sind, ist damit zu rechnen, dass dies noch in dieser Sommerpause geschieht. An der Unterstützung der Eintracht würde aber selbst ein Wechsel des Angreifers nichts ändern. "Ich sage ihm auch Glückwunsch, wenn er nicht mehr nach Frankfurt zurückkehrt", stellte Timothy Chandler klar.