Thomas Berthold
Thomas Berthold Bild © picture-alliance/dpa

Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller mit Anthony Yeboah und Co. vergleichen? Nicht, wenn es nach Thomas Berthold geht. Der Ex-Profi und heutige Experte rät der Frankfurter Eintracht außerdem zu dem einen oder anderen Transfer in der Winterpause.

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Zwischen 1982 und 1987 war Ex-Profi Thomas Berthold für Eintracht Frankfurt aktiv. Später folgten Stationen unter anderem beim AS Rom, FC Bayern München und dem VfB Stuttgart. Heute ist der frühere Abwehrspieler als TV-Experte bekannt. Am Montag analysierte er im heimspiel! des hr-fernsehens die aktuelle Lage der Eintracht.

Das sagt Berthold über …

… den Zeitpunkt der Eintracht-Niederlage gegen Wolfsburg: "Es gibt nie einen richtigen Zeitpunkt für eine Pleite. Dass irgendwann mal eine Serie reißt, war allen klar. Es gab ein paar Kleinigkeiten, die nicht so funktioniert haben wie in der Vergangenheit. Das Passspiel war nicht sauber, ein bisschen Spielglück hat gefehlt."

… Punkte, in denen die Eintracht momentan gute Arbeit leistet: "Man sieht eine klare Spielphilosophie. Sie steht hinten sehr gut, das Umschaltspiel funktioniert ganz hervorragend. Und gerade die drei da vorne: Wenn sie einen guten Tag haben, können sie gegen jeden treffen. Das macht die Mannschaft so unberechenbar. Es gibt nicht viele Mannschaften in der Bundesliga, die so ein Trio vorne drin haben. Aber es wird entscheidend sein, dass man jetzt bis zur Winterpause ein paar Punkte mitnimmt und dann gut vorbereitet in die Rückrunde startet. Das war in den letzten Jahren so ein bisschen das Manko, dass es da oft einen kleinen Einbruch gab. In der Rückrunde verändern sich viele Dinge. Für einige Mannschaften geht es um den Abstieg, für einige um die Meisterschaft, einige wollen in die Champions League."

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… die Vergleiche von Luka Jovic, Ante Rebic und Sébastien Haller mit Anthony Yeboah, Uwe Bein und Andreas Möller: "Die drei waren schon etwas ganz Besonderes. Das war vielleicht spielerisch mit die beste Mannschaft, die die Eintracht je hatte. Das waren drei Vollgranaten. Es ist schön für die jetzigen, dass man solche Vergleiche zieht – aber das war noch einmal eine andere Liga."

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… mögliche Transfers in der Winterpause: "Es gibt ein paar Positionen auf den Außenbahnen oder im zentralen Mittelfeld, da besteht schon Nachholbedarf. Wenn da jetzt noch etwas passiert, dann wird die Luft schon dünn. Im Winter ist es aber generell schwer, einen Spieler zu bekommen, der dir weiterhilft. A) ist das eine Kostenfrage und B) die Guten bekommst du sowieso nicht. Es wird wahrscheinlich eher in die Richtung gehen, dass man bei einem ganz großen Verein guckt, wer da so in der zweiten Reihe steht."

… die Chancen von Danny da Costa auf eine Nationalmannschaftsnominierung: "Auf der Außenverteidigerposition haben wir sowieso nicht so viele im Angebot, das haben die letzten Turniere gezeigt – sowohl links, als auch rechts. Er ist sehr athletisch, hat einen guten Zug und eine gute Flanke. Wenn er ein, zwei Jahre auf diesem Niveau spielt, dann kann er sich durchaus Hoffnungen machen, nominiert zu werden."

… die Arbeit von Eintracht-Trainer Adi Hütter: "Ganz hervorragend. Es ist eine neue Liga für ihn. Er hatte eine Mannschaft übernommen, die aus der defensiven Kompaktheit kam und sich jetzt spielerisch entwickelt hat. Es wird mehr Fußball gespielt als in den letzten Jahren. Und ich habe den Eindruck, dass auch die Spieler besser werden. Das sind alles so Kriterien, wo ich sage: Es ist ein Trainer da, der einen klaren Plan hat, es gibt eine klare Spielidee."