Jubelnde Eintracht-Spieler nach dem Sieg in Freiburg
Sebastien Haller und Nicolai Müller machten beim SC Freiburg den Unterschied aus. Bild © picture-alliance/dpa

Die Frankfurter Eintracht hat beim Gastspiel in Freiburg die Pokalblamage abgeschüttelt und ist mit einem Erfolg in die neue Saison gestartet. Zwei Offensivspieler machten den Unterschied im Breisgau aus.

Videobeitrag

Video

zum Video hr-Reporter: drei entscheidende Spieler

Ende des Videobeitrags

Die Frankfurter Eintracht erarbeitete sich am Samstag ein 2:0 (1:0) beim SC Freiburg. Trainer Adi Hütter hat vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen am kommenden Samstag (15.30 Uhr) wieder etwas mehr Ruhe. Neuzugang Nicolai Müller traf bei seinem Startelfdebüt für die Hessen in der zehnten Minute zur Führung, Sébastien Haller erzielte das 2:0 (82. Minute).

Drei Stammspieler fehlten - Vier Neuzugänge starten

Die Gastgeber aus Freiburg waren vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion auch ohne Trainer Christian Streich an der Seitenlinie lange die bessere Mannschaft mit den klareren Gelegenheiten, doch die Eintracht zeigte sich im Abschluss cleverer.

Weitere Informationen

Eintracht im heimspiel!

Einen Spielbericht und Interviews von der Partie der Frankfurter Eintracht sehen Sie am Sonntag ab 22.05 Uhr im hr-heimspiel!

Ende der weiteren Informationen

Dabei mussten die Frankfurter im Breisgau erneut auf Kroatiens Vizeweltmeister Ante Rebic und den angeschlagenen David Abraham verzichten. Wegen einer Grippe fehlte zudem Makoto Hasebe in der Abwehr, so dass Hütter nach dem peinlichen 1:2 gegen den Regionalligisten SSV Ulm 1846 mit den vier Neuzugängen Evan N'Dicka, Lucas Torró, Frederik Rönnow und Müller startete.

Eintracht übersteht druckvolle Anfangsphase

Der am Montag vom Hamburger SV verpflichtete Serbe Filip Kostic musste noch eine Stunde auf seinen Einsatz warten. Müller hingegen durfte mit einem präzisen Flachschuss nach Vorlage von Haller den ersten Akzent setzen und hielt beim Jubeln vor der Frankfurter Bank das Trikot mit der Nummer 22 des noch lange verletzten Timothy Chandler in die Höhe. Bis dahin mussten die mitgereisten Eintracht-Fans bei sehr guten Chancen der Freiburger mehrfach tief Luft holen.

Videobeitrag

Video

zum Video Pressekonferenz nach dem Eintracht-Sieg in Freiburg

Ende des Videobeitrags

Florian Niederlechner und zweimal Nationalspieler Nils Petersen trafen aber nicht. Wie schon beim Pokalsieg nach Elfmeterschießen gegen Energie Cottbus in der ersten Runde am Montag war die Chancenverwertung des SCF mangelhaft.

Hallers Treffer sorgt für Diskussionen

Frankfurt befreite sich nach dem Tor etwas aus der Umklammerung, kam durch Mijat Gacinovic aber lange nur noch zu zwei weiteren sehr guten Chancen (38./74). Freiburg dagegen versuchte nach einer schwächeren Schlussphase in Halbzeit eins mit einigen fahrlässigen Ballverlusten auch nach dem Seitenwechsel planvoll vors Tor der Frankfurter zu kommen.

Das gelang mehrfach, aber jedes Mal scheiterten Niederlechner, Petersen und Co an der eigenen Schludrigkeit. Frankfurt verlegte sich bei inzwischen nasskaltem Regenwetter aufs Verteidigen und traf durch Haller zur Entscheidung.

Doch dieser Treffer sorgte wegen der Vorgeschichte für Diskussionen. Denn als Kostic angeschlagen am Boden lag, wollte Rönnow den Ball ins Aus schießen. Das misslang und die Freiburger schoben den Ball letztlich über die Seitenauslinie und so beklagten die Gastgeber danach unfaires Verhalten, weil sie den Ball zurückerwartet hatten. Sportvorstand Fredi Bobic hatte dafür kein Verständnis, es sei ein Frankfurter Ball gewesen. Der Freiburger Kapitän Mike Frantz suchte keine Ausrede: "Wir hatten genug Leute hinter dem Ball. Wegen dieser Szene haben wir das Spiel nicht verloren."

Weitere Informationen

SC FREIBURG - EINTRACHT FRANKFURT 0:2 (0:1)

Freiburg: Schwolow - Stenzel, Gulde, Heintz, Günter - Höfler - Gondorf - Waldschmidt (69. Terrazzino), Frantz - Petersen, Niederlechner (73. Höler) 

Frankfurt: Rönnow - da Costa, N'Dicka, Salcedo, Willems - Fernandes, Torro -  Müller (73.de Guzman), Gacinovic (88. Blum), Tawatha (69. Kostic) - Haller    
        
Tore:
0:1 Müller (10.), 0:2 Haller (82.)                 

Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)        
Zuschauer: 24.000    

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am Sonntag, 26.8.2018, 22.05 Uhr