Eintracht-Trainer Oliver Glasner applaudiert den mitgereisten Fans nach dem Pokal-Aus in Mannheim

Trainer Oliver Glasner hat seine Feuertaufe bei Eintracht Frankfurt verpatzt. Vieles beim Debüt des Österreichers dürfte den Fans aus den vergangenen Jahren bekannt vorgekommen sein.

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"So wie Adi Hütter?" Es war dieser Satz, mit dem Trainer Oliver Glasner in der vergangenen Saison klarmachte, warum er einen Verbleib beim VfL Wolfsburg nicht garantieren wollte. Hütter nämlich hatte öffentlich bekanntgegeben, über die Saison hinaus Coach von Eintracht Frankfurt zu bleiben – und musste nur wenige Wochen später seinen Weggang nach Gladbach erklären. "So wie Adi Hütter?" dürfte sich am Sonntag aber auch der eine oder andere Fan gefragt haben, als die Eintracht aus der ersten Runde des DFB-Pokals ausschied.

Erinnerungen an Rebic

Immerhin spielte die Eintracht auch vor zwei Jahren unter dem damaligen Trainer Hütter schon im Pokal in Mannheim. Nach 0:2-Rückstand drehten die Hessen damals auf und gingen in einer munteren Partie und nach drei Toren von Ante Rebic mit 5:3 als Sieger vom Platz.

Das mit dem 0:2-Rückstand bekam Frankfurt auch in diesem Jahr hin. Nach einer mäßigen und torlosen ersten Hälfte gingen die Mannheimer kurz nach dem Seitenwechsel durch einen Doppelschlag von Marcel Seegert (48. Minute) und Joseph Boyamba (52.) 2:0 in Führung. Die Eintracht-Aufholjagd blieb in diesem Jahr aber aus, was sicherlich auch daran lag, dass Martin Hinteregger mit Gelb-Rot vorzeitig duschen musste (62.). Im Anschluss durfte sich der Bundesligist bei Schlussmann Kevin Trapp bedanken, dass es auch beim Schlusspfiff nur 0:2 stand.

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Erinnerungen an Ulm

"Der Sieg von Mannheim war verdient, so ehrlich müssen wir sein", suchte Glasner nach verpatztem Debüt gar nicht erst nach Ausreden. "Wir werden mit uns hart ins Gericht gehen und das Spiel analysieren. Wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln." Was man eben so sagt, wenn man als Bundesligist in der ersten Pokalrunde die Segel streichen muss.

Auch das passiert den Hessen übrigens nicht zum ersten Mal. Vor drei Jahren war im Pokal-Auftakt ebenfalls gleich Endstation. Das 1:2 beim SSV Ulm war das erste Pflichtspiel von Trainer Adi Hütter. Schon da legte sich die eine oder andere Fan-Stirn in Sorgenfalten. Wie jetzt bei Oliver Glasner und seinem Team.

Trapp macht Mut

"Es durfte sich eigentlich nie die Frage stellen, wer weiterkommt. Trotz allem haben wir es nicht geschafft", sagte der machtlose Trapp am Sonntag in Mannheim, hatte aber auch einen Mutmacher im Gepäck: "Das ist der Eintracht schon das eine oder andere Mal passiert. Die Entwicklungen danach sind jedem bekannt."

Nach dem Aus beim SSV Ulm spielte die Eintracht eine denkwürdige Saison 2018/19, scheiterte in der Europa League erst im Halbfinale am FC Chelsea und qualifizierte sich als Tabellen-7. der Bundesliga erneut fürs europäische Geschäft. "Genau so müssen wir es angehen", fordert Trapp mit Blick auf den Bundesliga-Saisonstart kommende Woche. So wie damals unter Adi Hütter.

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Das heimspiel! ist zurück

Neue Spieler, neuer Trainer und das Pokal-Aus: Über die neue Saison von Eintracht Frankfurt gibt es viel zu besprechen. Ab Montag machen wir das wieder im heimspiel. Zu Gast am 9. August (23.30 Uhr und davor schon in der Mediathek) sind Basti Red von FB 2000 und Yannick Hüber (Bild-Zeitung).

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