Eintracht Frankfurt Kohr Gladbach

Nur noch fünf Punkte trennen Eintracht Frankfurt vor dem Relegationsrang - und am Samstag geht es zu den Bayern. Die Lage ist kritisch. Sportdirektor Bruno Hübner strahlt jedoch Überzeugung aus.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hübner: "Wir müssen die Qualität abrufen"

Bruno Hübner von Eintracht Frankfurt
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Die Pause war lang. Richtig lang. So lang, dass sich manch ein Fußball-Fan nach dem Ende der Corona-Pause bei der Frage ertappte: Wie zur Hölle sieht nochmal die Bundesliga-Tabelle aus? Welcher Verein steht wo? Wie viele Punkte Abstand sind es zu diesem und jenem Platz? Fragen, die im normalen Rhythmus klar sind, mussten mit einem frischen Blick auf das Tableau erst einmal geklärt werden. Und bei Fans von Eintracht Frankfurt war dieser Blick, besonders nach der ersten Bundesliga-Geisterspiel-Pleite gegen Gladbach, alles andere als schön. Denn der Relegationsrang ist gefährlich nah.

Nur noch fünf Punkte trennen die Hessen vor Platz 16, auf dem sich aktuell Fortuna Düsseldorf befindet. Viel ist das nicht. Und am Samstag (18.30 Uhr) geht es für das Team von Trainer Adi Hütter zum Rekordmeister nach München. Man muss kein Pessimist sein, um zu prognostizieren, dass es auch dort schwer wird zu punkten. Nach diesem Bundesliga-Spieltag gehört das Wort "Abstiegsgefahr" bei den Hessen wieder zum Wortschatz.

"Wir werden nicht in Abstiegsgefahr geraten"

Einer, der das nicht so sieht, ist Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner. "Wir werden nicht in Abstiegsgefahr geraten", betont er. "Wir sind davon überzeugt, dass die Situation das nicht hergibt." Kurz formuliert also: Abstiegsgefahr? Welche Abstiegsgefahr? Ganz so einfach sollten es sich die Frankfurter aber nicht machen.

Denn besonders die Hinrunde zeigte, wie schnell es gehen kann. Damals war der Hinrunden-Sieg gegen die Bayern der letzte Sieg vor der Winterpause. Was folgte, war eine rasante Talfahrt, garniert mit mehreren unterirdischen Auftritten gegen Kontrahenten aus dem unteren Tabellendrittel.

Hübner vertraut Hütter

Hübner hat demnach freilich recht, wenn er darauf verweist, gegen welche namhaften Gegner die Eintracht in der Rückrunde bislang alles gespielt hat. Nur: Die Hinrunde hat bewiesen, dass vor allem die Gegner auf Augenhöhe - oder darunter - den Hessen weh tun - und nicht anders herum.

Sollte sich das auch in den Geisterspiel-Wochen bestätigen, wird das Szenario Abstiegskampf die Frankfurter schneller ereilen, als ihnen lieb sein dürfte. Hübner jedoch bleibt ruhig - und vertraut in dieser Sache voll und ganz seinem Trainer. "Wir stehen zu hundert Prozent hinter Adi Hütter", betont der Eintracht-Sportdirektor.

Der Grund dafür: "Adi hat uns immer wieder zurück in ruhiges Fahrwasser geführt." Das wird auch in den kommenden Wochen notwendig sein. Sonst wird der Blick auf die Bundesliga-Tabelle am Ende der Corona-Geisterspieltage deutlich schlimmer als er davor war.