Adi Hütter

Noch im Februar hatte sich Trainer Adi Hütter zu Eintracht Frankfurt bekannt, nun steht sein Wechsel nach Gladbach fest. Der 51-Jährige erklärt seinen Wortbruch, dem er auch etwas Positives für den Verein abgewinnen kann.

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Audioseite Philipp Hofmeister kommentiert den Wechsel von Adi Hütter

Collage: Eintracht-Trainer Adi Hütter im Vordergrund, das Logo von Borussia Mönchengladbach im Hintergrund.
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Der zu Borussia Mönchengladbach wechselnde Trainer Adi Hütter hat um Verständnis gebeten für seine frühere Aussage, er werde bei Eintracht Frankfurt bleiben. "Zum damaligen Zeitpunkt war das auch die Situation. Aber natürlich haben sich auch gerade nach dem Interview viele Dinge verändert", sagte Hütter der Bild-Zeitung.

"Ich glaube, das hat man mir auch angemerkt"

Ende Februar hatte der 51 Jahre alte Österreicher auf die Frage nach seiner Zukunft bei den Frankfurtern den Satz gesagt: "Ich bleibe." Seitdem hatte er diese klare Aussage nicht mehr wiederholt, entsprechenden Nachfragen wich er seit Bekanntwerden des ersten Gladbach-Gerüchts vor knapp zwei Wochen immer wieder aus.

"Fredi Bobic hat bekundet, dass er geht. Ich habe ein Angebot von Borussia Mönchengladbach bekommen und dann über diese Möglichkeit nachgedacht. Ich glaube, das hat man mir auch angemerkt in den letzten Wochen", sagte Hütter nun und ergänzte: "Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein gerader und ehrlicher Mensch bin. Deswegen ärgert es mich schon, dass es jetzt nicht gut aussieht."

Ruhe für die Mannschaft

Er betonte aber auch, dass man "nach einer Niederlage in Bremen und vor einer turbulenten Woche um die Mannschaft herum Ruhe geschaffen und elf Punkte aus den folgenden Spielen geholt" habe. "Wenn dieser kurze Satz im Sinne meines Arbeitgebers dazu beigetragen hat, dass Eintracht Frankfurt erfolgreich durch diese Zeit gekommen ist, dann nehme ich das in Kauf", sagte Hütter. Zuvor hatten beide Vereine am Dienstag bestätigt, dass Hütter zur kommenden Bundesliga-Saison von der Eintracht zum Ligarivalen aus Mönchengladbach wechselt.

Er könne die "Enttäuschung der Fans auch verstehen", sagte er. Es gehe aber "nicht um Adi Hütter, sondern um Eintracht Frankfurt. Und wir haben gemeinsam ein großes Ziel. Dafür geben wir alles." Frankfurt hat als Vierter mit sieben Zählern Vorsprung auf Rang fünf gute Chancen auf die erstmalige Champions-League-Qualifikation.