Almamy Toure von Eintracht Frankfurt

Bei Eintracht Frankfurt bastelt Trainer Adi Hütter an einer möglichen Stammelf für die kommende Saison. In der Abwehr hofft Almamy Touré auf zahlreiche Startelfeinsätze. Sein Motto: Weniger soll mehr sein.

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Almamy Toure Eintracht Frankfurt still
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Geht es um die eigene sportliche Perspektive, bleibt Almamy Touré seiner Grundüberzeugung treu – auch mit Blick auf die anstehende Saison. "Eigentlich ist die Marschroute genauso wie immer: Man muss sich anbieten, hart an sich arbeiten, um seine Einsatzzeiten kämpfen", sagte der Verteidiger von Eintracht Frankfurt am Mittwoch. "Ich werde auf jeden Fall versuchen, meine Spielminuten zu sammeln. Die Chance ist da. Es liegt an mir, sie am Schopf zu packen."

Warum der 24-Jährige so zurückhaltend argumentiert? In der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit stand er zwar 18 Mal in der Frankfurter Startelf, einen Stammplatz hatte er aber sowohl zwischendurch als auch am Ende der Runde nie sicher. Hinzu kommt nun: Weil die Eintracht in der kommenden Saison nicht im Europacup spielen und daher keiner Dreifachbelastung ausgesetzt sein wird, ist Trainer Adi Hütter weniger zur Rotation gezwungen. Ein Umstand, der es Touré nicht leichter machen dürfte. Oder doch?

Dreier- oder Viererkette? "Beides ist möglich"

"Ich glaube, an dem Grundsätzlichen ändert sich erst einmal nichts", sagte der Franzose selbstbewusst. "Es sind zwar weniger Spiele, die da auf uns warten – aber es wird erst recht darauf ankommen, gut und konstant seine Leistung zu bringen. Ich nehme diesen Druck positiv auf." Nicht ganz unerheblich ist für Touré, ob sich Coach Hütter in der Abwehr für eine Dreier- oder eine Viererkette entscheidet.

Im Hauptberuf ist der Profi Innenverteidiger, insbesondere natürlich in einer Dreierkette. Bei der Variante mit vier Abwehrspielern kann er aber auch auf die rechte Seite ausweichen. "Beides ist möglich", sagte Touré, wohl wissend, dass der Konkurrenzkampf groß ist und die Eintracht bei einem Ausfall von Abwehrchef David Abraham, der am Mittwoch aber bereits wieder ein paar Runden drehte, personelle Alternativen gut gebrauchen kann. In der Abwehrzentrale wäre der 24-Jährige auch weit genug von der rechten Außenbahn weg. Die Rolle dort ist für ihn "ungewöhnlicher", wie er selbst sagte.

Touré: "Muss ein geringeres Risiko eingehen"

Apropos Hütter: Um die Fehler im Passspiel möglichst auf ein Minimum zu reduzieren, gab und gibt es viele Gespräche zwischen Profi und Cheftrainer. "Es war natürlich so, dass ich mich erst einmal an die Dreierkette gewöhnen musste", sagte Touré.

"Ich musste für mich einsehen, dass ich im eigenen Spielaufbau ein geringeres Risiko eingehen muss. Jetzt weiß ich klipp und klar, worauf es ankommt." Klingt nach einer weiteren Grundüberzeugung, bei der es sich lohnen könnte, ihr treu zu bleiben.