Amin Younes Eintracht Frankfurt

Will Amin Younes Eintracht Frankfurt verlassen? Ein Bild-Bericht legt das zumindest nahe. Ganz abwegig scheint das nicht, es geht dem Mittelfeld-Dribbler um Wertschätzung. Die Hessen haben nun mehrere Optionen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Younes will Wertschätzung und denkt über Abschied nach

Amin Younes
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Er ist gerade im Fokus. Freilich nicht alles, aber doch vieles bei Eintracht Frankfurt dreht sich aktuell um Amin Younes, den begnadeten Dribbelkünstler, der im Mittelfeld der Hessen eigentlich die Fäden ziehen sollte. Einerseits ist der Nationalspieler deswegen im Fokus, weil ihn - mal wieder - Verletzungen zurückwerfen, andererseits auch deswegen, da einmal mehr unklar ist, ob Younes überhaupt in Frankfurt bleibt.

Am frühen Dienstagabend platzte eine Meldung der Bild-Zeitung herein, in der es hieß, dass der Mittelfeld-Regisseur dem Verein schon mitgeteilt habe, dass er die Hessen verlassen möchte. Sein Ziel: Dubai. Was erst einmal mindestens abwegig klingt, ist es auf den zweiten Blick gar nicht so sehr.

Younes geht es um Wertschätzung

Ein Berater des 27-Jährigen soll die Abwanderungswünsche seines Klienten in der Szene platziert haben. Das macht den Inhalt aber nicht weniger glaubhaft. Denn Younes geht es in Frankfurt um Wertschätzung. Und im Fußball definiert sich Wertschätzung eben auch über den finanziellen Aspekt. Eine mögliche Gehaltserhöhung steht dabei im Raum, der Dribbler hatte bei seinem Wechsel zur Eintracht auf eine Menge Geld verzichtet.

Die Hessen müssten sich das jedoch genau überlegen, immerhin wurde Younes auch in Frankfurt immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison absolvierte er nur 16 Spiele von Beginn an und lediglich ein einziges über die volle Distanz. Ob das reicht für eine Gehaltserhöhung? Genau diese Frage stellen sie sich gerade in Frankfurt.

"Die Eintracht ist Amins erster Ansprechpartner"

Die zweite Möglichkeit der Eintracht, Leihspieler Younes die Wertschätzung zu zeigen, die er möchte: eine vorzeitige feste Verpflichtung vom SSC Neapel. Im Raum steht dabei eine Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro. Die Eintracht hat in dieser Causa aber überhaupt keine Eile, im Gegenteil: Zieht sie die Option bereits jetzt, fehlt den Hessen diese Summe in der aktuellen Transfer-Periode. Younes aber pocht dem Vernehmen nach auf ein Zeichen. Das erklärt auch die aktuelle Berichtslage.

Nun hat der Nationalspieler aber mehr als einen Berater. Marijo Knez, ebenfalls für Younes zuständig, erklärte noch am Dienstag im Gespräch mit dem Sportinformationsdienst: "Im Vordergrund steht, dass wir in einem sehr guten und konstruktiven Austausch mit Eintracht und speziell mit Markus Krösche stehen. Die Eintracht ist Amins erster Ansprechpartner und erste Option." Nach Informationen des hr-sport passiert aktuell genau das: Krösche, die Berater und Younes reden miteinander, um in der Frage eine Lösung zu finden.

"Hafen" Frankfurt?

Das klingt dann schon eine Spur zurückhaltender und ein wenig wie der Versuch, die Wogen zu glätten. Immerhin hatte Younes noch vor gar nicht all zu langer Zeit gesagt, dass Frankfurt "sein Hafen" sei, den er nun gefunden habe. Auch sein Bekenntnis zur Eintracht, den Fans und dem Umfeld rund um das Ein-Jahr-Gedenken zum Attentat von Haunau passt nicht ganz in die Geschichte des nun abwanderungswilligen Younes.

"Er fühlt sich in Frankfurt grundsätzlich sehr wohl - nicht nur in der Mannschaft, sondern auch in der Stadt. Er ist topmotiviert und freut sich auf die anstehende Bundesliga-Saison", betonte daher nun auch Knez. Wie viel Wahrheit in dieser Aussage steckt, dürfte sich in der nächsten Zeit zeigen. Denn das Thema Younes bei der Eintracht scheint gerade erst begonnen zu haben.