Szene aus dem Gladbach-Spiel der SGE

Eintracht Frankfurt kehrt mit einer Niederlage aus der Corona-Pause der Bundesliga zurück. Gegen Borussia Mönchengladbach geraten die Hessen am Samstag früh ins Hintertreffen. Sehr früh.

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Eintracht Pressekonferenz
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Tribünen ohne Fans, Tore ohne Ekstase – und Eintracht Frankfurt ohne Power: Das Ende der Corona-Pause und die Rückkehr in den Spielbetrieb hat sich für den hessischen Fußball-Bundesligisten als sportlich haarsträubende Angelegenheit entpuppt. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter verlor ihr Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagabend mit 1:3 (0:2).

Die Gäste schockten die Eintracht dabei mit einem Blitzstart: Alassane Pléa (1. Spielminute) sowie Marcus Thuram (7.) erzielten die frühen Tore der Fohlen, Ramy Bensebaini erhöhte später per Foulelfmeter (73.). André Silva gelang in der Schlussphase nur noch das 1:3 (81.). "Das war ein schlechter Start von uns. Wir haben die ersten zehn Minuten komplett verschlafen", fasste Keeper Kevin Trapp nach Schlusspfiff zusammen.

Für Frankfurt ist es nach dem 0:4 gegen Leverkusen Anfang März sowie dem 0:3 gegen den FC Basel in der Europa League wenige Tage später die dritte Pflichtspiel-Niederlage in Folge. In der Liga droht den Hessen auch nach der Corona-Pause Abstiegskampf: Der Vorsprung vor Fortuna Düsseldorf auf Relegationsrang 16 beträgt gerade einmal fünf Punkte.

Pléa trifft nach nur 36 Sekunden

Aus Frankfurter Sicht gestaltete sich die Partie gegen Mönchengladbach wie schon das bis dato letzte Geisterspiel gegen Basel phasenweise wie ein Gruselkick. Die Borussia kam mit den gewöhnungsbedürftigen Rahmenbedingungen offenkundig besser zurecht, die Eintracht hingegen verschlief die Anfangsphase komplett. Pléa traf nach nur 36 Sekunden, Thuram erhöhte sechs Minuten später.

Beim 0:1 ließ das Hütter-Team schon ab dem Mittelkreis jeglichen Zugriff aufs Spielgeschehen vermissen, selbst mit sechs eigenen um den Ball verteilten Spielern war der gegnerische Angriff nicht zu stoppen. Beim 0:2 konnte erst Almamy Touré die Hereingabe von Bensebaini nicht verhindern, ehe David Abraham und Evan N‘Dicka im Fünfmeterraum Thuram praktisch ungehindert einschieben ließen. Eine Doppelchance durch Pléa und Jonas Hofmann (21.) hätte um ein Haar für ein noch deutlicheres Zwischenergebnis gesorgt.

Nur eine gute Eintracht-Chance in Halbzeit eins

Und auf der anderen Seite? Tat sich die Eintracht schwer, gegen dicht gestaffelte Fohlen überhaupt mal den Weg nach vorne zu finden. Dann eben mal per Standard, doch den scharf getretenen Freistoß von Filip Kostic und damit die beste Chance der Hausherren im ersten Durchgang vereitelte Gladbach-Torwart Yann Sommer (23.). Vier Minuten vorher hatte sich Daichi Kamada in eine gute Position für ein Zuspiel gebracht, Startelf-Rückkehrer Bas Dost aber antizipierte die Situation nicht und verpasste es nachzurücken.

Nach dem Seitenwechsel festigten sich die Eindrücke aus der ersten Halbzeit: Mönchengladbach agierte über weite Strecken souverän und wie ein Spitzenteam, Frankfurt hingegen fand nach der rund zweimonatigen Corona-Pause nicht zu einem eigenen Rhythmus. Daran änderte auch Hütters Umstellung auf zwei Spitzen und die damit verbundene Einwechslung von Silva nur wenig. Die Folgen: Torchancen der Eintracht blieben weiter Mangelware, stattdessen bot Mönchengladbach ein attraktives und zudem erfolgreiches Offensivspiel.

Pléa an den Pfosten

Das 3:0, das Pléa durch einen Pfostenkracher noch knapp verpasst hatte (68.), fiel fünf Minuten später durch einen von Bensebaini verwandelten Foulelfmeter. Dem Strafstoß war ein Rempler von N‘Dicka an Breel Embolo vorausgegangen. Der Ehrentreffer durch Silva ließ bei den Frankfurtern noch einmal Hoffnung auf eine Aufholjagd aufkommen (81.), doch kurz darauf war die Niederlage der Eintracht zum Re-Start der Bundesliga amtlich. Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) treten die Hessen bei Rekordmeister Bayern München an.

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EINTRACHT FRANKFURT - BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH 1:3 (0:2)

Frankfurt: Trapp - Touré, Abraham (76. Hasebe), Hinteregger, N'Dicka (83. Kohr) - Ilsanker (76. Chandler) - Sow (46. Silva) Rode - Kamada (78. Gacinovic), Kostic - Dost

Gladbach: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini (78. Wendt) - Strobl, Neuhaus (90. Benes), Embolo (78. Stindl) - Hofmann, Pléa (90. Jantschke), Thuram (66. Herrmann)

Tore: 0:1 Pléa (1.), 0:2 Thuram (7.), 0:3 Bensebaini (73./FE), 1:3 Silva (81.)
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: keine

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Bundesliga, 17.05.20, 22.05 Uhr