Eintracht-Spieler jubeln

Trainer Adi Hütter und Sportvorstand Fredi Bobic haben sich mit einem Heimsieg verabschiedet. Die Frankfurter Fans gaben ihnen eisige Worte mit auf den Weg. Gegen Freiburg stand zunächst aber ein Debütant im Mittelpunkt.

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zum Video Die Pressekonferenz nach dem letzten Heimspiel der Saison

EIntracht PK
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Eintracht Frankfurt hat mit einem 3:1 (0:0)-Heimsieg über den SC Freiburg die Bundesliga-Saison beendet. In der 62. Minute traf Andre Silva per Strafstoß zum 1:0, Freiburgs Woo-Yeong Jeong glich aus (77.). Kurz vor dem Ende erzielte Almany Toure das 2:1 (86.), Ragnar Ache erhöhte in der Schlussminute auf 3:1.

Im Mittelpunkt stand aber zunächst Nachwuchskeeper Elias Bördner, der den Vorzug vor Ersatzkeeper Markus Schubert erhalten hatte. Kevin Trapp stand gar nicht erst im Kader. Der 19 Jahre alte Bördner sorgte für Aufregung, weil er mehrere Bälle nach vorne abprallen ließ. In der 15. Minute wurde er beim folgenden Klärungsversuch von Freiburgs Stürmer Nils Petersen mit dem Knie im Gesicht getroffen und musste behandelt werden.

Silva trifft früh den Pfosten

Vor der Pause ließ Bördner wiederum einen Schuss klatschen und musste danach gegen Freiburgs Lucas Höler in höchster Not retten. Die Partie war fernab von Bördners Aktionen ohnehin sehr lebhaft; die Eintracht spielte nach vorne, kam aber selten durch die dichte Freiburger Defensive.

Ein Pfostentreffer von Silva in der zweiten Minute und ein Schuss von Ajdin Hrustic (19.) blieben die einzigen guten Möglichkeiten im ersten Durchgang. Hrustic war wie Steven Zuber und Stefan Ilsanker in die Mannschaft gerückt; Sebastian Rode, Djibril Sow und Amin Younes fehlten verletzungsbedingt.

Chancenvielfalt nach der Pause

Die Eintracht kam zwingender aus der Pause: In der 51. Minute vergab Kamada aus zwölf Metern in sehr guter Position. Drei Minuten später scheiterte der zur Pause für Zuber eingewechselte Aymen Barkok mit einem Distanzschuss nur knapp. Fehlendes Engagement und Offensivfreude konnte man den Frankfurtern zu diesem Zeitpunkt der Begegnung wirklich nicht vorwerfen.

In der 61. Minute wurden sie dafür belohnt: Der VAR sah ein Handspiel im Freiburger Strafraum, Schiedsrichter Christian Dingert entschied nach Videostudium auf Elfmeter - und Silva verwandelte eiskalt ins linke Eck zum 1:0.

Kostic wieder mit entscheidender Vorlage

Nachwuchsmann Brödner wurde in der Folge immer sicherer, die Eintracht unterband viele Gegenangriffe der Gäste frühzeitig. Evan N'Dicka lieferte eine ansprechende Partie in der Abwehr und Filip Kostic war im Vergleich zu den vergangenen Partien besser im Spiel. Doch eine Viertelstunde vor dem Ende päsentierte sich die Eintracht-Defensive dann doch wieder so unsortiert wie zuletzt auf Schalke. Freiburgs Joker Jeong stach mit einem Schlenzer ins lange Eck zum 1:1 (77.).

Wie so oft in dieser Saison ließ dann aber ein Geniestreich von Kostic die Partie zugunsten der Frankfurter kippen: Vier Minuten vor dem Ende landete eine Kostic-Flanke auf dem Fuß von Toure, der aus fünf Metern zum 2:1 traf. Auch in der Schlussminute war es wieder Kostic, der Ache in Szene setzte - auch der zweite Frankfurter Joker traf damit zum 3:1-Endstand.

Heimnimbus bleibt - aber auch die Kritik

Die Eintracht blieb damit wie nur zwei Mal in ihrer Geschichte über eine komplette Spielzeit hinweg ohne Heimniederlage. Diese Marke aber konnte die Enttäuschung über die verpasste Champions League-Qualifikation nicht übertünchen. Ein Plakat an einer Autobahnbrücke in der Nähe des Stadions zählte die (scheidenden) Verantwortlichen an: "Versager! A. Hütter - wir vergessen nie. Bobic - danke für nix. Hellmann - zu spät." Eine Verabschiedung von Hütter und Bobic gab es vor dem Spiel zumindest nicht. So blieb von einst rosigen Zeiten nicht mal ein Blumenstrauß.

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt – SC Freiburg 3:1 (0:0)

Frankfurt: Bördner - Ilsanker, Hinteregger, Ndicka - Hrustic (75. Tuta), Hasebe, Chandler (81. Toure), Kamada (81. Ache), Zuber (46. Barkok), Kostic - Silva
Freiburg: Flekken - Kübler (34. Höler), Lienhart, Gulde, Günter - Santamaria  (69 .Keitel) , Höfler, Schmid, Grifo - Petersen (69. Demirovic), Haberer (69. Jeong)   
Tore:  1:0 Silva (62./HE), 1:1 Jeong (77.), 2:1 Toure (87.), 3:1 Ache (90.+2)
Gelbe Karten: Hrustic / -
Schiedsrichter: Dingert (Gries)

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