Eintracht Frankfurt Schalke Kevin Trapp

Eintracht Frankfurt geht bei Absteiger Schalke 04 baden und braucht für die Champions League ein Wunder. André Silva knackt als kleines Trostpflaster einen Uralt-Rekord, der BVB könnte das Schicksal am Sonntag besiegeln.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt verliert bei Absteiger Schalke 04

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Eintracht Frankfurt hat sich am Samstag wohl endgültig aus dem Rennen um die Champions League verabschiedet. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter verlor bei Absteiger Schalke 04 mit 3:4 (1:1) und bleibt damit auf dem fünften Tabellenplatz. Borussia Dortmund könnte mit einem Sieg in Mainz am Sonntag uneinholbar davonziehen. Die Tore für die Eintracht erzielten André Silva mit einem Doppelpack (29./72) und Evan N’Dicka (51.), für Schalke trafen Klaas-Jan Huntelaar (15.), Blendi Idrizi (52.), Florian Flick (60.) und Matthew Hoppe (64.).

Trainer Hütter hatte vor dem Spiel an Taktik und Personal geschraubt und Amin Younes erstmals seit dem 2:1-Sieg in Dortmund wieder für die Startelf berufen. Der Nationalspieler startete an der Seite von Daichi Kamada auf der lange so erfolgreichen Doppel-Zehn. Luka Jovic nahm dafür auf der Bank Platz.

Huntelaar schockt die Eintracht

Auf dem Platz zeigte sich schnell das erwartete Bild: Die Eintracht übernahm die Initiative und schnürte die Gastgeber durch konsequentes Pressing in der eigenen Hälfte fest. Die Offensivreihe um Younes, Kamada und Silva setzte die Gastgeber oft schon in deren Strafraum unter Druck und erzwang frühe Ballverluste. Klares Ziel: Die Unsicherheit der Schalker Abwehr ausnutzen und schnell in Führung gehen. Daraus wurde jedoch nichts.

Da die Eintracht zu viele Ballverluste einstreute und die Defensive vernachlässigte, tauchten auch die Absteiger aus Gelsenkirchen hin und wieder gefährlich vor Frankfurts Keeper Kevin Trapp auf. Huntelaar vergab zunächst freistehend (6.), nach einem viel zu ungestümen Einsatz von Tuta gegen Amine Harit gab es aber Elfmeter. Diesen verwandelte der niederländische Altinternationale im Nachschuss zum 1:0.

Und die Eintracht? Schüttelte sich kurz und trat dann wieder aufs Gaspedal. Die frühere Offensivwucht ist zwar irgendwo rund um Hütters Abschieds-Ankündigung verloren gegangen. Dank freundlicher Mithilfe von Schalkes Torhüter Ralf Fährmann, der eine Younes-Flanke unterlief, köpfte Silva aber immerhin zum gerechten Halbzeitstand ein.

Silva knackt Hölzenbein-Rekord

Nach dem Seitenwechsel köpfte N'Dicka die Eintracht dann zunächst in Führung, ehe die Hessen kurzzeitig komplett in sich zusammenfielen. Nach dem postwendenden Ausgleich durch Idrizi (52.) rannte das ehemalige Spitzenteam von Noch-Trainer Hütter, der seelenruhig an der Außenlinie stand, blind an und lud die Schalker zum Toreschießen ein. Flick und Hoppe stellten das Ergebnis nach knapp einer Stunde auf 4:2 und ließen das Spiel aus Frankfurter Sicht in Richtung Debakel gleiten.

In der Schlussphase berappelte sich die Eintracht zwar noch einmal. Mehr als der Anschlusstreffer durch Silva, der mit seinem Doppelpack und den Saisontreffern 26 und 27 den Uralt-Rekord von Bernd Hölzenbein aus der Saison 1976/77 knackte, sprang aber nicht mehr heraus.

Sollte Borussia Dortmund am Sonntag (18 Uhr) beim 1. FSV Mainz 05, der seit diesem Samstag nicht mehr absteigen kann, gewinnen, würde der Abstand auf vier Punkte anwachsen. Der Frankfurter Traum von der Champions League wäre damit definitiv geplatzt.

Sendung: hr1, heimspiel!, 15.05.21, 15.15 Uhr