Collage: Christoph Freund (links), Christoph Spycher (Mitte), Rouven Schröder (rechts)

Der Abgang von Sportvorstand Fredi Bobic steht bevor, Eintracht Frankfurt muss einen Nachfolger suchen. Der hr-sport stellt die aussichtsreichsten Kandidaten vor.

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Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic
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Wer beerbt Fredi Bobic bei Eintracht Frankfurt? Nachdem der Sportvorstand am Dienstag in der ARD seinen Abgang verkündet hat, rätseln die Eintracht-Fans, wer die Nachfolge antreten wird.

Der hr-sport greift einige aussichtsreiche Kandidaten auf und analysiert ihre Chancen auf den Posten bei der Eintracht.

Christoph Spycher

Sein Name wird aktuell am häufigsten genannt: Christoph Spycher, Sportchef von Young Boys Bern, wo er bereits erfolgreich mit Eintracht-Trainer Adi Hütter zusammenarbeitete. Dem Vernehmen nach hat die Eintracht Interesse, der 42-Jährige besitzt in Bern allerdings noch einen Vertrag bis 2022 und würde entsprechend Ablöse kosten.

Spychers Pluspunkte: Er kann trotz seines jungen Alters schon einige Erfolge, darunter drei Meisterschaften, vorweisen. Und er kennt Eintracht Frankfurt aus seiner Spielerzeit, in der er zwischen 2005 und 2010 in 149 Pflichtspielen für die Hessen auf dem Platz stand.

Christoph Spycher

Rouven Schröder

Rouven Schröder war bis Dezember 2020 Sportvorstand bei Mainz 05. Nach dreieinhalb durchaus erfolgreichen Jahren trennten sich die Wege, der 45-Jährige wäre also theoretisch zu haben.

Schröder hat sich bei Mainz vor allem dadurch einen Namen gemacht, dass er Spieler günstig holte und hohe Transfereinnahmen für sie generierte. Das Verhältnis zum Lokalrivalen ist auf Vereinsebene zudem entspannt, wie die aktuellen Leihen von Danny da Costa und Dominik Kohr zeigen. Entsprechende Vorbehalte gegen den Ex-Mainzer dürfte es daher nicht geben.

Rouven Schröder

Horst Heldt

Auch Horst Heldt trug als Spieler das Trikot von Eintracht Frankfurt. Insgesamt 67 Mal lief er zwischen 1999 und 2001 für die Eintracht auf, war bei den Fans aber gerade in der Abstiegssaison nicht sonderlich wohlgelitten. Als Funktionär war er nach der Karriere für den VfB Stuttgart, Schalke 04 und Hannover 96 tätig.

Entsprechend viel Erfahrung hat Heldt bereits gesammelt, ist aktuell aber bei einem Liga-Konkurrenten gebunden: Beim 1. FC Köln besitzt er einen Vertrag bis 2023 als Geschäftsführer. Ob er daher überhaupt Interesse an einem Job bei der Eintracht hat, ist fraglich.

Horst Heldt

Christoph Freund

Der österreichische Ex-Profi Christoph Freund ist Sportdirektor beim FC Red Bull Salzburg, wo er besonders national zahlreiche Erfolge feiern konnte. Freund ist in Salzburg verwurzelt, seit rund 15 Jahren im Verein und kennt daher auch Eintracht-Trainer Hütter aus dessen RB-Zeit bestens. Zuletzt soll schon die Hertha Interesse an ihm gehabt haben - wobei dort die Position bald durch Bobic besetzt sein dürfte.

Ob der 43-Jährige so einfach aus der Mozart-Stadt loszueisen wäre, ist unklar. Allerdings könnte bei RB ohnehin ein Umbruch anstehen, denn Trainer Jesse Marsch wird als Nachfolger von Marco Rose in Gladbach gehandelt.

Christoph Freund

Gelson Fernandes

Diese Lösung dürfte den Eintracht-Fans ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Gelson Fernandes, der erst im vergangenen Jahr seine Spielerkarriere in Frankfurt beendete, hat einen Bachelor im Sport-Management und ist bestens vernetzt. Sein Name geisterte auch schon in Sachen Hübner-Nachfolge durch den Stadtwald, zudem zeigt der Schweizer in den sozialen Netzwerken noch regelmäßig seine Verbundenheit zur Eintracht.

Nachteil: Fernandes hat noch keinerlei Erfahrung, daher wäre der Posten des Sportvorstands für ihn wohl aktuell eine Nummer zu groß. In einer wie auch immer gearteten Lösung, in der die Kompetenzen unter mehreren Leuten aufgeteilt werden, wäre er aber mit Sicherheit ein Kandidat.

Gelson Fernandes
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