Hütter und Jovic

Spielt er oder nicht? Wenn ja: Mit oder für André Silva? Und wie ist die Perspektive für die kommenden Wochen? Vor dem Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Schalke 04 drehen sich viele Fragen um Luka Jovic. Wir beantworten die wichtigsten.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Jovic-Rückkehr und Abraham-Abschied bei Eintracht-Spiel gegen Schalke

David Abraham gegen Hoffenheim
Ende des Audiobeitrags

Eintracht Frankfurt empfängt am Sonntag (18 Uhr) den FC Schalke 04. Der 16. Bundesliga-Spieltag wird für die Hessen der erste nach der Rückkehr von Luka Jovic.

Steht Jovic beim Schalke-Spiel im Kader?

"Wenn nicht viel passiert", wie Eintracht-Trainer Adi Hütter sagt: ja. Sollte nicht noch irgendetwas Unvorhersehbares geschehen, geht der Coach davon aus, "dass ich ihn am Sonntag in den Kader nehme". Möglich ist dies auch durch zwei besondere Umstände. Zum einen liegt Jovics Spielberechtigung bereits vor, zum anderen musste er – dank bereits überstandener Corona-Infektion – nach seiner Reise aus Madrid nicht in Quarantäne. Zumindest rein formal steht seinem Eintracht-Comeback am Sonntag also nichts im Wege.

Wird er auch zum Einsatz kommen?

Diese Frage ließ Hütter erwartungsgemäß offen. "Wir werden sehen, wie es bei ihm ausschaut, ob er schon am Wochenende zum Einsatz kommt", sagte der Coach am Freitag. Beim Pokal-Aus in Leverkusen (1:4) am vergangenen Dienstag stand mit André Silva nur ein nomineller Stürmer im Frankfurter Kader, alleine deshalb dürfte dem Offensivspiel der Eintracht die durch Jovic entstehende Zusatzoption guttun. Wenigstens ein Kurzeinsatz des 23-Jährigen – etwa in der Schlussphase – ist denkbar. Hütter: "Er ist einsatzbereit."

Wie ist der erste Eindruck vom Rückkehrer?

Mehr als positiv. Jovic hat am Freitagvormittag erstmals mit seinen alten sowie neuen Teamkollegen trainiert, dabei habe er sich laut Hütter gut präsentiert. "Man spürt, dass sich Luka hier bei der Eintracht sehr wohl fühlt", sagte Hütter. "Er ist wieder dort, wo er die größten Erfolge gefeiert hat. Wenn man in sein Gesicht schaut, dann sieht man einfach ein Lachen, eine Freude."

Wie sieht Hütter Jovics schwierige Zeit in Madrid?

In einem Wort: gelassen. Bei den Königlichen kam der Angreifer vor allem in der laufenden Saison 2020/21 zwar kaum zu Spielpraxis. Allerdings: "Das, was er schon konnte, hat er nicht verlernt", so Hütter. "Wenn er in einer Top-Verfassung ist, kann er die Bälle anders verarbeiten und Torchancen besser nutzen." Außerdem habe seine neue Nummer neun von den Real-Stars – in Madrid spielen unter anderem Sergio Ramos, Toni Kroos oder Karim Benzema – "sicherlich viel lernen" können. Hütters Ziel für Jovic: "Ich hoffe und wünsche mir, dass er innerhalb kürzester Zeit wieder zu der Form aufläuft, die er vorher schon gehabt hat."

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found So klangen Jovics schönste Eintracht-Tore

Jovic jubelt
Ende des Audiobeitrags

Wie sehen Hütters Gedanken zum künftigen Spielsystem aus?

Eine der vielleicht spannendsten Fragen mit Blick auf die kommenden Wochen. Ob die Eintracht künftig weiter mit einer oder doch wieder mit zwei Spitzen aufläuft, ob André Silva nach wie vor gesetzt ist oder Jovic nicht doch von Beginn an zum Zuge kommt – "all das lasse ich bis Sonntag offen", sagte Hütter.

Der Österreicher freut sich zwar über die neue Variabilität, sagte aber auch: "Ich kann nur kurzfristig denken, weil Luka nur ein paar Monate da ist. Wir müssen schauen, dass er so schnell wie möglich Spielpraxis bekommt und uns weiterhilft." Dass sich der junge Serbe so oder so schnell ins Team integrieren lässt, daran hat Hütter keine Zweifel: "Wir haben eine spielerisch starke Mannschaft, die auf Ballbesitz spielen kann – das kann Luka natürlich auch perfekt."

Und sonst?

Verwies Hütter nicht nur auf den womöglich wiedererstarkten Gegner aus Gelsenkirchen ("Wir unterschätzen von Haus aus niemanden"), sondern auch auf den bevorstehenden Abschied von Kapitän David Abraham: "Er war immer für die Mannschaft da, hat Fußball gelebt. Menschlich und als Spieler ist er ein Verlust."

Bei allem Abschiedsschmerz gibt es aber auch positive Nachrichten: Amin Younes, der in Leverkusen verletzt ausgewechselt werden musste, konnte die komplette Freitagseinheit absolvieren und fühlt sich wieder besser. Indes ist Djibril Sow Vater eines Mädchens geworden und könnte am Sonntag wieder das zentrale Mittelfeld stärken.