Dejan Joveljic kehrt der Eintracht den Rücken. Der junge Angreifer wird ab jetzt für Los Angeles Galaxy stürmen. Nils Stendera zieht es derweil in die alte Heimat.

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Audioseite Joveljic und Stendera verlassen die Eintracht

Dejan Joveljic in der Saisonvorbereitung von Eintracht Frankfurt
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Es war im Juli 2019 in der Europa-League-Qualifikation in Tallinn, als Dejan Joveljic im ersten Spiel für Eintracht Frankfurt sein erstes Tor erzielte. Die Anhänger im Auswärtsblock, vor denen er sich danach demonstrativ aufbaute, bejubelten den vielversprechenden neuen Mann, der den gerade nach Madrid abgewanderten Luka Jovic ersetzen sollte. Der Kopfballtreffer in Tallinn blieb allerdings das einzige Tor von Joveljic im Trikot der Frankfurter, der Serbe ein uneingelöstes Versprechen.

Glasner spricht von "wirtschaftlichen Parametern"

Fast genau zwei Jahre später hat sich das Kapitel Dejan Joveljic bei Eintracht Frankfurt erledigt. Der inzwischen 21-Jährige wechselt mit sofortiger Wirkung in die amerikanische MLS zur Los Angeles Galaxy, wie die Eintracht am Donnerstag mitteilte - trotz eines noch bis 2024 laufenden Vertrags.

"Es gibt wirtschaftliche Parameter, die zu einer solchen Entscheidung führen", hatte Eintracht-Trainer Oliver Glasner bereits im Anschluss an das Testspiel gegen Straßburg gesagt, das Joveljic wegen Verhandlungen mit seinem neuen Klub bereits verpasst hatte. Er könne keine 30 Profis zufrieden stellen, der Kader sei aktuell zu groß, so der Coach. "Wenn ein Spieler denkt, dass die Chancen auf Einsatzzeiten nicht hoch sind, dann suchen wir Lösungen für alle Seiten."

Insgesamt nur zehn Spiele für die Eintracht

Joveljic war 2019 aus Belgrad zur Eintracht gekommen. In der Hinrunde 2019/2020 absolvierte er wettbewerbsübergreifend zehn Spiele. In der Rückrunde war er nach Anderlecht ausgeliehen. Auch die vergangene Spielzeit verbrachte er bei einem anderen Verein, nämlich auf Leihbasis beim Wolfsberger AC in Österreich. Dort erzielte er in 46 Spielen 20 Tore.

Stendera nach Kassel

Auch Nils Stendera wird nicht mehr für die Eintracht auflaufen: Der Mittelfeldspieler wechselt in die Regionalliga zu Hessen Kassel. Dort hatte der 20-Jährige bereits zu Jugendzeiten gespielt und in der vergangenen Woche zur Probe mittrainiert. Stendera war 2014 ins Nachwuchsleistungszentrum der Eintracht gekommen. 2019 unterschrieb der Bruder von Marc Stendera seinen ersten Profivertrag, zu einem Einsatz für die erste Mannschaft reichte es bei ihm aber nicht. In der vergangenen Saison war er an den Regionalligisten Lokomotive Leipzig verliehen.

Die Frankfurter hatten bereits in den vergangenen Tagen ihren Kader deutlich verkleinert: Ali Akman wurde an den niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen ausgeliehen, Fynn Otto an den deutschen Drittligisten Halle. Rodrigo Zalazar schloss sich Schalke 04 an - inklusive Kaufoption für Königsblau.

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