Die Eintracht-Spieler jubeln gegen Bayern München

Eintracht Frankfurt nutzt einen frühen Platzverweis gegen Bayern München gnadenlos aus, spielt den Rekordmeister phasenweise schwindelig und gewinnt am Ende auch in der Höhe absolut verdient.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht erteilt den Bayern eine Lehrstunde

Jubel von Eintracht Frankfurt gegen den FC Bayern
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Rekordmeister-Demontage im Stadtwald: Eintracht Frankfurt hat das Heimspiel gegen den FC Bayern München am Samstagnachmittag auch in der Höhe verdient mit 5:1 (2:1) gewonnen. Die Eintracht profitierte dabei von einer frühen Roten Karte gegen Jerome Boateng (10. Minute). Die Tore erzielten Filip Kostic (25.), Djibril Sow (34.), David Abraham (49.), Martin Hinteregger (61.) und Goncalo Paciencia (85.), den Ehrentreffer für die Bayern markierte Robert Lewandowski (37.).

Die erste Halbzeit startete turbulent: In der 8. Minute stoppte Boateng Eintracht-Angreifer Paciencia per Foul - Schiedsrichter Markus Schmidt entschied auf Elfmeter und gab dem Bayern-Spieler Gelb. Nach Eingriff des Videobeweises schaute sich Schmidt die Szene auf dem Monitor an und revidierte die Entscheidung: Freistoß, da das Foul knapp vor dem Strafraum war, und Rot gegen Boateng, der als letzter Mann gefoult hatte.

Kurze Hoffnung für Bayern durch Lewandowski

Den fälligen Freistoß setzte Paciencia zwar in die Mauer, aber in Überzahl war die Eintracht fortan am Drücker. In der 25. Minute konnte das Team von Trainer Adi Hütter die Überlegenheit auch auf die Anzeigetafel bringen: Kostic drückte einen abgefälschten Schuss von Sow über die Linie (25.).

Acht Minuten später das umgekehrte Bild: Nach einer schönen Kombination von Bas Dost, Paciencia und Sebastian Rode kam Kostic zum Schuss, der wiederum abgefälscht vor den Füßen von Sow landete - 2:0 für die Eintracht (34.). Im Anschluss zeigte sich der bis dahin blasse wie glücklose Rekordmeister verbessert. Zunächst wurde ein Treffer von Joshua Kimmich wegen Abseits nicht anerkannt. In der 37. Minute setzte sich Torjäger Lewandowski gegen mehrere Eintracht-Verteidiger durch und veredelte seine Einzelleistung mit dem Anschlusstreffer zum 1:2.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Sebastian Rode: "Wir wussten, dass heute Einiges drin ist"

otoene
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Nach der Pause stand zunächst Kapitän Abraham im Mittelpunkt: Der Verteidiger erkämpfte sich in der 49. Minute in der gegnerischen Hälfte den Ball gegen Serge Gnabry, lief durch in den Strafraum und verwertete eine mustergültige Flanke von Danny da Costa zum 3:1. Auf der Gegenseite verhinderte er nur eine Minute später durch einen Block gegen den einschussbereiten Lewandowski den erneuten Anschlusstreffer.

Hinteregger per Kopf zur Entscheidung

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Martin Hinteregger: "Das ist ein Festtag"

dpa Eintracht
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Nach einer Stunde kam es noch dicker für die Münchner: Einen Schuss von Dost konnte Manuel Neuer noch zur Ecke parieren. Die fand dann jedoch über den Kopf von Martin Hinteregger ihren Weg ins Tor - 4:1 (61.)! Die Münchner hatten außer einem Pfostenschuss von Anthony Davies (70.) nichts mehr zu bieten. In der 85. Minute schraubte die Eintracht das Ergebnis sogar noch höher: Der vom eingewechselten André Silva freigespielte Paciencia erzielte das 5:1.

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zum Video Die Pressekonferenz nach dem Spiel Eintracht gegen Bayern

PK mit Niko Kovac und Adi Hütter
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In der Tabelle stehen die Frankfurter nun mit 17 Punkten aus zehn Spielen auf Platz sechs, nur noch einen Punkt hinter dem heutigen Gegner, bei dem für den ehemaligen Eintracht-Trainer Niko Kovac die Luft zunehmend dünner wird.

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Eintracht Frankfurt - Bayern München 5:1 (2:1)

Frankfurt: Rönnow - Abraham, Hinteregger, Ndicka - Fernandes (80. Silva), Rode (71. Gacinovic) - da Costa, Kostic - Sow - Dost (65. Kamada), Paciencia

München: Neuer - Kimmich, Pavard, Boateng, Alaba - Thiago - Gnabry (69. Goretzka), Müller (64. Martinez), Coutinho (57. Coman), Davies - Lewandowski

Tore: 1:0 Kostic (25.), 2:0 Sow (33.), 2:1 Lewandowski (37.), 3:1 Abraham (49.), 4:1 Hinteregger (61.), 5:1 Paciencia (85.)

Gelbe Karten: Kamada / Kimmich
Rot: Boateng (10./Notbremse)

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 51.500   

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