Ajdin Hrustic von Eintracht Frankfurt nach der Niederlage in Leverkusen

Eintracht Frankfurt fliegt in Leverkusen aus dem DFB-Pokal. Das Ergebnis ist am Ende zu hoch, dennoch bietet die Partie ein paar Erkenntnisse. Und nein, der VAR hat damit nichts zu tun.

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Es waren, so lautet die einfache Erklärung, ein paar negative Zutaten zu viel. Mit 1:4 verlor Eintracht Frankfurt am Dienstagabend bei Bayer Leverkusen, das Aus im Pokal kam damit diesmal schon in der 2. Runde. Und auch wenn nach der Partie trefflich über den VAR, Handelfmeter und ähnliches debattiert wurde, bot das Spiel, neben eben jenen nicht unerheblichen Entscheidungen, auch drei Erkenntnisse über den aktuellen Zustand der Eintracht.

Dabei schien es eine Zeit lang so, als könnten die Hessen ihren formidablen Bundesliga-Schwung in den Pokal transferieren. Nach nicht einmal sechs Minuten hieß es bereits 1:0 für die Eintracht, nach einer schönen Kombination über Erik Durm, Daichi Kamada und André Silva stand Amin Younes goldrichtig und traf zur frühen Führung. Hätte Silva kurz darauf seine Großchance zum 2:0 verwertet - das Spiel wäre ein anderes gewesen. Und ja, auch ein VAR hätte der Eintracht sicher geholfen.

Kein Younes, keine Kreativität

Nachdem der viel diskutierte Handelfmeter zum 1:1 von Lucas Alario aber verwandelt und Younes verletzungsbedingt ausgewechselt worden war, kippte die Partie. Und mit der Auswechslung des umtriebigen Spielgestalters kam auch die erste Erkenntnis: Ohne Younes fehlt es der Eintracht bitterlich an Kreativität.

Sprühten die Hessen in den ersten zwanzig Minuten der Begegnung noch vor Esprit und Elan, kam danach: herzlich wenig. Kamada blieb völlig blass, Aymen Barkok verzettelte sich mehr in seinen Dribblings, als dass er Lösungen für seine Mitspieler fand und Silva hing dadurch zumeist in der Luft.

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Zu wenig Power von der Bank

Mit der Einwechslung von Zuber für Younes, der möglicherweise gegen Schalke bereits wieder spielen kann, stellte sich die nächste Erkenntnis ein: Von der Bank kommt aktuell zu wenig Power. Besonders dem Neuzugang von der TSG Hoffenheim gelang wenig bis gar nichts in der Partie.

Aber auch Dominik Kohr, Almamy Touré, Timothy Chandler und - mit Abstrichen - Ajdin Hrustic brachten wenig Schwung in den vor allem im zweiten Abschnitt stotternden Eintracht-Motor. Werbung in eigener Sache betrieb aus der zweiten Reihe am Dienstag jedenfalls niemand.

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Luka Jovic soll Abhilfe schaffen

Wer sich die Namen der eingewechselten Spieler durchliest, merkt aber auch: Viel Offensiv-Power hatte Eintracht-Coach Adi Hütter nicht in der Hinterhand. Ein weiterer Stürmer, das ist die dritte und freilich keine neue Erkenntnis, hätte den Hessen in Leverkusen mehr als gut getan.

Wenigstens hier wird ja bekanntlich mit Luka Jovic bald Abhilfe geschafft. Die Eintracht bekomme mit Jovic "einen außergewöhnlich Spieler", betonte Hütter nach dem Spiel. Keine Frage: Ein Stürmer der Marke Jovic hätte den Frankfurtern auch bereits in Leverkusen gut getan.