Fredi Bobic von Eintracht Frankfurt

Wenige Tage noch, dann ist das Transferfenster zu. Tut sich bis dahin noch etwas bei Eintracht Frankfurt? Manager Fredi Bobic ist bekannt für Last-Minute-Entscheidungen – und hat noch offene Baustellen. Das neueste Gerücht: Amin Younes.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Pressekonferenz mit Adi Hütter vor Eintracht-Hoffenheim

Adi Hütter PK still
Ende des Audiobeitrags

Stefan Ilsanker, André Silva, Tuta, Martin Hinteregger, Almamy Touré oder Kevin Trapp: Wenn das Transferfenster schließt, schlägt Eintracht Frankfurt noch einmal zu. Das hat unter Sportvorstand Fredi Bobic so langsam schöne Tradition. Nun steht auch das Ende der diesjährigen Sommer-Transferperiode an und die Frage ist: Same procedure as every year?

Bis zum Montag (5. Oktober) können die Hessen noch Spieler holen oder abgeben. Und Baustellen gibt es im Kader der Eintracht auch. Was sind also die letzten Fragezeichen? Ein Überblick.

Kommt noch ein Stürmer?

Es bleibt die große (Transfer-) Baustelle: der Eintracht-Sturm. Nach dem Abgang von Goncalo Paciencia zum FC Schalke sind die Hessen im Angriff quantitativ schwach besetzt. Fällt entweder Sturm-Star André Silva oder sein Partner Bas Dost aus, wird es eng. Sehr eng. Ein Hochkaräter würde den Frankfurtern hier gut tun.

Dem Vernehmen nach wünscht sich besonders Trainer Adi Hütter personelle Verbesserung. Ein schneller Stürmer, so ist zu hören, steht auf dem Wunschzettel des Österreichers. Wer das sein soll? Noch völlig unklar. "Es muss Sinn machen", erklärte Hütter am Donnerstag. Der Coach würde sich wohl auch über einen weiteren schnellen Außenbahnspieler freuen – obwohl die Eintracht bereits Ajdin Hrustic verpflichtet hat. Amin Younes ist nach Bild-Informationen vom Donnerstag ein heißer Kandidat. "Amin ist ein guter Spieler", betonte Hütter vielsagend.

Apropos Hochkaräter: Das wäre Luka Jovic definitiv gewesen. Alleine der Umstand, dass sich die Eintracht intensiv mit einer Leihe des Ex-Stars, der aktuell bei Real Madrid unglücklich ist, beschäftigt hat, zeigt, dass auch die Verantwortlichen um Bobic Handlungsbedarf sehen. Nicht ausgeschlossen, dass bis zum 5. Oktober hier noch etwas geschehen wird – und Bobic doch noch einen (oder zwei) Hochkaräter aus dem Hut zieht.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hrustic-Wechsel zu Eintracht Frankfurt ist perfekt

Ajdin Hrustic
Ende des Audiobeitrags

Danny da Costa

Eine der aktuell heißesten Personalien. Nach Informationen von Sport1 beschäftigt sich der Rechtsverteidiger intensiv mit einem Wechsel zu – aktuell ist man geneigt zu sagen: wem sonst? – Schalke 04. Dies deckt sich auch mit den Informationen des hr-sport. Ein Wechsel kurz vor Toreschluss ist also nicht auszuschließen.Die Königsblauen haben hinten rechts eine Kaderlücke, da Costa ist bei Coach Hütter oft außen vor.

In der vergangenen Saison kam der Rechtsverteidiger teilweise gar nicht zum Zug, erst nach der Corona-Pause bekam er wieder eine Chance. Der Saisonstart jetzt lief wieder schleppend, auch soll das Verhältnis zwischen da Costa und Hütter nicht das allerbeste sein. "Ich weiß nicht, ob immer alle Spieler zufrieden sind", erklärte Hütter über da Costa. Viele Zutaten für einen späten Wechsel sind also vorhanden.

Danny da Costa

Kevin Trapp

Den ganzen Sommer lang kochte die Gerüchteküche über Kevin Trapp. Immer nur auf Sparflamme, ganz aus war sie aber nie. Auch wenn der Keeper sich frühzeitig zur Eintracht bekannt hatte, blieben lange Restzweifel an einem Verbleib. Mit dem Wechsel von Ersatzkeeper Frederik Rönnow zum FC Schalke 04 ist das Thema jetz aber endgültig durch.

Nun können die Frankfurter Trapp gar nicht mehr abgeben – wenn sie es denn jemals gewollt haben. Klar ist aber auch: Wollen die Hessen noch das große Geld einnehmen, werden sie es nicht durch Trapp bekommen. Das könnte mögliche Einkäufe für die durch die Corona-Krise etwas klamme Eintracht aber schwer machen.

Kevin Trapp steht noch bis 2024 bei der Eintracht unter Vertrag.

Simon Falette, Felix Wiedwald und Co.

Etwas geschehen muss definitiv noch bei den Ladenhütern der Eintracht. Ob es dabei nun um Simon Falette, Felix Wiedwald, Erik Durm, Jetro Willems oder Marijan Cavar geht, ist zweitrangig. Hauptsache ist, dass die Frankfurter den Kader vor dem Ende der Transferfrist verkleinern.

Hütter lässt schon jetzt sein Training aufteilen und hat dadurch einigen Spielern bereits signalisiert, dass es mehr als schwer für sie wird. Es wäre ganz im Sinne der Eintracht, wenn sich bis zum Montag hier noch etwas tut. Abzusehen ist aber auch das aktuell noch nicht.

Felix Wiedwald