Der Eintracht droht ein heißer Transfer-Schluss

Zum Trainingsstart Ende Juni sah alles perfekt aus. Die Kaderplanung lief wie am Schnürchen. Nun droht Eintracht Frankfurt aber doch noch eine hektische Schlussphase im Transfer-Sommer.

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Noch viel Arbeit für Markus Krösche

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Zum Trainingsstart Ende Juni strahlten sie bei der Eintracht noch alle um die Wette. Acht Neuzugänge inklusive klingender Namen wie Mario Götze und Lucas Alario zu diesem frühen Zeitpunkt im Transfer-Sommer konnten sich wirklich sehen lassen. Sportvorstand Markus Krösche und Trainer Oliver Glasner zeigten sich hochzufrieden. Sieben Wochen später sieht alles aber schon wieder anders aus.

Nach dem vor allem in der Defensive sehr flatterhaften Start in die Bundesliga-Saison geht die Eintracht-Abwehr nun auch personell am Stock. Mit Almamy Touré fällt ein Akteur gleich mehrere Wochen verletzt aus, der sowohl den rechten Part in der Dreierkette als auch rechts in einer Viererkette spielen kann. Die neuerlichen Meldungen über das rege Interesse des AC Mailand am linken Teil der Eintracht-Dreierkette, Evan N'Dicka, zeigen nun vollends: Ruhe kommt bis zum Ende des Sommer-Transferfensters am 1. September nicht auf.

Milan scheint 15 Millionen für N'Dicka bezahlen zu wollen

15 Millionen Euro Ablöse will der AC Mailand für N'Dicka hinblättern, vermeldete die Bild. Viel Geld. Doch ein Abgang des Franzosen Richtung Italien könnte der Eintracht auch viele Schmerzen bereiten. Denn sollte der 22-Jährige die Hessen verlassen, stünden die Frankfurter in der Abwehrkette ziemlich blank da. Von den vier Innenverteidigern, die zum Ende der vergangenen Saison so erfolgreich Europa erobert hatten, wäre aktuell nur noch Tuta da. Denn auch Martin Hinteregger hat die Eintracht ja verlassen.

Eintracht-Sportvorstand Krösche ist nun wieder gefragt, muss zeitnah Ersatz finden. Im Gespräch ist ein Leih-Spieler bis zum Saisonende. Doch einen Schnellschuss soll es nach Informationen des hr-sport nicht geben. Dass ein neuer Innenverteidiger schon für das nächste Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen den 1. FC Köln auflaufen könnte, ist wenig realistisch.

Kann Pellegrini Kostic ersetzen? Wann kommt Ebimbe?

Die Sommer-Neuzugänge helfen in Sachen rechte Innenverteidiger-Seite auch nicht weiter. Jérome Onguéné und Aurélio Buta sind ebenfalls noch länger verletzt, Hrvoje Smolcic dürfte nach seinen Sperren zwar auflaufen, hilft als Linksfuß in der rechten Problemzone der Eintracht jedoch wenig weiter.

Es gibt viele Fragezeichen aktuell bei der Eintracht. Wann kommt Eric Dina Ebimbe von Paris Saint Germain? Viele wähnten den 21-Jährigen schon in Frankfurt, doch noch ist nichts unter Dach und Fach. Die Eintracht soll für den zentralen Mittelfeldspieler bereit sein, sechs bis sieben Millionen Euro Ablöse zu zahlen. Wohl zu wenig für die Macher von PSG. Nicht auszuschließen, dass die Eintracht dieses Transfer-Geschäft bis zum Ende der Wechselfrist Anfang September begleitet.

Schnell ging es dagegen in Sachen Kostic-Nachfolge. Kurze Zeit nach dem Abgang von Filip Kostic zu Juventus Turin liehen die Frankfurter Juve-Spieler Luca Pellegrini als Ersatz aus. Doch auch hier gibt es Fragezeichen. Zum einen kann Pellegrini trotz seines Alters von erst 23 Jahren schon eine beachtliche Verletzungs-Historie vorweisen. Zum anderen besitzt die Eintracht für ihn keine Kaufoption. Vor allem dieser Aspekt wurde von vielen Fans in den sozialen Netzwerken kritisiert.

Noch ist also viel los auf dem Eintracht-Transfermarkt. Das hatten sich die Macher vor sieben Wochen ganz anders vorgestellt. Doch schon bald könnten die täglichen Wasserstandsmeldungen in Sachen Spielerwechsel wieder abgelöst werden. Denn wichtig ist bekanntlich vor allem auf dem Platz. Ein erster Saisonsieg in der Liga am Sonntag gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr) würde die große Erregung über die zahlreicher werdenden Baustellen bei der Eintracht wieder etwas abebben lassen.

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