Eintracht Frankfurt hat bei RB Leipzig am Sonntag einen Punkt ergattert. Dafür musste das Team von Trainer Adi Hütter hart austeilen und viel einstecken. Was tut man nicht alles für den Traum von der Champions League?

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zum Video Die Pressekonferenz nach dem Eintracht-Spiel in Leipzig

Adi Hütter
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Die Frankfurter Eintracht hat sich beim Gastspiel in Leipzig einen Punkt erkämpft und das, obwohl das Team zwei kurzfristige Ausfälle kompensieren und einem Rückstand hinterherlaufen musste. Mit dem 1:1 bei Topteam RB aber sammelte die Mannschaft einen wichtigen Punkt im Kampf um die internationalen Ränge. Dabei musste die Eintracht kurzfristig auf die Verletzten Martin Hinteregger (Oberschenkelprobleme) und Erik Durm (Zerrung des Hüfbeugers) verzichten. Den Führungstreffer für die Leipziger erzielte Emil Forsberg (47. Minute). Daichi Kamada traf zum Ausgleich (61.).

Hürdenlauf startet früh

Dabei hatte Trainer Hütter bereits vor der Partie gewarnt, die kommenden, entscheidenden Wochen seien vergleichbar mit einem Hürdenlauf, allerdings mit sehr hohen Hürden. Er sollte Recht behalten. Denn den besseren Start erwischten die Gastgeber, die die Eintracht früh unter Druck setzten. Die erste gute Möglichkeit hatte Marcel Sabitzer (3.) - Kevin Trapp aber kontrollierte den Ball im Nachfassen.

Von welch immenser Bedeutung der Schlussmann für die Eintracht ist, stellte er in der Anfangsphase der Partie ohnehin gleich mehrmals unter Beweis. Das Leipziger Pressing gipfelte nur allzu oft in einem präzisen Schnittstellenpass gefolgt von einem Torabschluss - stets mit der Endstation Trapp. So parierte der Eintracht-Keeper etwa eine Chance von Justin Kluivert glänzend mit dem Fuß (7.). Nur ein einziges Mal musste er hinter sich greifen - weil Willi Orban aber vor seinem Treffer im Abseits stand, zählte das Tor nicht (14.)

Hohe Intensität

Vor allem im Zentrum offenbarte die Eintracht eklatante Lücken - Abwehrchef Hinteregger wurde hier schmerzlich vermisst. Die Frankfurter überstanden die extrem druckvolle Anfangsphase der Leipziger dennoch weitestgehend unbeschadet - also, ohne Gegentreffer - und fanden nach rund einer halben Stunde selbst besser in die Partie. An der Intensität des Spiels änderte das indes nichts.

Neben der feinen Klinge dürften die Fans vor dem heimischen Fernseher auch Aktionen der Abteilung Offensive der Frankfurter vermisst haben. Die wenigen Ausnahmen, wie etwa die Abschlüsse von Filip Kostić (22.) oder Kamada (38.), blieben harmlos. So ging es mit einem aus Sicht der Eintracht glücklichen, torlosen Remis in die Halbzeit.

Schneller Treffer, schnelle Antwort

Nach dem Pausentee aber änderte sich das - und wie schnell: Mit der ersten Aktion packte Kluivert einen wuchtigen Distanzschuss aus, Trapp parierte - Forsberg aber war zum Nachschuss zur Stelle und schob zur Führung ein (47.). Das 0:1 erwischte die Eintracht eiskalt, Entlastung gelang dem Team nur selten.

Das änderte sich als fast 15 Minuten im zweiten Durchgang gespielt waren - Amin Younes zirkelte den Ball aufs Tor, Leipzigs Schlussmann Péter Gulácsi lenkte ihn nur mit Mühe darüber (58.). Drei Minuten später aber hatte er das Nachsehen - Kamada traf in feinster Tipp-Kick-Manier, 1:1 (61.).

Zwo, eins, Risiko

Nach dem Ausgleich erhöhte beide Teams das Tempo - und das Risiko. Doch auch in der Schlussphase war erneut Trapp zur Stelle und vereitelte etwa die Chance von Christopher Nkunku (79.). Aber auch die Eintracht hatte noch die dicke Möglichkeit zum Sieg - Jovic aber setzte den Ball freistehend knapp neben das Tor (81.).

Weitere Informationen

RB Leipzig - Eintracht Frankfurt 1:1 (0:0)

Leipzig: Gulacsi - Mukiele, Upamecano (28.Klostermann) , Orban, Halstenberg - Haidara (86. Adams), Sabitzer - Kluivert (75. Olmo), Forsberg (86. Hwan), Sörloth - Poulsen (75. Nkunku)

Frankfurt: Trapp - Tuta, Ilsanker, N'Dicka - Hasebe, Rode - Kamada, Sow, Younes (72. Barkok), Kostic - Silva (72. Jovic)

Tore: 1:0 Forsberg (47.), 1:1 Kamada (61.)

Gelbe Karten: Kluivert, Trainer Nagelsmann/Tuta, Younes (jeweils 5./gesperrt), N'Dicka
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)

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Sendung: heimspiel! bundesliga, hr-fernsehen, 14.03.2021, 22.50 Uhr