Martin Hinteregger im Zweikampf mit Yussuf Poulsen

Eintracht Frankfurt reist als klarer Außenseiter zum Auswärtsspiel bei RB Leipzig und muss vor allem in der Offensive improvisieren. Trainer Adi Hütter stimmt erstaunlich leise Töne an.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rebic vor Eintracht-Spiel in Leipzig Gesprächsthema Nummer eins

Martin Hinteregger im Zweikampf mit Yussuf Poulsen
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Die Bundesliga-Saison ist noch nicht einmal richtig losgegangen, da hat das Selbstvertrauen von Eintracht Frankfurt offenbar schon erhebliche Kratzer abbekommen. Nach der ersten Niederlage im siebten Pflichtspiel am Donnerstag bei Racing Straßburg ist die Euphorie der Hessen erst einmal verflogen, das Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag bei RB Leipzig (15.30 Uhr) erscheint fast wie eine Mission Impossible. "Vor dem Spiel würde ich einen Punkt absolut mitnehmen. Leipzig ist der klare Favorit", beschrieb Trainer Adi Hütter am Freitag die Kräfteverhältnisse. Eine Kampfansage hört sich anders an.

Rebic gibt Rätsel auf

Wirft man einen Blick auf das aktuelle Personal der Eintracht, ist Hütters Zurückhaltung aber wohl verständlich. In Abwehr und Mittelfeld ist zwar alles in Ordnung, im Sturm klaffen vor dem zweiten Bundesliga-Spieltag aber erhebliche Lücken. Luka Jovic und Sébastien Haller sind Vergangenheit, mit Ante Rebic ist wohl auch das dritte Mitglied der Büffelherde unpässlich.

Offiziell, das versicherte Hütter auf der Pressekonferenz, leidet der Kroate an einer Wadenverletzung. Ob Rebic nach seinem Lustlos-Auftritt von Straßburg aber überhaupt noch einmal im Frankfurter Trikot aufläuft, scheint fraglicher denn je. "Die Möglichkeit ist immer noch da, dass Ante den Verein lässt", unterstrich Hütter und fügte vielsagend an: "Ob er Sonntag dabei ist, hat ausschließlich mit ihm zu tun."

RB schon in Topform

Da neben Rebic auch Mijat Gacinovic auszufallen droht und Wunschstürmer Bas Dost weiter in Lissabon weilt, werden die Spieler mit Drang zum Tor langsam aber sicher knapp. Aus der Startelf vom 1:0-Auftakt gegen die TSG Hoffenheim ist nur noch Daichi Kamada übrig geblieben. Dazu kommen die beiden Reservisten Goncalo Paciencia und Dejan Joveljic. "Ich bin überzeugt, dass wir dagegenhalten können. Vielleicht werden wir ja auch die bessere Mannschaft sein", so Hütter.

Während die Eintracht mit einigen personellen Problemen zu kämpfen hat, sieht das auf Seiten der Leipziger ganz anders aus. Das Team hat unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann noch einmal einen Sprung gemacht. Taktische Flexibilität mischt sich mit viel Offensivpower. "Sie haben ein neues Gesicht bekommen, können mit Vierer- oder Dreierkette spielen. Und vorne machen Yussuf Poulsen, Timo Werner und Marcel Sabitzer Betrieb", so Hütter. "Da kommt eine schöne Lawine auf uns zu." Zuversicht klingt anders.

So könnte die Eintracht spielen:

Eintracht-Aufstellung gegen Hoffenheim