Der FCA lässt ihn nicht weg: Wer gewinnt das "Tauziehen" um Martin Hinteregger?
Der FCA lässt ihn nicht weg: Wer gewinnt das "Tauziehen" um Martin Hinteregger? Bild © Imago

Wohl noch nie zuvor hat ein Transfer-Poker die Fangemeinschaft von Eintracht Frankfurt so bewegt. Publikumsliebling Martin Hinteregger soll vom FC Augsburg endgültig an den Main wechseln. Doch aktuell gibt es in den Verhandlungen keine Bewegung.

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Martin Hinteregger im Spiel der Österreicher gegen Slowenien

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ganz viel Liebe für "Hinti" auf Twitter

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Martin Hinteregger und Eintracht Frankfurt: Es liest sich wie eine bislang unvollendete Fußball-Liebe, bei der der Spieler selbst und vor allem die Anhänger der Hessen auf ein Happy End warten. Der 26-Jährige musste nach einem halben Jahr Leihe zunächst zum FC Augsburg zurückkehren und am Montag nach seinem verlängerten Nationalspieler-Urlaub das Training aufnehmen.

Kreative Eintracht-Fans

Die Fans der Eintracht versuchen nun auf der Plattform Twitter, den Transfer von Hinteregger zu den Hessen voranzutreiben. #freehinti lautet ein neuer, ins Leben gerufener Hashtag auf Twitter. Erste Postkarten, versehen mit einem "Hinti Army"-Aufkleber und der Aufforderung, Hinteregger doch zur Eintracht gehen zu lassen, befinden sich aktuell den Weg auf die Geschäftsstelle des FCA.

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Zudem sammeln die Anhänger unter einem weiteren Hashtag #HintisPlaylist Songs, die das aktuelle Dilemma ausdrücken. "Country roads, take me home, to the place I belong", lautete nur eine von vielen kreativen Ideen. Der vom hr-Videopodcast Fussball 2000 produzierte Song "We're Hinti Army now!" darf ebenfalls nicht fehlen. Deutlich wird: Das Thema Hinteregger weckt Emotionen am Main.

Hinteregger polarisiert

Der erste Auftritt in der Vorbereitung bot sogleich neuen Zündstoff: Hinteregger fuhr, so zumindest ein Bericht der Bild-Zeitung, mit Frankfurter Kennzeichen auf seinem Audi vor und kam mit Eintracht-Rucksack auf dem Trainingsgelände an, wo er wegen den Folgen eines Rippenbruchs nur dosiert übte.

Diese Meldung wurde zwar von Manager Stefan Reuter gegenüber der Augsburger Allgemeinen umgehend dementiert. Demnach solle es sich um einen Rucksack der österreichen Nationalmannschaft handeln. Unabhängig davon steht aber fest: Obwohl der Innenverteidiger noch bis 2021 bei Augsburg unter Vertrag steht, hat er sich wohl schon die Rückennummer 13 bei Eintracht reservieren lassen und will den Abgang schnellstmöglich erzwingen.

Bobic und Hütter widersprechen sich

Allerdings ist dieser Komplex nicht so einfach zu lösen. Hinteregger hat seinen Marktwert mit starken Leistungen im vergangenen halben Jahr gesteigert. Manager Stefan Reuter soll eine Summe von rund 14 Millionen Euro für ihn aufrufen, die Eintracht bislang knapp zehn Millionen Euro zu zahlen bereit sein.

Die Fronten sind verhärtet, Sportvorstand Fredi Bobic sprach beim vereinseigenen Sender Eintracht TV von "Funkstille", die auch Reuter bestätigte. Bobic verwies daher auf die jetzt schon gute Besetzung der Innenverteidigung: "Da habe ich jetzt erstmal weniger Bauchschmerzen." Entgegen der Aussage, dass "Funkstille" herrsche, merkte Trainer Adi Hütter am Vortag noch an: "Wir wollen ihn weiterhin haben, Fredi Bobic steckt in den Verhandlungen."

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Martin Hinteregger im Interview mit Tobi und Tanja

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zum hr3.de Audio Martin Hinteregger in der hr3 Morningshow: das komplette Interview

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Schmidt führt Gespräch mit Hinteregger

Auf der anderen Seite hat FCA-Coach Martin Schmidt jedoch auch ein gesteigertes Interesse an einem Verbleib Hintereggers und führte während des Aufwärmens am Dienstagvormittag ein längeres Gespräch mit dem Linksfuß. Ob er ihn so zum Bleiben bewegen kann? Schwer vorstellbar: Das Tischtuch zwischen Verein und Hinteregger ist bereits seit Ende Januar zerschnitten. Dennoch ist ein Happy End in dieser "Liebes-Geschichte" noch nicht in Sicht.