Jesper Lindström erzielte gegen Gießen sein erstes Tor für die Eintracht - auf Vorarbeit von Fabio Blanco.

Im Test gegen den FC Gießen glänzt die Eintracht vor allem im Spiel nach vorn. Trainer Glasner kann zudem einen Rückkehrer und einen Neuen auf dem Platz begrüßen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Barkok: "Insgesamt eine gute Leistung"

Aymen Barkok von Eintracht Frankfurt im Testspiel gegen Gießen
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Fast jeder durfte mal: Mit Ali Akman, Goncalo Paciencia, Jesper Lindström, Daichi Kamada, Filip Kostic und Aymen Barkok trugen sich beim 6:1-Sieg im Testspiel gegen den FC Gießen am Dienstag gleich sechs Offensivkräfte von Eintracht Frankfurt in die Torschützenliste ein. Kein Zufall, denn Trainer Oliver Glasner hatte das Augenmerk vor der Partie extra auf die Offensive gelegt, wie er im Anschluss verriet.

Barkok macht es "einfach Spaß"

"Wir waren heute sehr variabel", lobte der Coach. Tatsächlich waren besonders in der zweiten Halbzeit, als die vordere Reihe aus Kamada, Lindström und Barkok bestand, viel Spielfreude und tolle Kombinationen zu sehen. "Wir haben viele Zocker, die mit dem Ball gut umgehen können", beschrieb es Barkok. "Es macht einfach Spaß, mit der Mannschaft zu spielen."

Doch die "Zockerei" ging Glasner gelegentlich noch zu weit. "In den ersten zehn Minuten nach der Halbzeit haben wir ein bisschen zu viel gezockt mit diesem Kurzpassspiel im Zentrum", bemängelte der Österreicher. "Dann bist du bei Ballverlusten anfällig." Im Grunde ist aber auch er ein Fan seiner technisch versierten Kicker. "Im Offensivdrittel können sie machen, was sie wollen. Es ist wichtig, dass sie ihre Kreativität einsetzen."

Und das taten sie: Lindström wirbelte in Abwesenheit eines Mittelstürmers teilweise sogar im Zentrum und erzielte nach sehenswerter Vorarbeit von Fabio Blanco sein erstes Tor im Eintracht-Trikot. Kamada bekam von seinem Trainer nach der Partie "unglaubliche Spielintelligenz und Gefühl für Räume" attestiert. Und auch bei Barkok unterstrich Glasner, der derzeit verschiedene Offensiv-Varianten ausprobiert, um den abgewanderten Top-Stürmer André Silva zu ersetzen, einen positiven Eindruck zu haben.

Younes steht wieder auf dem Platz

Ein weiterer Mann fürs Kreative war bereits in der ersten Halbzeit zu bestaunen: Amin Younes, der nach hartnäckigen Hüftproblemen auf den Platz zurückkehrte. "Es ist alles gutgegangen", berichtete Glasner. "Es war für ihn wichtig, wieder reinzukommen, er hat erst gestern das erste richtige Training mit der Mannschaft gemacht."

Younes ließ bereits wieder alte Qualitäten aufblitzen und zeigte sich als belebendes Element für die Eintracht-Offensive. Nach den Rückschlägen der vergangenen Zeit bleibt jedoch auch sein Coach erst einmal vorsichtig. "Ich bin froh, dass er das schmerzfrei bestreiten konnte. Ich hoffe, dass er weiterhin verletzungsfrei bleibt."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Glasner: "Ich hoffe, dass Younes verletzungsfrei bleibt"

Oliver Glasner beim Test der Eintracht gegen Gießen
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Viele Rückkehrer vor dem nächsten Test

Eine Premiere gab es ganz nebenbei auch noch: Torhüter Jens Grahl, am Montag vom VfB Stuttgart verpflichtet, absolvierte seine ersten 45 Minuten im Eintracht-Trikot. Allzu viel bekam der neue Mann zwischen den Pfosten allerdings nicht zu tun und beim Anschlusstreffer für Gießen, einem strammen Schuss von Louis Münn, war er schlicht machtlos.

Der nächste Test für Eintracht Frankfurt steht am Samstag (17 Uhr) auf dem Programm - gegen den französischen Erstligisten Racing Straßburg. Dann sind auch wieder die EM-Fahrer Kevin Trapp, Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker sowie der zuletzt angeschlagene Sebastian Rode dabei, die in dieser Woche ins Training einsteigen, sowie Erik Durm, der gerade Vater geworden ist und deshalb das Spiel gegen Gießen verpasste.