Filip Kostic und Amin Younes

Der eine will seinen Wechsel per Streik erzwingen, der andere legt eine Kehrtwende hin: Bei Eintracht Frankfurt ist man über das Vorgehen von Filip Kostic und Amin Younes verwundert.

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Audioseite Kostic verpasst Abschlusstraining unentschuldigt

Filip Kostic legte beide Tore gegen Straßburg auf.
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Eigentlich sorgen sowohl Filip Kostic als auch Amin Younes von Eintracht Frankfurt vor allem auf dem Platz für Wirbel. Am Freitag waren beide jedoch für Schlagzeilen abseits des Rasens verantwortlich - es ging in beiden Fällen um mögliche Wechsel.

Kostic schwänzt Abschlusstraining

Dass Kostic Abwanderungsgedanken hatte, war in Frankfurt keine Neuigkeit mehr. Umso erstaunlicher, dass Trainer Oliver Glasner seinen Flügelflitzer in der Pressekonferenz am Donnerstag noch ganz sicher über den 31. August hinaus am Main sah. "Ich gehe davon aus, dass Filip bei uns bleibt", so der Coach.

Doch schon einen Tag später sah die Eintracht-Welt anders aus. Kostic fehlte unentschuldigt im Abschlusstraining. Wie der Verein dem hr-sport bestätigte, hat der Serbe bei Sportvorstand Markus Krösche seinen Wechselwunsch hinterlegt. Dem Vernehmen nach soll Krösches Vorgänger Fredi Bobic Kostic die Zusage für einen möglichen Wechsel gegeben haben - darauf beruft sich dieser nun offenbar.

Krösche überrascht

Nach hr-Informationen gibt es aber weiterhin kein Angebot eines Vereines für Kostic. "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen. Filip ist ein guter Typ, weshalb wir über diese Situation überrascht sind", sagte Krösche dem hr-sport. Zum Kader für das Spiel in Bielefeld am Samstag (15.30 Uhr) werde Kostic nicht gehören, wie der Verein auf Twitter vermeldete. Der 28-Jährige hat in Frankfurt noch einen Vertrag bis 2023.

Bleibt Younes nun doch?

Und auch bei Amin Younes gab es am Freitag eine erstaunliche Entwicklung: Sein Wechsel zu Al-Shabab, der längst sicher schien, platzte. Einen entsprechenden Bericht des TV-Senders Sky wollte Younes' Berater gegenüber dem hr zumindest nicht dementieren.

Der Mittelfeldmann hatte - laut Sky - den Verantwortlichen bereits zu Wochenbeginn mitgeteilt, dass er nun doch bleiben möchte. Nach hr-sport-Informationen hat Younes der Eintracht allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht mitgeteilt, dass der Wechsel geplatzt sei. Dem Vernehmen nach geht die Eintracht weiter davon aus, dass Younes den Verein noch bis zum Ende der Transferfrist verlassen wird. Zuvor hatte es Unstimmigkeiten über eine mögliche Gehaltserhöhung für Younes gegeben. Genau wie bei Kostic scheint auch diese Personalie für die kommenden Tage noch Zündstoff zu bergen.