Die Spieler von Eintracht Frankfurt jubeln

Nicht nur sportlich läuft es für Eintracht Frankfurt schon länger außerordentlich gut, auch im finanziellen Bereich haben sich die Hessen in immer neuere Sphären katapultiert. Bald soll nicht nur in der Bundesliga-Tabelle der Angriff auf die Spitze erfolgen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Frankenbach: "Gut gerüstet für die Zukunft"

Oliver Frankenbach, Finanzvorstand Eintracht Frankfurt
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Immer mehr Millionen: Eintracht Frankfurt hat zum wiederholten Male Rekordzahlen vorgelegt und kann auch wirtschaftlich von seiner furiosen Saison in der Bundesliga und der Europa League profitieren. Der Umsatz für die abgelaufene Saison beträgt 201,4 Millionen Euro und ist damit so hoch wie nie zuvor, wie der Verein am Donnerstag in einem Pressegespräch mitteilte. Im Vorjahr betrug der Jahresumsatz noch 140,8 Millionen  Euro. Auch das war ein deutlicher Vereinsrekord.

"In der Bundesliga sind wir der Club mit dem rasantesten Anstieg. Die Initialzündung dafür war natürlich der Pokalsieg 2018", sagte Finanzvorstand Oliver Frankenbach, der erst in der vergangenen Woche seinen Vertrag bis 2024 verlängert hatte und damit die langfristig angelegte Zusammenarbeit mit seinen Vorstandskollegen Fredi Bobic und Axel Hellmann fortsetzen wird. 

Da die Eintracht trotz Erlösen in Höhe von gut 200 Millionen Euro auch 192,5 Millionen Euro ausgab, blieb am Ende ein Plus von 8,9 Millionen. Nach Steuern wurden daraus 5,4 Millionen Euro, wodurch das Eigenkapital der Frankfurter von 29,2 auf 34,6 Millionen Euro stieg. Kommendes Jahr soll der Umsatz etwa 250 Millionen Euro betragen, wie der Vorstand bereits jetzt anfügte.

Nicht für möglich gehaltene Meilensteine

Durch den Erfolg in der Europa League, den erneuten Einzug ins internationale Geschäft und die Multi-Millionen-Transfers von Luka Jovic zu Real Madrid und Sébastien Haller zu West Ham United hat der Verein vor ein paar Jahren noch nicht für möglich gehaltene Meilensteine realisiert. "Unsere aktuelle Wirtschaftslage reicht, um um die Plätze sechs bis elf zu spielen. Es lässt zumindest zu, dass wir die Chance haben, international zu spielen", sagte Frankenbach.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Frankenbach: "Eintracht ist in aller Munde"

Oliver Frankenbach, Finanzvorstand Eintracht Frankfurt
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Dass dies auch mit vergleichsweise geringeren finanziellen Mitteln möglich ist, haben die Eintracht-Profis in den vergangenen beiden Spielzeiten eindrucksvoll bewiesen. Jetzt sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen noch besser. Die Funktionäre um Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner haben in diesem Sommer Jovic und Haller für mehr als 100 Millionen Euro verkauft und vergleichsweise günstigen Ersatz bekommen: Bas Dost für rund zehn Millionen Euro, Dejan Joveljic für fünf Millionen Euro und der ausgeliehene André Silva vom AC Mailand kosten nur einen Bruchteil der Summe, die die Hessen einstrichen.

"Wir haben den Abstand verkürzt"

Finanziell rückt der Pokalsieger von 2018 damit immer näher an einige Bundesliga-Rivalen, die der Eintracht vor einigen Jahren noch voraus waren. "Wir haben den Abstand verkürzt", sagte Frankenbach zum Beispiel mit Blick auf den FC Schalke 04. Dazu hat in großem Teil auch die Europa League, die für einen Gewinn von 20 Millionen Euro nach Steuern gesorgt hat, beigetragen. "Die Zahlen zeigen deutlich, dass es ab einer gewissen Runde kein Verlierer-Cup mehr ist", erklärte Frankenbach.

Der Finanzvorstand schränkte dabei aber auch ein, dass dafür das Erreichen des Achtelfinales das Mindestziel sei. Ab dann lohne sich die Europa Leauge auch finanziell richtig. Auch in der Bundesliga-TV-Tabelle machten die Hessen einen weiteren Sprung nach vorne, befinden sich dort nun schon auf Rang acht, einen Platz hinter Schalke 04, aber noch vor Werder Bremen, Hertha BSC und dem VfL Wolfsburg. Auch hier geht es für die Frankfurter also stetig nach oben.