Fredi Bobic Eintracht Frankfurt Schalke

Eintracht Frankfurt kann sich die Champions League wohl abschminken. Grund dafür: ein Negativ-Strudel zur Unzeit. Doch wie kam es dazu? Aus Sicht von Sportvorstand Fredi Bobic können er und Trainer Adi Hütter nichts dafür.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bobic: "Das ist sehr billig"

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Was sind die Gründe für den Eintracht-Sinkflug der vergangenen Wochen? Diese Frage wird in Frankfurt öffentlich ausgetragen. Für viele ist klar: Nach dem verkündeten Abgang von Trainer Adi Hütter im Sommer zu Borussia Mönchengladbach war der Negativ-Strudel nicht mehr aufzuhalten. Dass auch noch Sportvorstand Fredi Bobic die Hessen in Richtung Berlin verlässt, verstärkte dieses Gefühl.

Bobic selbst stemmt sich aber vehement gegen diese Lesart und schob nach der enttäuschenden 3:4-Niederlage bei Schalke 04 am ARD-Mikrofon die Schuld von sich: "Meine Person geht weiter, der Trainer geht woanders hin. Das wird in Zusammenhang gebracht. Das ist aus meiner Sicht sehr billig."

Bobic sieht keinen Bruch zwischen Team und Trainer

Dass die Eintracht seit Hütters Abschieds-Ankündigung nur noch vier von 15 möglichen Punkten holte und drei von insgesamt sechs Saison-Niederlagen kassierte, scheint als Argument für einen Zusammenhang nicht zu reichen. Bemerkenswert.

Der Noch-Manager betonte vielmehr: "Ich habe nie einen Bruch zwischen Trainer und Mannschaft gesehen." Dass das für viele im Eintracht-Umfeld jedoch mehr als augenscheinlich ist, stört Bobic nicht. "Ich weiß, dass das Negative und Oberflächliche gesucht wird."

Hütter: "Natürlich ist etwas passiert"

Eine Einschätzung, die viele am Samstag anders sahen - selbst Trainer Hütter. "Vielleicht hat bei uns in den letzten Wochen ein bisschen das Nervenflattern begonnen. Es war nicht mehr so, wie es vorher war. Natürlich ist etwas passiert."

Auch Mittelfeld-Motor Sebastian Rode gab zu: "Dass uns der Abgang von Adi Hütter beeinflusst, ist nicht mehr von der Hand zu weisen." Fredi Bobic, das ist nun klar, sieht das gänzlich anders.