Tuta gegen den FC Barcelona

Ganz Europa hat die Eintracht für die Auftritte gegen den FC Barcelona gefeiert. Für Abwehrmann Tuta liefen die aber gar nicht so gut: Im Hinspiel flog er vom Platz, im Rückspiel musste er zugucken. Jetzt, gegen West Ham, soll alles besser laufen.

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Tuta: "Die zwei Spiele gegen West Ham sind ein Geschenk der Jungs"

Tuta sieht die gelb-rote Karte im Hinspiel gegen Barcelona
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Eintrachts Abwehr-Brasilianer kann sich sicher sein, dass er am Donnerstag im Halbfinal-Hinspiel der Europa League bei West Ham United (21 Uhr, live bei hr-iNFO und im Audiostream bei hessenschau.de) in der Startelf steht. Durch die Sperre von Linksverteidiger Evan N'Dicka ergeben sich sogar verschiedenen Möglichkeiten. Wo er denn heute trainiert habe, wurde Tuta am Dienstagnachmittag in einer Presserunde gefragt. "Auf der rechten Seite" lautete die Antwort. Damit ist ziemlich klar: Tuta wird beim Spiel in London auf seiner angestammten Position als rechter Innenverteidiger auflaufen.

Bleibt die Frage, wer N'Dicka auf der linken Seite ersetzt. Vielleicht Martin Hinteregger und Makoto Hasebe in der Mitte? Doch diese Variante ist eher unwahrscheinlich, da Hasebe nach Wochen auf der Bank der Spiel-Rhythmus fehlt. Also: Tuta rechts, Hinteregger in der Mitte, Almamy Touré würde auf die linke Seite rücken. Auf die Frage, mit wem er am liebsten spielen würde, gibt Tuta eine eher philosophische Antwort. "Jeder in der Mannschaft vertraut jedem anderen."

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Eintracht siegt bei West Ham

Makoto Hasebe am Ball, daneben sind die Logos von Eintracht Frankfurt und West Ham United eingeblendet.
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Mitspieler versprachen Tuta weitere Europapokalspiele

Selbst in Tutas Heimat Brasilien waren die Eintracht-Spiele im Viertelfinale gegen den FC Barcelona eine ganz große Nummer. "Es wurde viel darüber berichtet, auch was auf den Tribünen passierte. Dass da so viele Eintracht-Fans waren, hat weltweit für Aufsehen gesorgt, auch in Brasilien." Für Tuta selbst liefen die Barca-Spiele nicht so brillant. Im Hinspiel flog er in der 78. Minute nach einem Foul im Niemandsland des Spielfeldes vom Platz.

"Ich habe nach dem Spiel viel Zuspruch von den Mannschaftskollegen bekommen, erinnert sich Tuta. Sein erster Gedanke war, dass er dann im Rückspiel in Barcelona nicht dabei sein werde. "Natürlich war das für mich erstmal nicht schön, ich war schon enttäuscht. Aber irgendwie hatte ich volles Vertrauen, dass das nicht mein letztes Spiel gewesen sein soll." Genau das versprachen ihm auch die Mitspieler.

Und genau so kam es. Die Eintracht gewann in Barcelona sensationell mit 3:2 und Tuta war glücklich: "Ich betrachte das als ein persönliches Geschenk der Jungs, dass ich noch zwei weitere Spiele bekomme. Die gilt es jetzt zu genießen." Die Vorfreude auf das Spiel in London steige auf jeden Fall von Minute zu Minute.

Tuta erwartet Kampf-Spiel gegen West Ham

Tuta ist sich klar darüber, dass das Spiel bei West Ham ganz anders werden wird als das gegen den FC Barcelona. "Bei Barca erwartete uns Ballbesitz-Fußball, jetzt in London geht es vor allem um die Physis. West Ham ist sehr kämpferisch unterwegs. Da werden wir um jeden Zentimeter fighten müssen." Dinge, die der Kämpfernatur Tuta entgegenkommen, auch wenn er sich natürlich fest vorgenommen hat, nicht wieder vom Platz zu fliegen.

Tuta ist klar, dass das Stadion in London diesmal nicht zur Hälfte mit Eintracht-Fans gefüllt sein wird. West Ham werde sich darauf einstellen, damit nicht wieder so viele Eintracht-Fans reinkommen werden. "Aber wir werden das nicht als Ausrede benutzen." Schließlich will Tuta ja nicht nur zwei, sondern noch drei weitere Spiele in der Europa-League genießen. In seiner Heimat Brasilien wird seine Familie und sein großer Freundeskreis wieder zuschauen.

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Eintracht Frankfurt vor dem Halbfinal-Kracher gegen West Ham United

Heimspiel vom 25.04.
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