David Abraham im Duell mit Augsburgs Niederlechner

Für Eintracht Frankfurt steht nach dem Pokal-Triumph wieder Bundesliga-Alltag an: Gegen den FC Augsburg erwartet die Hessen ein unangenehmer Gegner – aus mehreren Gründen. Das Wichtigste zum Spiel.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bei der Eintracht geht die Angst um

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Die Pokal-Überraschung gegen RB Leipzig ist gerade mal drei Tage alt, da geht es für Eintracht Frankfurt direkt im Bundesliga-Zirkus weiter. Die Hessen treffen am Freitag (20.30 Uhr) daheim auf den FC Augsburg. Gegen die bayrischen Schwaben hat die Eintracht nach der Hinrunden-Pleite noch eine Rechnung offen.

Die Ausgangslage

Sieben Punkte aus drei Bundesliga-Spielen, im DFB-Pokal eine Runde weiter: Bei der Eintracht ist die Fußball-Welt aktuell sehr rosig. Zumindest auf den ersten Blick. Denn der Start darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Frankfurter im Liga-Alltag gegen die großen Gegner gerne punkten, gegen vermeintlich kleine - wie Düsseldorf am vergangenen Spieltag - regelmäßig schlecht aussehen. Das soll sich nun endlich gegen Augsburg ändern.

Was die Ausgangslage aus Frankfurter Sicht noch schwerer machen dürfte, ist der Umstand, dass der FCA im Gegensatz zu den Hessen unter der Woche frei hatte. Das Team von Trainer Martin Schmidt ist im Pokal bereits ausgeschieden und konnte sich ganz auf die Eintracht fokussieren. Für die Schwaben wird es im Stadtwald vornehmlich darum gehen, in der Tabelle vor den Hessen zu bleiben. Die erstaunlich starken Augsburger befinden sich einen Zähler vor der Hütter-Elf auf Rang zehn.

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Das Personal

Die Eintracht plagen vor der Partie ein paar Personalprobleme. Bas Dost wird ausfallen, das gab Hütter bereits am Donnerstag bekannt. Ein Fragezeichen steht zudem noch hinter Mittelfeldrenner Sebastian Rode. Bei ihm wollten die Eintracht-Verantwortlichen bis zum Spieltag abwarten, ob es für die Startformation reicht. Spielberechtigt ist nach seiner Pause im Pokal in jedem Fall Winter-Neuzugang Stefan Ilsanker, über den Hütter sagt: "Er macht bislang eine sehr gute Figur."

Beim FCA ist noch unklar, ob Torwart Stefan Koubek rechtzeitig gesund wird. Der Keeper fiel am vergangenen Spieltag aufgrund einer Grippe aus und wurde von Ersatzmann Andreas Luthe vertreten. "Wir müssen bei ihm sehen, wie gesund er ist und ob er bereit ist", so Trainer Schmidt über Koubek.

So könnte die Eintracht spielen:

SGE-Aufstellung

So könnte Augsburg spielen: Koubek - Jedvaj, Gouweleeuw, Uduokhai, Max - Khedira, Baier - Richter, Finnbogason, Vargas - Niederlechner

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Wir wollen Revanche nehmen für das Hinspiel. Es wird eine interessante Aufgabe, da Augsburg eine gute und unangenehme Mannschaft ist. Wir nehmen sie absolut ernst. Der FCA ist taktisch äußerst diszipliniert. Wir sind aber auch sehr gut in die Rückrunde gestartet. Wenn wir einen schmutzigen Sieg feiern, bin ich in jedem Fall zufrieden."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Bin auch mit einem schmutzigen Sieg zufrieden"

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Martin Schmidt (FC Augsburg): "Das wird eine Riesenaufgabe für uns. Die Eintracht hat momentan ihre Hochform. Es wird ein Spiel, das für unsere Entwicklung in den nächsten Wochen wichtig ist. Wir sind aber in der Herausforderrolle. Frankfurt hat ein ganz anderes Gesicht seit der Winterpause. Sie sind gut aus den Startlöchern gekommen."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Es ist zwar nicht das erste Wiedersehen, aber für Martin Hinteregger bleibt jedes Spiel gegen den FCA ein besonderes. Seit seinem unrühmlichen Abgang aus Augsburg ist der Österreicher bei den bayrischen Schwaben - vorsichtig ausgedrückt - nicht gerade ein Volksheld. Das dürfte den Verteidiger am Freitag aber wahrscheinlich umso mehr motivieren.

Diese Motivationsspritze ist auch nicht schlecht, da es Hinteregger mit einer der großen Überraschungen der bisherigen Bundesliga-Saison zu tun bekommt. FCA-Stürmer Florian Niederlechner hat in dieser Spielzeit bereits elf Treffer erzielt und ist wohl in der Form seines Lebens. Gefährlich ist der 29-Jährige auch als Vorlagengeber. Neun Assists stehen bei ihm schon zu Buche.

Statistik des Spiels

Es gibt vor dem Spiel gegen die Fuggerstädter zwei Statistiken, die der Eintracht nicht wirklich Hoffnung machen. Da ist zum einen der Gegner selbst. In den bisher 15 Aufeinandertreffen in der Liga haben die Frankfurter sieben Mal verloren, fünf Mal unentschieden gespielt und nur drei Siege einfahren können. Auch das Hinspiel in dieser Saison ging zuungunsten der Hessen aus. Ein Lieblingsgegner sieht definitiv anders aus.

Dazu kommt: Die Augsburger befinden sich aus Eintracht-Sicht in der falschen Hälfte der Tabelle. Kommen die großen Gegner, blühen die Hessen förmlich auf. Ganze 16 ihrer bislang 25 Punkte holte die Hütter-Elf gegen Teams aus den Top sieben der Liga. Ging es - wie nun gegen Augsburg - gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälte, holten die Frankfurter nur neun Punkte, und das bei nur zwei Siegen. Die große Bühne können sie in Frankfurt, es wird Zeit, dass auch die vermeintlich kleineren Aufgaben erledigt werden.