Choreo Fans Eintracht Frankfurt

Wenn Eintracht Frankfurt auf den FC Barcelona trifft, sind die Rollen klar verteilt. Hier der hessische Underdog, da der katalanische Welt-Club. Aber: Die Eintracht hat die Fans auf ihrer Seite - und die Statistik. Alles Wichtige zum Spiel.

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Matchday | hessenschau Sport vom 07.04.2022

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Vorhang auf für das "Jahrhundertspiel" von Eintracht Frankfurt: Im Europa-League-Viertelfinale treffen die Hessen auf den großen FC Barcelona. Anstoß des Hinspiels im Stadtwald ist um 21 Uhr (zu hören im hr-iNFO-Audiostream).

Die Ausgangslage

Zwei Mannschaften, Eintracht Frankfurt und der FC Barcelona, eine davon zieht ins Halbfinale ein. Das ist die Ausgangslage auf dem Papier. Ganz so einfach ist's natürlich nicht, die Hessen gehen in das Duell mit den Katalanen als große Außenseiter. Barca ist normalerweise Champions-League-Abende und andere Kaliber gewöhnt, für die Frankfurter ist es, Zitat Aufsichtsrats-Chef Philip Holzer, "das Jahrhundertspiel".

Ganz chancenlos ist die Eintracht freilich dennoch nicht. Einerseits zeigen die Hessen auch in dieser Saison gerade im Europapokal wieder mehrfach Glanzleistungen, andererseits gibt es in Frankfurt immer noch das Pfund von den Rängen: Seit dem Fürth-Spiel ist die aktive Fanszene zurück, es dürfte eine eindrucksvolle Choreographie vor dem Spiel geben. Und während der Partie heißt es dann: mit zwölf Mann gegen elf Ausnahme-Kicker.

Das Personal

Eintracht Frankfurt geht mit voller Kapelle ins Spiel, einzig Pechvogel Christopher Lenz fehlt verletzt. "Alle, die nominiert sind, sind einsatzbereit und stehen im Kader", so Glasner auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Der FC Barcelona muss derweil auf Stürmer Memphis Depay verzichten. Der Niederländer laboriert an einer Zerrung im linken Oberschenkel. Ebenfalls ausfallen wird Abwehrspieler Sergiño Dest, für den Ronald Araújo in die Abwehrkette rücken könnte. Mit einem Zehenbruch unpässlich ist zudem Samuel Umtiti.

So könnte die Eintracht spielen:

Die Aufstellung der Eintracht in Leipzig

So könnte Barca spielen: Ter Stegen - Araújo, Piqué, Eric García, Jordi Alba - De Jong, Busquets, Pedri - Traoré, Aubameyang, Ferran Torres

Das sagen die Trainer

Oliver Glasner: "Wir genießen alles drumherum. Die Stadt und die Fans haben dieses Spiel verdient. Das Wichtigste wird sein, dass wir nicht alles nach Barcelona ausrichten. Wir müssen unsere Stärken auf den Platz bekommen. Mit der nötigen Effizienz können wir auch Tore schießen. Wir suchen immer die Chancen für uns. Wir hoffen, dass es im Viertelfinale nicht zu Ende ist."

Xavier Hernandez: "Sie sind gut organisiert, physisch sehr stark, auch das Umschaltspiel kann man hervorherben, sie können in drei, vier Sekunden Chancen kreieren. Wir haben eine gute Dynamik und wollen das Spiel durch Ballbesitz und Pressing dominieren. Für sie wird es ein Jahrhundertspiel. Wir brauchen dieselbe Motivation wie sie."

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Pressekonferenz: Eintracht Frankfurt vor dem Spiel gegen Barcelona

Glasner und Rode während einer Pressekonferenz
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Auf diese Spieler gilt es zu achten

Man darf es vor dem Kracher gegen Barcelona gerne mal sagen: Es ist schon ganz gut, dass Eintracht-Keeper Kevin Trapp seit Monaten in einer herausragenden Form ist. Auch gegen die Katalanen brauchen die Hessen einen Trapp in Bestform, sonst dürfte es mehr als schwer werden. Gut aber, dass die Frankfurter Nummer eins auch noch eine Zusatz-Motivation besitzt. Im direkten Duell mit Barca-Keeper Marc-André ter Stegen kann er beweisen, dass er in der DFB-Elf die Nummer zwei hinter Manuel Neuer ist.

Bei einer Welt-Auswahl wie Barcelona ist es gar nicht so leicht, einen Akteur rauszupicken. Ein Spieler beweist nun aber schon seit mehr als einem Dutzend Jahren, wie wichtig er für die Katalanen ist: Sergio Busquets. Das Eigengewächs, mittlerweile Kapitän der Xavi-Elf, ist das Hirn der Mannschaft, der Spieler, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Kommt der mittlerweile 33-Jährige nicht in Tritt, stottert das Tiki-Taka von Barcelona. Keine Frage also, wer am besten aus dem Spiel genommen werden sollte.

Die Statistik des Spiels

Zum Abschluss doch noch ein paar gute Nachrichten? Kein Problem. Die erste: Eintracht Frankfurt hat in der eigenen Europapokal-Historie ab dem Viertelfinale zu Hause noch nie verloren. Bleibt das so, ist im Rückspiel in einer Woche im Camp Nou in jedem Fall das Weiterkommen noch drin für die Hessen.

Und die zweite gute Nachricht: Seit dem Champions-League-Triumph 2015 hat Barca insgesamt vier seiner fünf europäischen Viertelfinals verloren. Die Runde der letzten Acht ist also alles andere als ein gutes Omen für die Katalanen. Vielleicht bleibt's in dieser Saison ja dabei...

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