Makoto Hasebe und André Silva von Eintracht Frankfurt klatschen sich ab.

Champions-League-Endspiel, Klappe die x-te: Auch am Samstag bei Bayer Leverkusen steht Eintracht Frankfurt unter Druck. Dabei treffen die Hessen auf einen absoluten Angstgegner, der runderneuert daher kommt.

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Adi Hütter
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Eine Floskel ist auch deswegen eine Floskel, weil sie sich abnutzt. Zu oft gesagt, zu oft gehört, zu oft geschrieben. Und dennoch gilt am Samstag (18.30 Uhr) für Eintracht Frankfurt, wenn die Hessen zu Bayer Leverkusen anreisen: Es ist (mal wieder) Zeit für ein Champions-League-Endspiel. Denn die Werkself ist der letzte ganz, ganz große Prüfstein für die Elf von Trainer Adi Hütter, bevor danach ein vermeintlich leichtes Restprogramm wartet. Bayer ist aber leider auch ein absoluter Eintracht-Angstgegner, der obendrauf auch noch runderneuert auf die Frankfurter wartet.

Das alles asind genügend Zutaten für eine enorm schwere Auswärts-Aufgabe für den Bundesligisten vom Main. "Das waren oft bittere Nachmittage", erinnert sich Hütter vor der Partie qualvoll an vergangene Auftritte. 0:4 und 1:6 - so lauteten die Bundesliga-Endergebnisse in Leverkusen in den ersten beiden Spielzeiten mit dem Österreicher an der Seitenlinie. "Wir müssen uns diesmal anders präsentieren", fordert der Eintracht-Coach daher auch verständlicherweise.

Leverkusen unter Wolf mit weniger Ballbesitz

Andernfalls könnte es Bundesliga-Niederlage Nummer drei am Rhein geben, und die könnte dafür sorgen, dass Verfolger Borussia Dortmund, auswärts in Wolfsburg gefordert, tabellarisch ganz nahe kommt. Ein Umstand, den es zu verhindern gilt. "Wir können dem großen Schritt immer näher kommen", umschreibt es Hütter. "Dafür müssen wir aber besser spielen als in Gladbach und auch gegen Augsburg."

Was die Aufgabe zusätzlich erschwert: Unter dem neuen Trainer Hannes Wolf spielt Leverkusen einen anderen Fußball als unter Ex-Coach Peter Bosz. Weniger Ballbesitz, mehr Umschaltspiel: So lautet die neue Bayer-Devise. Kurzum: Die Werkself ist ekliger geworden. Und das ist nicht unbedingt gut für die Hessen, das hat das Spiel in Gladbach gezeigt. Es dürfte erneut eine Willensleistung wie gegen Augsburg brauchen.

Hütter: Leverkusen ist anfällig

Hütter hat aber auch einen konkreten spielerischen Plan, wie er diese Leverkusener Elf austricksen möchte. "Bayer hat viel Speed und Technik. Sie sind aber auch anfällig, das müssen wir ausnutzen", gibt er die Richtung vor. Wer diese Schwachstelle personell beackern soll, das behält der Österreicher wie immer für sich.

Ein Thema wäre Amin Younes, der in den vergangenen Wochen mit hartnäckigen Adduktorenproblemen zu kämpfen hatte, und der deswegen in den vergangenen drei Spielen nur zu Kurzeinsätzen kam. "Amin ist ein wichtiger Spieler für uns. Ich hoffe, dass er seine Probleme in den Griff bekommt", betont Hütter.

Selbst wenn dem so sein sollte, könnte der Spielmacher jedoch wieder auf der Bank Platz nehmen. "Ich kann keine Rücksicht nehmen. Wir haben ein ganz großes Ziel. Ich bin froh, dass ich ein Luxusproblem habe. Jeder muss sich hinten anstellen", stellt Hütter unmissverständlich fest.

Reicht es bei Kamada?

Younes könnte aber dann in die Mannschaft rutschen, sollte Daichi Kamada ausfallen. Der Japaner, aktuell in bestechender Form, hat Probleme mit einem gequetschten Finger. Sollte es nicht für die Partie in Leverkusen reichen, "muss ich eine Lösung finden", betont Hütter. Die könnte Younes sein.

Der Nationalspieler stand für die Eintracht schon einmal in Leverkusen auf dem Platz, beim Pokal-Aus Anfang Januar. Der Dribbler spielte dereinst groß auf, erzielte die Frankfurter Führung und musste kurz danach verletzt raus. Das Spiel ging nach seiner Auswechslung den gewohnten hessischen Gang in Leverkusen, Endstand 1:4. Vielleicht ist Younes ja gerade der Schlüssel, wie der Angstgegner endlich besiegt wird.

Mögliche Aufstellung Eintracht Frankfurt Bayer Leverkusen

Sendung: hr1, heimspiel!, 24.04.21, 15.05 Uhr