Silva Jovic

Für Eintracht Frankfurt geht es im letzten Saisonspiel um nichts mehr. Gegen den SC Freiburg können die Hessen dennoch ein kleines Kunststück schaffen. Das Wichtigste zum Spiel.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die komplette Eintracht-PK vor dem Spiel gegen Freiburg

Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Wenn Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) auf den SC Freiburg trifft, geht es in der Bundesliga-Partie nur noch für die Gäste aus Südbaden um etwas. Die Hessen haben die Champions League bereits verpasst.

Die Ausgangslage

Das Frankfurter Waldstadion hat sicherlich schon wichtigere Spiele gesehen als jenes am Samstag gegen den SC Freiburg. Für die Eintracht geht es um nichts mehr, nach der jüngsten Pleiteserie und dem Verspielen der Champions League am vergangenen Wochenende ist aktuell Katerstimmung angesagt, die fünftplatzierte Eintracht kann nicht mehr Vierter werden, Sechster aber auch nicht mehr. Immerhin können die Hessen das Kunststück schaffen, ohne Heimniederlage aus der Saison zu gehen. Ansonsten ist die Partie relativ egal.

Nicht jedoch für den SC Freiburg, der bei entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz noch am VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach und Union Berlin vorbei- und auf den siebten Platz springen könnte. Dieser Rang berechtigt zur Teilnahme an der neugegründeten Conference League. Auch deshalb sagte Eintracht-Coach Adi Hütter auf der Pressekonferenz vor dem Spiel: "Wir haben aber auch eine Verpflichtung in der Bundesliga, Freiburg spielt um Platz sieben."

Das Personal

Djibril Sow und Sebastian Rode werden aus nicht näher genannten Gründen nicht spielen können, ansonsten kann Hütter in seinem letzten Spiel als Eintracht-Coach aus dem Vollem schöpfen. Und wird das auch tun, er kündigte eine entsprechende Rotation bereits an: "Der eine oder andere hat sich in den vergangenen Wochen aufgedrängt und wird zum Einsatz kommen."

Auf der Gegenseite kann Christian Streich mit voller Kapelle anreisen. Die Freiburger haben nicht einen einzigen Verletzten zu beklagen.

So könnte die Eintracht spielen:

Eintracht mögliche Aufstellung Freiburg

So könnte Freiburg spielen: Flekken - Schmid, Lienhardt, Gulde, Günter - Santamaria, Höfler - Höler, Grifo - Petersen, Demirovic

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Das Wichtigste ist, dass wir uns im letzten Saisonspiel ordentlich verabschieden. Wir sind ein Jahr zu Hause ungeschlagen. Diese stolze Serie möchten wir bestätigen und als Sieger vom Platz gehen."

Christian Streich: "Ich lese nicht viel. Aber wenn man mitkriegt, was da in Frankfurt los ist: Die Spieler werden nichts austrudeln lassen, da wird Theater sein. Ich erwarte ein aggressives Frankfurt."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Sportlich ist der Kick ja nicht mehr so wichtig, dennoch lohnt es sich, auf den ein oder anderen Eintracht-Spieler zu achten, denn manche wird man wohl nicht mehr im Eintracht-Trikot sehen. André Silva wird bei Topclubs in halb Europa gehandelt, Daichi Kamada scheint ebenfalls ein Kandidat für einen Abgang, selbiges gilt für Evan N’dicka, während Luka Jovic zu Real Madrid zurückehren wird. Für den einen oder anderen wird es also der letzte Aufgalopp im Stadtwald.

Beim SC Freiburg steht aktuell Christian Günter im Fokus. Der Linksverteidiger macht seit Jahren einen soliden Job bei seinem Heimatverein, selten spektakulär, aber immer verlässlich, und durfte sich unter der Woche über eine recht überraschende Nominierung für den EM-Kader der deutschen Nationalmannschaft freuen.

Die Statistik des Spiels

Nachdem in der Vorwoche André Silva mit seinem 27. Saisontor bereits den Uralt-Rekord von Eintracht-Legende Bernd Hölzenbein für die meisten Tore in einer Spielzeit gebrochen hat, könnte auch an diesem Wochenende eine Marke aus der Hölzenbein-Ära erreicht werden.

Nur der FC Bayern und Eintracht Frankfurt sind in dieser Bundesliga-Saison zu Hause ungeschlagen, den Hessen bietet sich damit die Chance, zum dritten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte eine Spielzeit ohne Heimniederlage zu beenden. Bisher gelang ihr dies 1971/72 und 1973/74, zuletzt also vor 47 Jahren zu Zeiten von Grabowski und Hölzenbein.