Filip Kostic im Spiel gegen die Hertha 2020/21.

Die Eintracht will ihren Sieg gegen die Bayern bestätigen. Mit der Hertha aus Berlin kommt ein angeschlagener Gegner nach Frankfurt - und jede Menge bekannte Gesichter.

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Oliver Glasner
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Nach der Länderspielpause geht es mit der Bundesliga weiter: Am Samstag um 15.30 Uhr empfängt Eintracht Frankfurt Hertha BSC.

Die Ausgangslage

Die Frankfurter konnten zuletzt aufatmen: Nach einem sieglosen Saisonstart gab es mit dem 1:0 in Antwerpen und dem 2:1 bei Meister Bayern München gleich zwei Erfolge. Die Unruhe, die zuvor im Umfeld langsam aufgekommen war, legte sich dadurch schnell. Noch besser wäre es für Oliver Glasner, wenn gegen die Hertha nun auch sein erster Heimsieg folgen würde.

In Berlin rennt man dagegen einmal mehr den eigenen Erwartungen hinterher. Die Mannschaft steht trotz guter Einzelspieler und Investorengeld in der Tabelle zwei Punkte hinter den Frankfurtern, unter der Woche sorgte der Rückzug von Geschäftsführer Carsten Schmidt zusätzlich für Aufsehen. Und auch Trainer Pal Dardai steht in der Hauptstadt ordentlich in der Kritik, eine Niederlage in Frankfurt könnte diese noch lauter werden lassen.

Die personelle Situation

Ein Eintrachtler hat die Länderspielreise nicht schadlos überstanden: Aymen Barkok zog sich bei einem Spiel mit Marokko eine noch nicht näher benannte Knieverletzung zu und wird für das Spiel gegen Berlin sicher ausfallen - genau wie Christopher Lenz und Sebastian Rode. Ob Rafael Borré nach seinen Spielen mit Kolumbien eine Option ist, muss kurzfristig entschieden werden. Mit Evan N'Dicka kehrt dagegen eine Alternative für die Innenverteidigung nach Verletzung zurück.

So könnte die Eintracht gegen Berlin spielen

Bei der Hertha fällt mit Lukas Klünter, Marlon Dardai, Deyovaisio Zeefuik und Jordan Torunarigha ein Quartett aus. Ob der Aggressiv-Leader Kevin-Prince Boateng bei seiner Rückkehr nach Frankfurt in der Startelf stehen kann oder zunächst auf der Bank Platz nehmen muss, ließen die Hauptstädter offen.

So könnte die Hertha spielen: Schwolow - Pekarik, Boyata, Stark, Plattenhardt - Tousart - M. Richter, Darida, S. Serdar, Mittelstädt - Piatek

Das sagen die Trainer

Oliver Glasner: "Wir halten uns immer nur kurz mit dem Geschehenen auf, nach Siegen wie nach Niederlagen. Der Fokus geht immer nach vorne. Hertha BSC hat eine sehr gute Mannschaft. Warum es bisher nicht so gelaufen ist, weiß ich nicht und maße mir auch kein Urteil an. Wir haben großen Respekt."

Pal Dardai: "Wir sind auf einem guten Weg und spüren eine positive Energie, die müssen wir uns nicht einreden, die sieht man die ganze Woche im Training. Als Team sind wir viel weiter als Anfang des Jahres, als wir das bislang letzte Mal in Frankfurt gespielt haben. Aber uns fehlen vier Punkte, weil wir einige in dieser Saison verschenkt haben."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

An Filip Kostic führt bei der Eintracht einfach kein Weg vorbei. Der Serbe war an fünf von acht Saisontoren beteiligt, sammelt statistisch gesehen alle 92 Minuten einen Scorerpunkt. Wollen die Berliner etwas Zählbares aus Frankfurt mitnehmen, müssen sie ein Mittel gegen den linken Flügelflitzer finden.

Frankfurts Fans freuen sich vielleicht nicht unbedingt auf die Rückkehr von Fredi Bobic. Boateng ist in der Mainmetropole aber immer ein gern gesehener Gast. Der Prince kehrt erstmals seit dem DFB-Pokal-Gewinn 2018 zurück nach Frankfurt, wo er eine Art Heldenstatus genießt. Ob er nun zum Einsatz kommt oder nicht: Ein Sonderapplaus dürfte ihm sicher sein.

Die Statistik des Spiels

Will die Einracht die Hertha knacken, empfiehlt sich das folgende Mittel: Standards. Die Berliner sind äußerst anfällig nach ruhenden Bällen, kassierten so bereits acht Gegentore. Alleine in den vergangenen beiden Spielen gegen Freiburg und Leipzig klingelte es nach Standards fünf Mal im Hertha-Gehäuse. Dass die Eintracht aus solchen Situationen Kapital schlagen kann, hat sie zuletzt beim Sieg in München bewiesen, als Martin Hinteregger nach einem Eckball zum 1:1 einköpfte. Das Motto gegen die Hertha lautet also: Mach's nochmal, Hinti.