Daichi Kamada von Eintracht Frankfurt im Spiel gegen Köln

Ende September und noch immer wartet Eintracht Frankfurt auf den ersten Pflichtspielsieg der Saison. Gegen Köln soll's endlich klappen. Dafür muss aber Harakiri verhindert werden. Alles Wichtige zum Spiel.

Audiobeitrag

Audio

Audioseite Eintracht Frankfurt vor dem Köln-Spiel

Oliver Glasner in WOB
Ende des Audiobeitrags

Anlauf Nummer sechs für den ersten Sieg in der laufenden Bundesliga-Saison: Am Samstag (15.30 Uhr) trifft Eintracht Frankfurt auf den 1. FC Köln im heimischen Stadtwald.

Die Ausgangslage

Es wird Zeit. Aber so richtig. Die Eintracht steht auf Rang 15 und hat noch immer keinen Sieg in dieser Saison eingefahren. Auch wenn Trainer Oliver Glasner nicht von einem Muss-Sieg gegen Köln sprechen mag, stehen die Hessen langsam unter Druck. Die Frankfurter wollen sich die Lockerheit bewahren, brauchen für diesen Umstand aber dringend drei Punkte.

In Köln sieht die Welt anders aus. Der Saisonstart ist geglückt, das Team vom neuen Trainer Steffen Baumgart ist in ordentlicher Frühform. In Frankfurt soll für die Rheinländer bereits der dritte Sieg in dieser Saison her. Dass das eine Team so gut gestartet ist und das andere nicht, sagt freilich nichts über die Qualität der Teams aus. Die Eintracht bleibt der leichte Favorit am Samstag, will sich aber auch eines nicht einlassen: Harakiri. "Das wird ein Schlagabtausch. Wir wollen das Spiel aber kontrollieren", erklärt Glasner. "Das Spiel wird sicher sehr, sehr intensiv."

Die personelle Situation

Bei der Eintracht steht hinter dem Einsatz von Jesper Lindström ein kleines Fragezeichen. Der Sommer-Neuzugang hat im Training einen Schlag abbekommen und droht auszufallen. Nicht dabei sind zudem weiterhin Linksverteidiger Christopher Lenz und Mittelfeld-Antreiber Sebastian Rode.

Beim FC sieht es personell gut aus. Bis auf Tim Lemperle und Jannes Horn steht Trainer Baumgart der gesamte Kader zur Verfügung. "Alle anderen sind dabei. So kann ich aus dem Vollen schöpfen. Das ist eine sehr schöne Sache, auch wenn es nicht einfach ist, weil ich schwere Entscheidungen treffen muss", sagte der Coach.

So könnte die Eintracht spielen:

Die mögliche Aufstellung der Eintracht gegen Köln

So könnte Köln spielen: T. Horn - Schmitz, Kilian, Czichos, Hector - Skhiri - Ljubicic, Kainz - Duda - Uth, Modeste

Das sagen die Trainer

Oliver Glasner: "Das Spiel gegen Köln wird sicher sehr, sehr intensiv. Steffen Baumgart macht dort einen guten Job. Das wird ein Schlagabtausch. Wir wollen das Spiel aber kontrollieren. Wir dürfen nicht verkrampfen, das habe ich auch den Spieler gesagt."

Audiobeitrag

Audio

Audioseite Glasner: "Dürfen nicht verkrampfen"

Oliver Glasner in WOB
Ende des Audiobeitrags

Steffen Baumgart: "Es wird am Samstag darum gehen, wer seine PS auf den Rasen bringt. Frankfurts Spiele sind alle eng ausgegangen. Das darf man nicht vergessen. Wir haben aber sehr, sehr gute Möglichkeiten, ein gutes Spiel zu machen."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

So langsam aber sicher kommt Sam Lammers an im Spiel der Eintracht. Jeweils ein Treffer gegen Fenerbahce und in Wolfsburg geben dem Stürmer, der ein Jahr lang in Bergamo nicht zum Zug kam, Selbstvertrauen. Noch klappt nicht alles, das ist unbestritten, gegen Köln soll aus hessischer Sicht aber gerne das dritte Tor im dritten Spiel gelingen.

In absoluter Frühform ist auf der anderen Seite FC-Angreifer Anthony Modeste. Bereits viermal durfte der Franzose in dieser Saison schon die Finger zur Brille formen und vor die Augen halten - das persönliche Jubel-Markenzeichen des 33-Jährigen. Unter Ex-Stürmer Baumgart blüht Modeste auf, in Frankfurt soll es aus Eintracht-Sicht aber nicht so weitergehen.

Die Statistik des Spiels

Eintracht-Coach Glasner kommt genau wie sein Vorgänger Adi Hütter bei der Eintracht nur schwer ins Rollen. Vor ziemlich genau drei Jahren gelang Glasners Landsmann Hütter nach blamablem Aus im DFB-Pokal und zuvor nur vier Punkten in der Liga am 6. Spieltag die Wende. Die Hessen gewannen damals dank einer Taktik-Umstellung und dank eines überragenden Ante Rebic mit 4:1 gegen Hannover 96 und gaben damit den Startschuss in eine letztlich doch noch fulminante Spielzeit. Ob Glasner dieses Kunststück wiederholen kann?