Bas Dost und André Silva von Eintracht Frankfurt beim Torjubel

Eintracht Frankfurt hat zum Auftakt des sechsten Bundesliga-Spieltags bei Union Berlin gewonnen und damit den ersten Auswärtserfolg der Saison eingefahren. Beide Treffer der Hessen erzielten Sommer-Neuzugänge.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt gewinnt knapp bei Union Berlin

Erik Durm kämpft mit der Eintracht um die Punkte in Berlin.
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Ein Hoch auf die Neuzugänge! Dank seines neuen Sturmduos André Silva und Bas Dost hat Eintracht Frankfurt in der Bundesliga den ersten Auswärtssieg der Saison eingefahren. Bei Union Berlin gewannen die Hessen am Freitagabend mit 2:1 (0:0). Beide Neuzugänge trafen jeweils einmal in der zweiten Halbzeit. Den einzigen Berliner Treffer erzielte Anthony Ujah kurz vor Schluss.

Die Eintracht, bei der im Gegensatz zum Dortmund-Spiel ebenjener Dost für Goncalo Paciencia und Daichi Kamada für Dominik Kohr begannen, verpennte den Anfang der Partie komplett. Nach nur sechs Minuten musste Kevin Trapp nach einer Ecke aus kurzer Distanz gegen Marvin Friedrich retten. Ein Hallo-wach-Effekt mit Folgen - denn vor dort an nahmen auch die Hessen die Atmosphäre und intensive Gangart der Begegnung an.

Silva macht einen Haken zuviel

So kam es nicht von ungefähr, dass die Frankfurter nach einer Viertelstunde die Partie immer besser in den Griff bekamen. Die erste gute Gelegenheit für die Hütter-Elf hatte Silva. Alleine auf dem Weg auf das Union-Tor machte der Sommer-Neuzugang aber einen Haken zuviel und wurde so von der Berliner Hintermannschaft gestoppt (15. Minute).

Eine Auszeit nahm sich das rasante Spiel danach zwar nicht, Torchancen blieben aber Mangelware. Die Eintracht bemühte sich um Ordnung in der Partie und hatte mehrmals die Chance auf gute Umschaltmomente. Oft fehlte aber die Genauigkeit beim letzten Pass. Bezeichnenderweise hatten daher auch Silva per Kopf (42.) und Filip Kostic per Fernschuss (45.) die beiden letzten Frankfurter Möglichkeiten vor der Halbzeitpause.

Dost trifft nach der Pause

Nach dem Wiederanpfiff wurden die Hessen aber für ihren Einsatz belohnt. Einen Schuss von Kostic konnte Union-Schlussmann Rafal Gikiewicz nur zur Seite abwehren - genau dorthin, wo Dost stand, der nur noch einzuschieben brauchte (48.). Ein Tor wie das Spiel zu diesem Zeitpunkt: nicht unbedingt schön, aber voller Willen.

Dass es die Frankfurter aber auch elegant können, bewiesen sie eine Viertelstunde später. Nach einem mustergültigen Konter über die rechte Seite inklusive mustergültiger Flanke von Djibril Sow köpfte Silva ebenfalls mustergültig zum 2:0 ein (62.).

Ujah erzielt den Anschlusstreffer

Die Zwei-Tore-Führung sorgte aber nicht dafür, dass die Eintracht das Spiel im Griff hatte. Der Club aus der Haupstadt blieb äußerst aktiv und hatte durch Sheraldo Becker (75.) die nächste gute Gelegenheit, Trapp war aber zur Stelle. Berlin wollte, Berlin rannte - und wurde in der Schlussphase belohnt. Der eingewechselte Ujah erzielte in der 86. Minute den 1:2-Anschlusstreffer. Mehr passierte aber nicht mehr, wodurch es beim knappen Erfolg der Eintracht blieb.

Weitere Informationen

Union Berlin - Eintracht Frankfurt 1:2 (0:0)

Berlin: Gikiewicz - Trimmel, Subotic, Friedrich, Reichel - Schmiedebach (66. Ujah), Andrich, Gentner - Bülter (66. Mees), Andersson, Gogia (59. Becker)

Frankfurt: Trapp - Toure, Hasebe, Hinteregger - Kostic, Fernandes, Sow, Durm (77. Chandler) - Kamada (71. Kohr) - da Silva, Dost (82. Paciencia)

Tore: 0:1 Dost (48.), 0:2 Silva (62.), 1:2 Ujah (86.)

Gelbe Karten: Andrich / Sow

Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)

Zuschauer: 22.012 (ausverkauft)

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