Oliver Glasner Eintracht Frankfurt

Es war ein wildes erstes Halbjahr für Eintracht Frankfurt. Am Ende herrscht aber eitel Sonnenschein in Hessen. Trainer Oliver Glasner sagt deswegen "Danke" an seine eigenen Spieler. Auch, weil immer Vertrauen in seine Ideen da war.

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Die Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Mainz

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Oliver Glasner wollte noch etwas loswerden. Es war ihm ein dringendes Bedürfnis, dass eine vermeintliche Kleinigkeit nicht in der Kabine von Eintracht Frankfurt bleibt, sondern öffentlich wird. "Ich habe vorhin den Spielern gedankt, dass sie trotz des schwierigen Starts immer bei der Stange geblieben sind. Sie haben nie an unseren Ideen gezweifelt und haben immer mitgezogen", betonte der Eintracht-Coach nach dem Sieg gegen Mainz.

Dass die Eintracht zum Jahresende auf einem Europapokal-Platz rangiert, dass die Hessen im Europa-League-Achtelfinale stehen, dass generell - trotz tristem Dezember-Wetters - eitel Sonnenschein im Stadtwald herrscht, das alles hätte noch Ende Oktober niemand erwartet. Wirklich niemand.

Glasner: "Spieler immer offen für Input"

Zu mau waren die Leistungen der Frankfurter, zu fehleranfällig das Spiel des hessischen Bundesligisten. Vorne hakte es in den Abläufen, hinten war die Eintracht-Defensive zu löchrig. Aber Glasner, und besonders auch sein Team, ließen sich nicht vom Weg abbringen. "Uns war klar, dass das Zeit braucht. Die Jungs haben das außergewöhnlich gut umgesetzt", bekräftigte auch Sportvorstand Markus Krösche am ARD-Mikrofon.

"Meine Spieler waren immer offen für den Input", blickt Glasner auf die vergangenen Monate zurück. Der Eintracht-Coach ist sich bewusst, dass eine Negativ-Serie auch schnell bei den Spielern für ein Umdenken sorgen kann. Beispiele gibt es dafür zur Genüge. Auch in dieser Bundesliga-Saison, siehe RB Leipzig.

Eintracht-Spiel von Woche zu Woche besser

"Ich weiß, dass man als Trainer Siege braucht, damit die Spieler dir auch weiterhin zuhören und an deine Ideen glauben", berichtet Glasner. Schaut man sich die Entwicklung der Eintracht in den vergangenen Wochen an, haben Makoto Hasebe und Co. an diese Ideen geglaubt. Das Spiel der Hessen wurde von Woche zu Woche besser. Der Glasner-Fußball, mittlerweile ist er gut zu erkennen.

"Wir haben uns Schritt für Schritt weiterentwickelt", bilanzierte daher auch der Österreicher nach dem letzten Pflichtspiel des Kalenderjahres und setzte zu einer Lobeshymne an: "Meine Spieler waren fantastisch. Als Trainer bist du nichts, wenn du deine Spieler nicht auf deiner Seite hast." Und dass er seine Spieler auf seiner Seite hat, ist nicht zu übersehen. Dafür kann man dann auch schon einmal "Danke" sagen.