Jens Petter Hauge von Eintracht Frankfurt jubelt

Jens Petter Hauge ist nach überstandener Verletzung zurück im Training von Eintracht Frankfurt und könnte schon in Stuttgart die zuletzt schwächelnde Offensive beleben. Dass er der richtige Mann für Trendwenden ist, hat der Norweger bereits bewiesen.

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Hauge: "Nicht das beste Timing"

Jens Petter Hauge von Eintracht Frankfurt
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In der Nachbetrachtung des Aufschwungs von Eintracht Frankfurt in der Hinrunde gilt bis heute die Reise nach Piräus als Meilenstein. Dort, in der griechischen Hafenstadt, habe das Team bei einem gemeinsamen Bad im Mittelmeer endgültig zusammengefunden und durch den 2:1-Sieg in der Nachspielzeit das nötige Selbstvertrauen für den anschließenden Lauf gesammelt. So heißt es. Entscheidend beteiligt damals: Jens Petter Hauge.

Der Norweger, der bis Saisonende von der AC Mailand ausgeliehen ist, machte mit seinem Last-Minute-Treffer den Einzug in die K.o.-Phase perfekt und leitete damit die Wende zum Guten direkt ein. Nach der Rückkehr nach Frankfurt folgten sechs Siege in sieben Bundesliga-Spielen und der zwischenzeitliche Sprung auf Platz sechs. "Wir haben am Ende des Jahres einfach super gespielt", fasste Hauge am Dienstag zusammen. Die Eintracht auf dem Weg zu einem Topteam.

Hauge meldet sich zurück

Mit Beginn des neuen Jahres war es mit dem in Piräus aufgenommenen Schwung dann allerdings schnell vorbei. Nach nur einem Punkt aus drei Partien befinden sich die Hessen aktuell im Niemandsland der Bundesliga, die Abwehr präsentierte sich vor allem beim 1:1 in Augsburg und beim 0:2 gegen Bielefeld zu nachlässig, in der Offensive stimmt die Chancenverwertung nicht. Heißt: Es muss erneut ein Umschwung her.

Passend dazu meldete sich Trendwenden-Experte Hauge, der sich nach seinem wichtigen Tor in Piräus erst einmal auf der Bank wiederfand und danach wegen einer Muskelverletzung knapp sechs Wochen ausfiel, Anfang der Woche auf dem Trainingsplatz zurück. Gemeinsam mit dem ebenfalls seit Dezember unpässlichen Christopher Lenz stieg er wieder ins Mannschaftstraining ein und könnte schon nach der Länderspielpause wieder eine Option sein.

"Das war meine erste richtige Verletzung als Profi, aber jetzt geht es mir wieder gut", so Hauge. "Wenn alles nach Plan läuft, werde ich gegen Stuttgart dabei sein."

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Hauge könnte auch im Sturm spielen

Ob der 22-Jährige, der trotz sporadischer Einsatzzeiten und nur sechs Startelf-Nominierungen bei drei Saisontoren steht, direkt ein Kandidat für die erste Elf ist, bleibt abzuwarten. Hauge vergrößert die Möglichkeiten von Trainer Oliver Glasner im Angriff aber enorm. Die beiden Positionen auf der Doppel-Zehn gehören sowieso zu Hauges Repertoire, er selbst kann sich aber auch den Job des Mittelstürmers vorstellen "Ich kann auf verschiedenen Positionen spielen. Das wäre sicherlich eine Option."

So oder so könnte Hauge, der sich in der Gunst der Offensiv-Optionen wohl vor dem zuletzt wenig überzeugenden Joker-Trio Goncalo Paciencia, Sam Lammers und Ragnar Ache einordnen dürfte, dem Spiel der Eintracht einen neuen Impuls geben. Im Gegensatz zu den Technikern Daichi Kamada und Jesper Lindström sowie dem quirligen Arbeiter Rafael Borré verfügt Hauge über eine gewisse Wucht. Seine Aktionen sehen oft nicht so leichtfüßig aus wie bei Kamada oder Lindström, etwas mehr Durchschlagskraft kann der Eintracht aber nur guttun.

"Wir haben viele Chancen kreiert in den letzten Spielen. Wir müssen aber mehr Tore erzielen", legte Hauge den Finger in die Wunde. "Da hoffe ich, dass ich dem Team helfen kann." Sollte ihm das schon beim VfB Stuttgart gelingen, könnte der kurze Durchhänger der Hessen schnell vergessen sein.

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Highlights: Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld

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